Ein Aufschrei des Entsetzens hallt um die Welt: Der Schriftsteller Günter Grass hat den Staat Israel an den Pranger gestellt.
In seinem Gedicht "Was gesagt werden muss" (hier der komplette Wortlaut /stern.de) unterstellt Grass den Israelis, sie seien eine Bedrohung für den Weltfrieden.
Bislang erfährt der Autor, der vor Jahren bereits wegen seiner (verschwiegenen) SS-Vergangenheit in der Kritik stand, keinerlei Unterstützung. Politiker, Medien und der Zentralrat der Juden Deutschlands sind sich einig: Der Mann beurteilt die politische Situation im Mittleren Osten völlig verquer und wäre besser still geblieben.
Wäre die Empörung genau so groß, hätte Günter Grass seine poetische Waagschale in die entgegengesetzte Richtung kippen lassen? Nämlich mit einem "Pamphlet" gegen den Iran, mit einem kleinen Nebensatz kontra Israel?
Man sollte keinesfalls den Staat Israel an den Pranger stellen, vor allen Dingen auch nicht die jüdischen Mitbürger. Allerdings sollte man überdenken, ob die israelische Verteidigungspolitik nicht friedvoller sein könnte.
Nein, der Mann hat recht - ohne dass er jetzt antisemitsch ist. Denn sobald man in irgendeiner Form als Deutscher (!) etwas gegen die Politik in Israel sagt, wird gegen einen gehetzt. Das billigste Mittel ist immer zu sagen, dass man ein Antisemit sei. Selbst meine Antwort könnte schon derartig ausgelegt werden. Wir haben hier in Deutschland eine Meinungsfreiheit und dürfen sie in gewissen Punkten gar nicht nutzen. Ich kriege die Wut, wenn ich sowas wie das was jetzt über Günther Grass einbricht, lese. Es mag sein, das er eine Vergangenheit hat - wer in diesem Alter hat sie nicht? Wenn man überleben wollte damals, mußte man mitgehen - ob man wollte oder nicht.
Warum wird hier (wissentlich oder doch unwissentlich?) falsch berichtet?
"Keinerlei Unterstützung" - oder ignoriert man geflissentlich die Stimmen, die man nicht hören möchte.
Jedenfalls hat PEN-Präsident Johano Strasser Grass' Äußerungen ausdrücklich verteidigt. Diverse Schriftstellerkollegen haben dies auch getan. Aber wer ist schon Strasser, und was zählen Schriftsteller?
Der Rückzug auf das Zitat ("Der Mann wäre besser still geblieben.") spricht Bände darüber, wie ernst wir es vor unserer eigenen Haustür mit der Toleranz gegenüber Andersdenkenden nehmen. Meinungsfreiheit ist eines der schützenswertesten Güter - heute mehr denn je.
Der Staat Israel darf kein Alleinstellungsmerkmal beanspruchen, heute kritiklos handeln zu dürfen! Als Enkel eines in Bergen Belsen ermordeten Großvaters kann ich dieses mit Fug und Recht behaupten! Denn die Kritik, wir hätten vor Jahrzehnten die Augen vor den NAZI Gräuel verschlossen ist berechtigt. Aber sie ist keine Berechtigung, heute aus "political correctness" schweigen zu müssen.
GG haut mal wieder auf die Pauke. Dieser total überschätzte Schreiber freut sich über ein gigantisches Echo.
Warum?
Das "Gedicht" ist eine Ansammlung von Thesen auf dem Niveau von Stammtischgefasel.
Israel ist doof und böse, wir auch sind das auch, der Iran will doch nur spielen, kontrolliert die Atomanlagen und alles wird gut - mal sehr verienfacht, ungefähr so wie bei GG.
Klar.
Die offen ausgesprochene Bedrohung geht vom Iran aus. Nicht umgekehrt. Ohne die versteckte Abschreckung von Atomwaffen gäbs Israel womöglich gar nicht mehr.
Tatsächlich wird dort im Land sehr kontrovers über diese Problematik diskutiert, ganz anders als in den umliegenden Staaten.
Eins muss man GG lassen: er hat eine heiße Diskussion angestoßen. Warum auch nicht?
Das ist keine Frage von recht oder unrecht haben.
Zunächst einmal hat Herr Grass das Recht auf freie Meinungsäußerung, das unser Grundgesetz jedem Bürger zugesteht. Ob seine Ansicht dabei von anderen geteilt wird ist zweitrangig.
Aber er hat das Recht seine Befüchtungen auszusprechen über einen (neuen)
Krieg, der gerade im Nahen Osten, sehr leicht zu einem Dritten Weltkrieg werden kann, denn seine Stimme wird, im Gegensatz zu vielen anderen, gehört.
Was mich bei der ganzen Diskussion stört: Bei der kleinsten Kritik an Israel oder einem arabischen Staat wird sofort, je nach Lager, entweder die Antisemitismus-
oder die Nazikeule hervorgeholt. Das ist unsachlich und auf Dauer sehr ermüdend.
"...den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern und gleichfalls darauf bestehen, dass eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen
durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird."
Günter Grass, der Aufdecker und Heilsbringer?... einfach mal mit erhobenem Zeigefinger da rüber gehen, bisschen Druck machen und die Kontrolle übernehmen? danke für den Tipp. ich werds an die dortigen Botschaften und Geheimdienste weiter geben. damit die endlich mal was zu tun kriegen...
Der (ebenfalls umstrittene) Blogger Sascha Lobo schrieb dazu: "Das mit dem Schweigen hat Günter Grass zum Thema Waffen-SS irgendwie besser hinbekommen."
Ich finde: Jeder sollte frei seine Meinung äußern dürfen und schreiben, was er will. selbst wenns relativer Blödsinn ist. darum findet Grass Unterstützung bei Strass & Kollegen. politische Relevanz bekommen die Aussagen oder Gedichte von Autoren allerdings erst, wenn sie sich von den Medien durchs Dorf jagen lassen. Provokation = Aufmerksamkeit = Publicity.
Kritik am Staat Israel sollte ohne Probleme möglich sein. Ob es eine politische Fehleinschätzung der Lage im nahen Osten ist, die Grass in seinem Gedicht vollzieht, sei mal ganz außen vor gelassen. Der besagte Aufschrei bezieht sich schließlich auf die Israelkritik an sich.
Ich zitiere von ein paar cm weiter oben: "Der Staat Israel darf kein Alleinstellungsmerkmal beanspruchen, heute kritiklos handeln zu dürfen!"
Kann Israelkritik antisemitisch sein? Ja! Aber muss sie es automatisch sein? Nein!
Völlig richtig, Moritz !
Vielleicht äüssert sich Herr Grass ja noch einmal, um kund zu tun, ob die Diskussion um / über Kritik an Israels Politik oder vielleicht doch eher die derzeit herrschende Lage im nahen Osten sein Thema ist.
Die SS-Vergangenheit von G.Grass. Man sollte ehrlicherweise dazu schreiben, dass er bei Kriegsende 1945 gerade mal 16 Jahre alt war. Und warum schreibt Niemand, dass Israel über 200 Atomwafenn gebunkert hat und dass General Dayan noch 2007 in einem Interview sagte, dass Israel bereit ist, die Welt mitzunehmen, wenn man Israel angreift. Man hätte das Waffenpotential dafür. Aber alle Welt hat lieber Angst vor einer eingebildeten A-Bombe im Iran als vor über 200 realen A-Waffen in Israel. Und wenn Jemand sich erdreistet, dagegen etwas zu sagen spielen alle die überaus Empörten.
Seit es Hitler gegeben hat, dürfen wir Deutschen, alles was in Israel passiert, nicht Kritisieren, egal wie aggressiev die politischen Fehler Israelischer Politiker sind. Warum müssen eigendlich noch die Ururenkel für Fehler der längst vergangenen Zeit bezahlen??
Herr Grass hat in seiner Vergangenheit Fehler gemacht, ja!, aber er versucht mit seiner Literatur zu warnen, das diese Fehler nicht wieder gemacht werden. Eine Gewaltfreie Welt wird es wohl nie geben, aber jeder der Verstand hat, sagt sich--- Gewalt erzeugt Gewalt, lasst uns lieber zusammen setzen und reden......!
Zitat: "Jedenfalls hat PEN-Präsident Johano Strasser Grass' Äußerungen ausdrücklich verteidigt. Diverse Schriftstellerkollegen haben dies auch getan. Aber wer ist schon Strasser, und was zählen Schriftsteller?"
Und es ist auch gut so, das der PEN Präsident so reagiert hat. Leider waren er und seine schreibenden Kollegen unterlegen. Gestern Mittag kam der komplette Brief im radio, danach nur noch Bruchstückhaft, was zu einer völlig falschen Berichterstattung führen kann. Denn, wenn ich nur das vorlese, was z.B. als antisemitisch ausgelegt werden kann, habe ich auch die richtigé Stiimmung innerhalb der Bevölkerung geschürt.
Die Stimmen hier zeigen aber, das ein ziemlicher Teil der Bevölkerung mit der Israelpolitik so ganz und gar nicht einverstanden ist. Denn wie hier schon erwähnt - lieber Angst vor einem Gespenst haben, als darüber nachdenken, was mein Nachbar wohl im Keller lagert.
Das hier ist aufdröseln in sprachlicher Reinkultur.
"Auch darf niemand, der abweichend dichtet, einfach mit Nichtachtung gestraft werden. Unter die Keule muss er, niedergeschrieen werden, widerlegt und abgeurteilt. Das hat sich eingebürgert im Land, weil das immer Erfolg hat, weil das immer Quote bringt. Eine Debatte im Sinn eines Aufeinanderprallens von Ansichten, die ungeschützt ausgetauscht werden, das ist seit Sarrazin bekannt, ist unzulässig. Diskutiert wird hierzulande unter denen, die einer Meinung sind - wer widerspricht, steht schon allein deshalb außerhalb der Gemeinschaft der Demokraten, seine Argumente müssen nicht gehört werden, denn sie sind falsch, demagogisch, vielleicht sogar genetisch, auf jeden Fall aber "nicht hilfreich"."
Weiter gehts hier: http://www.politplatschquatsch.com/2012/04/grass-d...
Schade, dass Grass' nicht das Niveau dieser sog. "Community" hat. Weil erst hier (und wohl nur hier!) entschieden wird, was von politischer oder künstlerischer Relevanz ist. Ich bin erstaunt, welch kritische Elle hier angelegt wird und welch profunde Grass-Experten sich hier tummeln.
"Jeder sollte frei seine Meinung äußern dürfen und schreiben, was er will. selbst wenns relativer Blödsinn ist. darum findet Grass Unterstützung bei Strass & Kollegen. politische Relevanz bekommen die Aussagen oder Gedichte von Autoren allerdings erst, wenn sie sich von den Medien durchs Dorf jagen lassen. Provokation = Aufmerksamkeit = Publicity."
Wenn ich so eine Mischung aus Arroganz und Anmaßung lese, dann halte ich mich ab jetzt auch besser an den Ratschlag, der hier unterschwellig an Grass gerichtet wurde:
Mund halten, schweigen, keinen Blödsinn mehr schreiben.
Nur eine Frage beschäftigt mich noch, ob diese so "beschlagenen" Menschen jemals eine Zeile von Günter Grass gelesen haben.
Es geht nicht, wie man uns glauben lassen will, um die Kriegsgefahr, die von Israel ausgehe. Israels Waffen sind unter der Kontrolle von Regierung und Parlament. Zur Erinnerung: Israel ist eine Demokratie. Der Iran aber ist ein Ort der Barbarei. Israels Bombe schützt das Volk, das von den Machtgruppen des Dritten Reichs vernichtet werden sollte. Zu diesen Kräften und Organisationen gehörte auch die Waffen-SS, in der Günter Grass zuletzt noch Mitglied war. Das ist die Wahrheit, das Gedicht kommt ohne sie aus.
Ja, es ist ein Akt der Wiedergutmachung, wenn ein deutsches U-Boot an Israel geliefert wird. Aber auch die Wiedergutmachung ist nicht das Werk eines Günter Grass, sondern die Tat von Konrad Adenauer.
Die Ursachen der Kriege und der ständigen Kriegsgefahren im Nahen Osten gehen nicht auf die Existenz des Staates Israel zurück, sondern auf das Scheitern der islamischen Welt an der Moderne.
Israel als den Hauptstörfaktor in Sachen arabischer Normalisierung darzustellen, bedeutet letzten Endes, auch in der Grass-Formel von der internationalen Kontrolle der israelischen Bombe, de facto, seine Entwaffnung. Seine Entwaffnung aber wäre die Aberkennung des Rechts auf Selbstverteidigung, und damit die Aberkennung des Existenzrechts Israels. Nein, Günter Grass hat nicht bloß ein Gedicht geschrieben. Er hat ein Manifest vorgelegt. Es ist das Manifest der ewig Gestrigen.
Genau! Und was aus Physikstudenten der Ex DDR so alles werden kann ist ja auch hinlänglich bekannt! Genau und der Papst als Flakhelfer in einer Stellung in Riem bei München in der Wehrmacht mit netten anderen Flakhelfern aus Duisburg, die sich gerne an seine Bekanntschaft erinnern. Alles ewig Gestrige!? Nein! Kritik darf kann und muss geübt werden, wenn sie berechtigt ist, gegen welchen Staat auch immer! Auch unseren eigenen! Das Recht gibt uns unser "Grundgesetz" !!!
"Was gesagt werden muss" ist ein literarisches Gedicht. Es verdient daher als solches eine Rezession und keine politische Diskussion. Die aber hat Günter Grass wohl bewusst oder unbewusst angestoßen.
Und sie nimmt ihren Lauf im Lokalkompass.
Auffallend kritisch und versiert äußern sich einige Mitschreiber.
Das Mäkeln von Herrn Mohr (14:26 Uhr) ist überflüssig.
Ja son bischen, um nicht zu sagen bischen viel Grass habe und musste ich während meiner Schulzeit im Deutsch Leistungskurs fürs Abi lesen. "Der Butt" einfach nur genial oder "Die Rättin" in einer Nacht durchgelesen und dann so knapp nach dem Millenium "Im Krebsgang" und und und. Nicht zu vergessen "Die Blechtrommel" und die dann auch noch im Film. Also Grass ist sehr wohl bekannt. Und ich denke, dass er den "Nobelpreis" auch nicht einfach nur so erhalten hat. Und noch einmal, die Meinungsfeiheit ist ein hohes, grundgesetzliches Gut, dass wir uns nicht kaputtreden sollten.
@Neidhard, könnte möglich sein, dann bin ich aber gespannt über das Thema. Und ich wollte schon immer als "Grass-Expertin" gelten grins - ob ich aber deswegen Arrogant bin oder gar anmaßend - ich sage meine Meinung - punkt!
Und jetzt allen anderen noch einen schönen Feiertag
Lieber Herr Weil, eine Demokratie gibt noch lange nicht das Recht zu tun und zu lassen was man will. Und das Regime im Iran wurde von G G auch kritisiert und jeder zivilisierte Mensch wird dieses auch verurteilen.
Deutschlands Waffen sind auch unter der Kontrolle von Regierung und Parlament. Auch deutsche Bomben sollten in den 30er Jahre das Volk schützen. Was daraus wurde, wissen wir alle. Und noch einmal, G.G. schreibt in seiner Grass in seiner Autobiographie, als Siebzehnjähriger zur Waffen-SS-Division „Frundsberg“ eingezogen worden zu sein. Dies entsprach auch der Darstellung von Robert Schindel, wonach Grass – nachdem er sich freiwillig zur U-Boot-Truppe gemeldet hatte und dort nicht genommen worden war – zur Waffen-SS rekrutiert wurde.
Und dieses Schicksal ereilte tausende Jungen in Deutschland.
Und die Lieferung eines deutschen U Bootes als einen Akt der Wiedergutmachung zu bezeichnen, dazu gehört schon ein gerütteltes Mass an "Chuzpe", wie es im hebräischen heißt.
Und niemand fordert die Entwaffnung. Alleine ein wenig mehr Transparenz die uns in die Lage versetzt, die Vorwürfe evtl. zu entlräften, und gut ist!
Lieber Herr Molder,
auch Israels Waffen sind unter der Kontrolle von Regierung und Parlament. Übrigens dem einzigen freigewählte Parlament im ganzen vorderen Orient.
Fremde Quellen (in Ihrem Falle aus Wiki) zu zitieren ohne Quellenangabe hat schon Freiherr von und zu Guttenberg versucht, es ist ihm nicht gut bekommen.
Eine Islamophobie ist keinesfalls besser als ein Antisemitismus, Herr Weil. Sie begeben sich an dieser Stelle auf die selbe Ebene wie irgendein populistischer Sarrazin. Keine Frage: Im Iran läuft, dezent gesagt, einiges falsch. Und eine Diskussion um Ahmadinedschad möchte ich hier gar nicht erst lostreten. Allerdings zu behaupten, dass das Scheitern des Islams an der Moderne für den Krieg verantwortlich sei, finde ich doch äußerst gewagt.
Die meisten kennen wohl Grass nicht. Genau das was jetzt passiert wollte er, genauso.
Wenn in der Presse nicht viel los ist, schmeißt er einfach mal eine Stein ins Wasser und Wartet ab, einfach nur genial gemacht.
Harald Molder aus Duisburg am 06.04.2012 um 11:42 Uhr
Und die Lieferung eines deutschen U Bootes als einen Akt der Wiedergutmachung zu bezeichnen, dazu gehört schon ein gerütteltes Mass an "Chuzpe", wie es im hebräischen heißt.
Chuzpe ist Jiddisch, nicht hebräisch.
Und es sind sechs! U-Boote.
Jedes atomwaffenfähig.
Angeblich zahlt der deutsche Steuerzahler nur ca. ein Drittel, also pro Stück 135 Mio. €. http://www.taz.de/!90009/
Her Lohmann,
Sie brauchen sich um mich keine Sorgen machen. Aber Sie könnten mal ein wenig im Netzt recherchieren, dann würden Sie z.B. auf das stoßen: http://www.dailytalk.ch/gemeinsamkeiten-zwischen-f...
Sehr interessant
Irgendwann merkt es der Bürger. Selbst deutsche Schafe wachen irgendwann auf.
Aber dann wird es übel.
Wie Carl Friedrich Von Weizsäcker sagte:
"Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr
hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht
ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein - auch das, was
ihm noch helfen könnte!!"
Heute habe ich mir das GG-Gedicht etwas genauer
in der RP durchgelesen. Und um es kurz zu machen,
schließe ich mich den Meinungen von @Barbara W.
sowie @Anna S. voll und ganz an. Genau so sehe ich es
und nicht anders.
"Ein ganz bitteres Problem für den Journalisten, der in seinem Beruf aufgeht..
Betrifft die Sache einen Kunden,der bei der Zeitung Anzeigen schaltet, dann wird er garantiert gestoppt.."
Jetzt fange ich aber tatsächlich an mir Sorgen zu machen, Herr Weil. Fundamentalismus ist schlecht, jedoch auf Grund der Existenz von Fundamentalisten eine Weltreligion (die zweitgrößte der Welt) zu beurteilen ist klar falsch. Gehen sie doch bitte jeden einzelnen dieser Punkte noch einmal durch und schauen, an wie vielen Punkten sich die Islamisten durch fundamentalistische römisch-katholische Christen ersetzen lassen. Eine Auflistung wie diese ist nichts als Populismus!
Klaus Weil aus Wesel am 05.04.2012 um 15:17 Uhr
"Seine Entwaffnung aber wäre die Aberkennung des Rechts auf Selbstverteidigung, und damit die Aberkennung des Existenzrechts Israels. Nein, Günter Grass hat nicht bloß ein Gedicht geschrieben. Er hat ein Manifest vorgelegt. Es ist das Manifest der ewig Gestrigen."
Was ist eigentlich mit dem Existenzrecht Palästinas?
Um auf den springenden Punkt zu kommen: Das Christentum als Weltreligion verurteilen sie nicht in der Art und Weise, wie sie den Islam verurteilen oder? Sie schließen von Fundamentalistien (immer ein im Verhältnis zur Glaubensgemeinschaft kleiner Teil) auf Weltreligionen.
Lieber Alfred,
sicht etwas genauer mit der Geschichte zu beschäftigen hat manchmal Sinn. Palästina als Staat hat es nie gegeben. Bis zum Ende des ersten Weltkrieges gehörte der vordere Orient zum Osmanischen Reich. Durch den Sieg der Briten im Ersten Weltkrieg wurde 1917 die osmanische Herrschaft beendet. Im Anschluss an die Konferenz von Sanremo 1920 übertrug der Völkerbund 1922 Großbritannien das Mandat für Palästina mit dem Gebiet, das heute gemeinsam von Israel und Jordanien eingenommen wird. Zu den Mandatsbedingungen gehörte, dass die Briten die Verwirklichung der Balfour-Deklaration ermöglichen sollten, in der sie am 2. November 1917 die „Gründung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk“ versprochen hatten, deren Grenzen jedoch nicht bestimmt waren. Hierzu wurde die Mandatsmacht aufgefordert, die jüdische Einwanderung zu ermöglichen, diese jüdischen Einwanderer geschlossen anzusiedeln und hierfür auch das ehemalige osmanische Staatsland zu verwenden. Es sollte dabei ausdrücklich dafür Sorge getragen werden, dass „nichts getan werden soll, was die bürgerlichen und die religiösen Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und die politische Stellung, deren sich die Juden in irgendeinem anderen Lande erfreuen, präjudizieren könnte“.
Am 29. November 1947 stimmte die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit für den UN-Teilungsplan für Palästina, der das Gebiet in einen jüdischen und einen arabischen Staat einteilte, wobei der Großraum Jerusalem als Corpus separatum unter internationale Kontrolle gestellt werden sollte.
Mit dem Ziel, tatsächlich einen unabhängigen jüdischen Staat zu gründen und den Überlebenden des Holocausts eine Heimat zu schaffen, akzeptierte die jüdische Bevölkerung den Plan. Die Araber lehnten den Plan dagegen ab, da sie die jüdische Präsenz in der Region als Provokation empfanden. Vor allem meinten sie, die UNO drücke ihnen ein Mandat auf, ohne ihre Interessen zu wahren. Sie lehnten in der Folge das Existenzrecht Israels ab, was bis zum heutigen Tag Folgen für die Region hat.
Da das britische Mandat für Palästina am 14. Mai 1948, einem Freitag, um Mitternacht enden sollte, versammelte sich der Jüdische Nationalrat im Stadtmuseum von Tel Aviv um 16 Uhr noch vor Sonnenuntergang und damit vor Beginn des Sabbat. Unter einem Porträt des Begründers der zionistischen Bewegung, Theodor Herzl, verkündete David Ben Gurion in der Unabhängigkeitserklärung „kraft des natürlichen und historischen Rechts des jüdischen Volkes und aufgrund des Beschlusses der UNO-Vollversammlung“ die Errichtung des Staates Israel. Elf Minuten später erkannten die Vereinigten Staaten von Amerika durch US-Präsident Harry S. Truman den neuen Staat an, die Sowjetunion folgte am 16. Mai.
Noch in der Gründungsnacht erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg und verursachten damit die Flucht und Vertreibung der arabischen Bevölkerung aus den nun Israel zugeteilten Gebieten
Es folgte der Israelische Unabhängigkeitskrieg (Erster Arabisch-Israelischer-Krieg), der von Mai 1948 bis Juli 1949 dauerte und der Israel gegenüber dem Teilungsplan erhebliche Gebietsgewinne – vor allem im westlichen Galiläa um Akko und im nördlichen Negev – brachte.
Und wie das so ist nach einem angezetteltem und verlorenen Krieg, the winner takes all. Das haben die Deutschen mit ihren Ostgebieten schmerzhaft zu spüren bekommen.
Links: http://israel.zdf.de/ZDFheute/inhalt/31/0,3672,722...
Hast Du schon mal die israelische Unabhängigkeitserklärung gelesen? http://www.hagalil.com/israel/independence/azmauth...
Die letzten Absätze dort sind interessant. Hat jemals ein islamischer Staat so etwas angeboten? Ich kenne keinen.
"Für einen beständigen Frieden und Sicherheit muss eine allgemeine Beteiligung aller Mitglieder auf gerechtem Wege gewährleistet werden. Wir müssen im wahrsten Sinne des Wortes eine gemeinsame Weltführung durchsetzen. Dafür müssen die Regeln des internationalen Rechts und Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit die Basis bilden. Jeder von uns muss eingestehen, dass es keinen anderen Weg gibt außer einer allgemeinen Beteiligung an der globalen Weltführung, um so die Missstände zu beseitigen und die Unterdrückung und Diskriminierung zu unterbinden. Darin liegt der einzige Weg zum Glück der menschlichen Gesellschaft und der unbestreitbaren und wirklichen Wahrheit. Wir sind uns alle dieser Tatsache bewusst, das reicht aber nicht aus, denn wir müssen daran glauben und uns dafür einsetzen."
Weißt du, ohne zu guuuugeln, wer das gesagt hat?
Als kleines Osterrätsel. :-)
Übrigens sind die Reden dieses Menschen, so man sich denn die Mühe macht sie zu lesen, wirklich erfrischend.
Und wem der nahe Osten letztendlich auch gehören mag. Haben wir Konsens, dass ohne Religion diese Brisanz niemals entstanden wäre?
Schön geschrieben oder kopiert Klaus..........
... aber das erkärt nicht warum ein Land mit nur 7,5 Millionen Einwohnern so reich, schwer bewaffnet ist, Atomwaffen besitzt und die Kontrolle über andere Länder anstrebt, sich selbst aber keiner Kontrolle unterzieht.
Es wächst stätig und schert sich einen Kram um Menschenrechte und benutzt Uranmunition. Ist das auch demokratisch abgesegnet ?? Etwa genauso wie man die deutsche Bevölkerung gefragt hat ob sie von ihren Steuergelden U-Boote für Israel bezahlen wollen ?
>>>> aber das erklärt nicht warum ein Land mit nur 7,5 Millionen Einwohnern
so reich, schwer bewaffnet ist, Atomwaffen besitzt und die Kontrolle über andere Länder anstrebt, sich selbst aber keiner Kontrolle unterzieht.
Es wächst stetig und schert sich einen Kram um Menschenrechte und benutzt Uranmunition. Ist das auch demokratisch abgesegnet ?? Etwa genauso wie man die deutsche Bevölkerung gefragt hat ob sie von ihren Steuergeldern U-Boote für Israel bezahlen wollen ? <<<<
Genau das ist die Frage, die Andreas hier stellt.
Außerdem wäre es manchmal besser, man würde sich über so ein Gedicht einfach nur seine eigenen Gedanken machen.
Doch wer ist es denn, der sich auf den Schlips getreten fühlt ?
Und die deutschen müssen sich ducken, und einfach alles Schlucken ? ? ?
Wenn wir Alle so dünnhäutig wären wie Israel gingen wir am Dienstag nicht mehr unserem Job nach, die"Prinzessin auf der Erbse" ist ein schönes Märchen.. es sollte Jeder lernfähig sein. Frohe Ostern!
Hallo Alfred,
das ist der Herr, der auch gesagt hat:„Wie ein Krebsgeschwür, das sich im Körper ausbreitet, infiziert dieses Regime (Israel) jede Region. Es muss aus dem Körper entfernt werden“.
Quelle: Die Welt
Oder:
„Iran glaubt: Wer für Menschlichkeit ist, muss auch für die Auslöschung des zionistischen Regimes (Israel) als ein Symbol der Unterdrückung und Diskriminierung sein. Iran verfolgt dieses Thema (die Zerstörung Israels) mit Entschiedenheit und wird niemals von diesem Standpunkt und seiner Politik abweichen.“
Quelle: Handelsblatt
Dieser Herr leidet offensichtlich an einer verbalen Diarrhö.
wenn, dann bitte die Originalzitate.
Was HB oder Welt, Bild oder RP abdrucken, gilt nicht.
OK, Original ist schwer, mein Zitat oben ist ja schon min. 2 mal übersetzt.
Aber die Presse formuliert gerne frei, das ist nicht hilfreich.
Aber Recht hat er.
Im Übrigen hat Israel den Iranern nur angedroht, entweder ihr hört auf an der Bombe zu bauen, schließlich hat der Iran den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet und muß Kontrollen zulassen, was sie aber nicht tun, oder wir sprengen eure Bombenfabrik in die Luft. Daraus abzuleiten Israel bedroht den Weltfrieden ist ja wohl mehr als schwachsinnig.
Israel hat das im Irak schon mal gemacht und, haltet euch fest, mit iranischer Unterstützung. Geht mal mit dem Suchbegriff "Osirak" bei Wikipedia rein.
Falls es auch noch um die Person Grass und deren Beitrag zur "Völkerverständigung" gehen sollte, nicht nur um die Lage im BRENNPUNKT Israel - Arabien (im wahrsten Sinne des Wortes) ,hier mein Kommentar zu folgendem Beitrag: http://www.lokalkompass.de/goch/politik/von-querge...
Nachtigall, ick hör dir trapsen,
seh Grass schon wieder höher wachsen.
Doch hätt der Nobel-Literat geschwiegen,
wär er der Philosoph geblieben,
für den ihn viele auch noch halten.
Vernunft läßt er jedoch nicht walten!
Könnte es sich hier evtl. um das letzte Aufbäumen eines alternden
Literaten handeln, dessen Versuche, sich auf fremdem Felde in einer ihm nicht heimischen Literatur eine Ernte einzufahren, eigentlich in einem ähnlichen Desaster enden müssen, wie er es für den Nahen Osten heraufbeschwört?
Hätte er noch einmal zu Blechtrommel gegriffen, hätte er sich nicht derart vergriffen. Oder wollte er nur einen Angriff eines anderen, alternden Literaturkritikschaffenden provozieren, um nicht allein auf bloßgestelltem Feld frieren zu müssen?
Si tacuisses.....
Natürlich hat Grass ein Recht darauf, seine Meinung zu publizieren, genauso wie wie wir das Recht darauf haben, den Sinn für diese Aktion in einer verlagsinitiierten Fremdsteuerung zu suchen, einzig dem Zweck dienend, eine alternde Pflanze noch einmal in den Fokus edler Lichtgestaltenzu stellen.
Oder hat er doch nicht so ganz unrecht? Iran baut ja keine Bunker zur Produktion dessen, was Israel angeblich zerstören soll? Nur angeblich agiert dann Israel nach alttestamentarischer Sitte, Auge um Auge, Zahn um Zahn, allerdings in verdrehter Reihenfolge.
Grass sollte nur nicht eines vergessen: AGITATOREN und POPULISTEN spielen auf beiden Seiten mit dem feuer und rufen Geister, die si später nicht mehr beherrschen können.
Angefangen hat noch keiner. Säbelrasseln gehört zum Klapperhandwerk. Die Nerven Verlieren aber auch!
Reisende soll man nicht aufhalten. ABER WAHNSINNIGE NICHT AUCH NOCH REIZEN!!!!!!!! Hier fehlt Grass das notwendige Quäntchen Augenmass!
AUGENMASS AUF ALLEN SEITEN WÄRE HIER WOHL EHER ANGEBRACHT,oder?
Literisch verpackte Agitation gehört m.E. von vornherein auf den Müllhaufen der Geschichte, auch die eines Nobelpreisträgers!
Ich möchte mich an dieser Stelle nicht mehr zu diesem Thema äußer, es wurde dazu bereits alles gesagt.
Ich möchte aber an dieser Stelle unserem Klaus Bethge herzlich zu seinen Kommentaren gratulieren. Ich habe hier im LK selten so kompetente und vor allem ojektive Äußerungen über ein so schwieriges Thema gelesen.
Wenn es mal einen Monatspreis für besonders gute Artikel gibt, schlage ich Klaus als Ersten vor.
Klaus Bethge machte mich darauf aufmerksam, dass Jens Fischers Wortwahl in der Diskussion nicht angemessen war. Darüber gibt es wohl keinen Zweifel. Nachstehend der offizielle Verwarnungstext ...
Achtung: Weitere Beiträge unter diesem Thread werden gelöscht, sollte die Diskussion nicht mehr unseren Leitlinien entsprechen. Laut unserer Vorgabe und unserem Lokalkompass-Verhaltenskodex soll lokalkompass.de von Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Offenheit und einem charmanten Umgang miteinander geprägt sein. Um diesen Anspruch einzulösen, ist jeder Lokalkompass-Nutzer gefordert, seine Veröffentlichungen (ob Beitrag oder Kommentar) auf diese Kriterien und die Wahrung des Lokalkompass-Verhaltenskodexes hin zu prüfen.
Entsteht auf Seiten der Betreiber das Gefühl, dass dies nicht mehr gegeben ist, schließen wir - nach Vorwarnung - zum Schutze der Nutzergemeinschaft das Forum an dieser Stelle. Wer durch sein Verhalten beständig das Schließen von Foren notwendig macht, der wird durch das Lokalkompass-Team gesperrt werden.
Ohne Zweifel ist die politische Führung des Iran absolut instabil und ein Unsicherheitsfaktor im Nahen Osten. Aber genauso unzweifelhaft ist die politische Führung in Israel völlig menschenverachtend allen anderen Volksgruppen gegenüber. Betrachtet man die Siedlungspolitik der Israelis, so wäre dies ein Anlass für die UN, sollte dies in anderen, sog. "Schurkenstaaten" passieren, dort sofort militärisch zu intervenieren und einen vorherigen Status Qou wieder herzustellen. Nicht jedoch in Israel, wehe, es wagt jemand sich zu erdreisten, Kritik zu üben. Der letzte Politiker, der das wagte, sprang auf einmal mit einem nicht funktionierenden Fallschirm aus einem Flugzeug. Und der dumme Deutsche? Der trägt ja immer noch schwer an der "Erbschuld", der darf sich erst recht nicht erdreisten, Israel zu kritisieren, denn dann ist er ein Antisemit. Was bitte hat Israelkritik mit Antisemitismus zu tun?
Günther Grass hat recht mit dem, was er schreibt, ihn nun durch den Schmutz zu ziehen, ist ihm unwürdig.
Ach so... und dem Herrn Grass heute vorzuwerfen, dass er mit 17 Jahren gegen Ende des Krieges der SS beigetreten ist, ist einfach beschämend. Ist schon klar, diejenigen, die ihm das heute vorwerfen, hätten sich natürlich einfach standrechtlich erschießen lassen, selbstverständlich!
Uuuhh mir dreht sich der Kopf ,nachdem ich die vielen Kommentare zu diesem sehr heiklen Thema gelesen habe.
Als erstes finde ich es sehr gut, wenn es noch Menschen mit Courage gibt, die ihre Meinung äußern ,obwohl sie mit Sicherheit wissen,das diese ein enormes Echo auslösen wird....und nicht immer nur Zuspruch erwirkt.
Doch nachdem ich das Gedicht gelesen habe,über das soviele Menschen entsetzt sind,konnte ich aus meiner menschlichen Sichtweise nur eins erlesen.
Herr Grass will mahnen und hat wohl nicht mehr viel Zeit dazu.
Ob er nun Recht hat oder nicht...
Er macht sich Sorgen um den Weltfrieden.
Und dies doch berechtigt.
Oder?
Ich lebe in einem deutschen Stadtteil in dem viele Palästinenser leben.
Menschen wie du und ich .
Und um diese geht es mir.
Um Menschen.
Als ich nämlich vor Jahren, in einer Dokumentation sehen musste ,wie Israel ,Kinder Frauen hinter Gitterzäunen,mit kahlgeschorenen Köpfen ,ausgemergelt und wie Vieh zusammen gefercht hatte,sah ich den Holocaust nochmal.
Entsetzlich.
Was haben die Juden also vom Leid des eigenem Volk gelernt?
Wie können sie Menschenrechte dermaßen weiter verletzen ?
Heute schreiben wir das Jahr 2o12 und die Menschheit ist in Sachen Weltfrieden kaum weiter gekommen.
Da kommt für mich jede menschliche Regung und sei es nur in einem Gedicht
genau richtig.
Denn egal wo auf dieser Welt .
Es wird wieder gerne und zuviel weggeschaut.
Doch Menschen wollen friedlich miteinander leben.
Aber Regime rüsten auf und sind wohl bereit.
Das wir alle gegen Atombomben sind ,keine Frage.
Doch wenn einer es öffentlich ,vielleicht etwas zu grass äußert ,wird er des Landes verwiesen.
Wenn Jerusalem nichts zu verbergen hat.....
Warum dann so ein Geschrei?
Hätten mehr Menschen im 2.Weltkrieg aufgeschrien ,hätten vielleicht mehr Menschen diesen sinnlosen Holocaust überlebt.
Und nun sagt ein alter Mann was er denkt ,will aufmeksam machen und wird überhört und falschverstanden.
Das Herr Grass selbst in der SS war ,ist mehr ein Grund aufmerksam zu zuhören,denn er hat das LEID selbst erlebt und gesehen.
Für mich mehr ein Grund dafür ,dieses Gedicht nochmal und nochmal zu lesen.
Denn es soll eine Mahnung sein .
Vor den Menschen ,die Menschen diskriminieren ,demütigen,mißhandeln und töten.
"Hallo Alfred,
das ist der Herr, der auch gesagt hat:„Wie ein Krebsgeschwür, das sich im Körper ausbreitet, infiziert dieses Regime (Israel) jede Region. Es muss aus dem Körper entfernt werden“.
Quelle: Die Welt
Oder:
„Iran glaubt: Wer für Menschlichkeit ist, muss auch für die Auslöschung des zionistischen Regimes (Israel) als ein Symbol der Unterdrückung und Diskriminierung sein. Iran verfolgt dieses Thema (die Zerstörung Israels) mit Entschiedenheit und wird niemals von diesem Standpunkt und seiner Politik abweichen.“
Quelle: Handelsblatt
Dieser Herr leidet offensichtlich an einer verbalen Diarrhö.
Fröhliche Ostern "
Nur das der Iran NICHT vorsichtshalber Familienmitglieder (auch Frauen und Kinder) von Attentätern töten läßt, mit Uran-Munition schießt und sein Land vergrößert...
Achja..... und seit Jahren Atomwaffen hat...
Interessant und auch teilweise richtig. Es gibt immer einige die ihre eigene Macht nutzen, ausbauen und vergrößern wollen.
Aber eine wichtige Frage ist doch : " Was macht man als Palästinenser wenn Strom, Brot und Wasser knapp wird, man eventuell sogar Angehörige verloren hat und nicht aus dem Gebiet rauskommt?"
Wundert es da das PLO ect. neue Gefolgschaften bilden können ???
Und...
schonmal verfolgt wie hoch die Zahlen der Toten und Verletzen auf beiden Seiten aussehen ? Die Raketen die die Hamas rüberschießt haben kaum Wirkung, ganz anders aber die mititärischen PRÄVENTIV - Schläge der Israelis....
Wer interessiert sich denn heute wirklich noch dafür, was ein alter Schriftsteller wie Herr Grass denkt oder sagt?! Ich werde ihm nichts in den Weg legen, die Übersiedlung in sein "Traumland" Iran vorzunehmen.
Die Auesserungen von G.G. als antisemitisch zu werten ist gewiss uebersteigert. Ich zaehle ihn zwar nicht zu meinen Lieblingsautoren, doch wenn er tatsaechlich solche Stroemungen des oefteren zu erkennen gegeben haette waere er schon laengst von der Bildflaeche verschwunden. Da gibts Null-Toleranz in einer breiten Oeffentlichkeit.
Liebe Leute - lasst Euch nicht von GG kirre machen. Er will doch nur die Verkaufszahlen seiner bevorstehenden Veröffentlichung nach oben schrauben. Alles andere geht GG doch am "A...." vorbei. Und im übrigen haben die Israelis eine über 60-jährige Erfahrung im Anklagen und Beleidigtsein. Es wird Zeit das ein Generationswechsel in der israelischen Politik stattfindet, so dass Palästina endlich eine Chance erhält eine echte Existenz zu festigen.
Lieber Christian,
könnte es sein, um bei deinem Wotschatz zu bleiben, dass einem Herrn Grass in seinem Alter die Verkaufszahlen vollkommen sch...egal sind, er uns aber einfach nur was sagen will? Ich meine sowas in Richtung Nachdenken....
Liebe Gisela,
nicht nur bei uns in Deutschland gibt es volksverhetzende Schmierblätter, die gibt es auch in anderen Staaten. Leider war es ein Deutscher, der bewiesen hat, wie viel man mit Propaganda bewirken kann, er wurde sogar der Minister dieses Ressorts.
Gruß
Holger
Es ist schon seltsam, dass man in so ziemlich alle Richtungen mehr oder weniger ohne Folgen "ablästern" darf. Ein Wort gegen Israel aber führt sofort dazu, dass man in die "Naziecke" gestellt wird. Man sticht in ein Wespennest und tritt eine Lawine der emotional geladenen Diskussion aus. Unter Christen, Islamisten, Juden und wen auch sonst noch, wird man immer auch "schlechte Menschen" treffen....und das darf man auch sagen - unabhängig ob man nun die Äußerungen von Grass befürwortet, oder ablehnt. Es gibt in dieser Welt kein vorbildliches Volk, ganz frei von Hass und Gewalt und die politische Vergangenheit von Israel ist auch nicht unbefleckt. Ein Jude sagte mal: "Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!"
Was ich mir wünsche würde - und hier kann auch der lokalkompass dazu beitragen - ist eine "Sparte" ( online oder Printmedien) die immer wieder revue passieren lässt was Parteien,Staaten oder Personen damals getan und / oder gesagt haben.
Mir scheint es wird zuviel vergessen....
Des weiteren eine Pro - und Contra Berichterstattung die Einblicke beider Seiten ermöglicht. Gerade das gibt es viel zu selten bis gar nicht....
Jetzt spitzt sich die Lage zu. Folgenden Beitrag habe ich gerade im Netzt gefunden.
Der schweizerisch-deutsche Krieg - Eine Vorschau
Nach der Osterkrise eskaliert der Krieg zwischen Deutschland und der Schweiz um die gestohlenen Steuersünder-CDs auf vorhersehbare Weise. Es wird Ernst, als drei deutsche Steuerfahnder in Zürich verhaftet werden. Die Steuerfahnder wollten wissen, ob die Haftbefehle gegen sie vollstreckt würden und fuhren über die Grenze. Sie werden zu ihrer Überraschung tatsächlich ins Gefängnis gesteckt. Die deutsche Regierung beschließt, mit einer Kommando-Aktion der GSG 9 die Inhaftierten zu befreien und nach Deutschland zurück zu bringen. Dies gelingt, allerdings nur vorübergehend. Ein gegnerisches Geheimkommando holt wenig später die drei Beamten in einer spektakulären Helikopter-Aktion wieder zurück in das Züricher Gefängnis. Damit nicht genug: Bei dieser Aktion gelingt es dem Kommando auch, die umkämpften CDs zu finden, sicherzustellen und zurück in die Schweiz zu schaffen. Diese Aktion wird so perfekt durchgeführt, dass sofort das Gerücht aufkommt, sie sei in Wahrheit vom Mossad ausgeführt worden. Günter Grass schreibt ein Gedicht, in dem er Israel davor warnt, das Volk der Steuerfahnder auszulöschen. Beide Seiten klagen nun vor dem Europäischen Gerichtshof. Es kommt zu einem Vergleich: Deutschland erhält die drei Finanzbeamten und die CDs zurück, im Gegenzug geht die Stadt Konstanz an die Schweiz. Berlin stimmt dem Kompromiss scheinbar zu, lässt aber, kaum dass die Finanzbeamten und die CDs wieder in Düsseldorf sind, die Stadt am Bodensee von einem Trupp bayrischer Gebirgsjäger besetzen. Mit dem Ruf “Konstanz auf ewig deutsch!” holen sie die verblüfften Konstanzer zurück nach Deutschland. Die Schweiz leiht sich gegen eine großzügige Schwarzgeldspende vom Vatikan die Schweizer Garde aus, um mit ihrer Hilfe das ihr richterlich zugesagte Territorium den Deutschen wieder zu entreißen. Die Garde zieht ins Gefecht, stellt aber fest, dass ihre Uniformen für einen solchen Einsatz nicht geeignet sind. Die Gebirgsjäger bringen es nicht über sich, die Gardisten ihres bayerischen Papstes anzugreifen. Nach schweren Gesichtsverlusten auf beiden Seiten kommt es zum Waffenstillstand, dann zum Friedensvertrag. Darin wird Konstanz zum Steuerparadies erklärt, in dem Deutsche und Schweizer ihr Geld zu einem von der FDP festzulegenden Niedrigsteuersatz deponieren können. Damit ist scheinbar wieder Frieden hergestellt. Bis den deutschen Behörden mehrere CDs mit Informationen über Schwarzgeldkonten auf den Kanalinseln zugespielt werden. Deutschland greift zu. Die Kanalinseln erlassen darauf hin ein Einreiseverbot für Günter Grass. Liechtenstein und Luxemburg erklären sich mit den Kanalinseln solidarisch. Die Schweiz kündigt den Konstanzer Frieden. Deutschland sieht sich von Feinden umzingelt. Der zweite CD-Krieg scheint unabwendbar. Günter Grass warnt Liechtenstein davor, das deutsche Volk auszulöschen. Heiner Geißler wird in letzter Minute als Schlichter berufen. Er schlägt vor, dass alle Kampfparteien je 100 Billionen Euro in den Rettungsschirm für Griechenland einzahlen. Alle stimmen sogleich zu. Der Friede ist wiederhergestellt.
Autor: Rainer Bonhorst
@Peter Mohr: ich habe grundsätzlich Respekt vor Autoren. trotzdem muss ich nicht das komplette Lebenswerk von Gunter Grass studiert haben, um zu einem einzelnen Werk eine persönliche Meinung zu haben. ich persönlich finds vollkommen ok, wenn jemand sagt "Israel ist AUCH gefährlich". aber was der werte Herr Grass da als Gedicht unter die Leute bringt, ist meines Erachtens nicht mehr als ein streitbarer Leitartikel. Kennzeichen eines Literatur-Nobelpreis-Trägers ist doch normalerweise, mit den besten, schönsten, klarsten Worten etwas Bewegendes, Konstruktives, Relevantes beizutragen. Diese Anforderungen erfüllt Grass diesmal nicht, finde ich.
@Lothar Dierkes: danke für Dein Gedicht zu dieser Diskussion !!
Lieber Herr Bethge,
Sie schreiben der Text war schwer zu lesen....oder zu verstehen?
Nach ihren ganzen Kommentaren hätte ich gedacht ,das sie ihn aber doch im Kern verstanden haben.
Ansonsten bringen ja auch die ganzen Kommentare nichts.
Und auch wenn hier im LoKo politisch gut aufgeklärt wird ,kommt es mir wieder mal wie Hetze vor.
Ein kleine Gedicht ,was die Sorgen um den Weltfrieden ausdrückt, wird
ausgeschlachtet und der Dichter direkt mit.
Nur gut das wir nicht in die Zukunft schauen können.
Vielleicht wird dieses Gedicht ja in 1oo Jahren nochmal gelesen.
Und dann haben es die Menschen vielleicht verstanden...
speziell die Meldung, Grass würde das Gedicht so nicht noch einmal veröffentlichen, erweckte in mir den Eindruck: "Mist. Schnellschuss. Dumm gelaufen". Aber vielleicht, da gebe ich Ilona Recht, steht sein Gedicht in 100 Jahren ja doch noch in einem ganz anderen Licht.
Ich wollte sie keineswegs "angreifen "....
Ich habe alle ihre interessanten Kommentare gelesen und auch die der anderen User.
Trotzdem können wir uns hier in Europa kein eindeutiges Bild machen.
Meine arabischen Freunde und Bekannte berichten natürlich wieder ganz anders
Ich finde gut das Herr Grass sich einmischt.
Denn wo immer Menscherechte verletzt werden ,sollte reagiert werden.
Ich hatte dieses Jahr vor ins "Heilige Land"zu fliegen.
Doch diese Reise werde ich wohl überdenken müssen.....
Schade.
> Ich hatte dieses Jahr vor ins "Heilige Land"zu fliegen.
> Doch diese Reise werde ich wohl überdenken müssen....
Warum?
Solange Israel nicht den Iran bombadiert, erwarte ich vorerst keine Zuspitzung der dortigen Sicherheitslage. Und normalerweise ist die Situtation weitaus entspannter als man aufgrund der Medienberichte erwarten könnte.
Aus meiner Sicht gibt's kaum etwas Besseres als sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen. Beinahe jeder, der dabei auch die Palästinensergebiete und das dortige Verhalten Israels kennenlernte, betrachtet danach die hiesige Medienberichterstattung und das Agieren Deutschlands kritischer als zuvor.
(Wenn es ein Promi ist, der Offensichtliches ausspricht, kommt halt die üblichen Einschüchterungsversuche. Zuletzt bei Gabriel (SPD). Nebenbei: Natürlich praktiziert Israel eine Form der Apartheid dort.)
Bitte nicht nur der Bethlehem-Blitzbesuch, der von "angepassten" Reiseveranstaltern pro forma absolviert wird. Das ermöglicht keinerlei ernsthaften Einblick in die dortige Realität.
Ohnehin haben es Reisende, die (auch) die Palästinensergebiete besuchen wollen, bei der Einreise nach Israel nicht immer leicht. Da kann es diverse Schikanen etc. geben. Da ist's in der Gruppe meist unproblematischer.
Es gibt aber auch Araber, die sich genau wie alle hier im LoKo , auch Gedanken über die Friedenspolitik in ihren Länder machen.
Denn dort leben schließlich ihre Familien und Angehörige .
Das eben nicht alle Araber Terroristen sind ,da sind wir uns doch auch einig.
Doch wie bitten können wir als Europäer mitwirken ,damit Menschenrechte auch in den Arabischen Länder eingehalten werden,wenn man hier schon Vorurteile hat.
Gehts das überhaupt?
Wieso bekommen nicht alle Staaten die gleichen Auflagen für Atombomben ect......
Sicher weil der eine Machthaber radikaler ist als der andere.
Deshalb muss darüber gesprochen werden.
Und da gebe ich Herrn Grass Recht.
Wenn Israel nichts zu verstecken hat,warum darf GG dann nicht mehr einreisen?
Versteh ich nicht.
Wer die "Wahrheit "sagt ,ist wohl heute nirgendwo mehr gern gesehen.....
Wenn Sie ,lieber Herr Bethge ,so orientiert sind, könnten sie ja jetzt auch das Schlußwort übernehmen und mir bitte sagen wie dieser Konflikt überhaupt gelöst werden kann ,ohne das wieder unschuldige Menschen sterben müssen.
Denn das ist auch die Sorge von GG.
Sehr geehrter Herr Derksen,
Danke für ihre nette Info....
Es handelt sich um eine biblische Reise.
Aber bis September ist noch Zeit.
Schlimm das die Berichterstattungen manchmal auch nur auf Sensationen aus sind.Ich möchte schon informiert werden.
Doch oftmals wird alles noch aufgepuschter als es in Wahrheit ist.
Und diese Nachrichten färben sich dann auch auf die Meinungen der Bürger hier zu Lande ab.
Und das ist sicher nicht hilfreich um Konflikte friedlich zu lösen oder Vorurteile abzubauen.
Früher haben Reporter nicht genau mit der Kamera getöteten Menschen abgelichtet.Heute wird alles gefilmt.
Ohne Hemmungen...
Doch das Elend ist sicher groß in solchen Gebieten .
Ob wir fliegen ist abzuwarten.
Ich möchte gerne ins "Heilige Land" und versteh bis heute nicht ,das dort ,
Gottes Gebote immer noch nicht ganz verstanden und umgesetzt wurden.
Warum kann Israel den Palälstinesern denn nicht ihre Autonomie zurückgeben?
Und warum wird gerade in solchen gläubigen Ländern soviel getötet?
Die Frage kann uns wohl nur GOTT /Allah allein beantworten.
Sie fragen warum darf Herr Grass nicht in Israel einreisen darf. Sie wissen es offensichtlich nicht, aber der souveräne Staat Israel hat nun mal festgelegt, daß alle Personen, die die das Naziregime direkt oder indirekt unterstützt haben, und dazu gehören zweifellos die ehemaligen Mitglieder der Waffen-SS, grundsätzlich keine Einreisegenehmigung nach Israel erhalten. Das ist das Recht eines jeden Staates und dieses "persona non grata" wird ständig irgendwo auf der Welt angewandt
Danke Herr Bethge für ihre ausführlichen Kommentare.
Ja nun bin ich wieder ein Stück schlauer in Sachen Israel und Palästina.
Kann man nur hoffen das es in den Regionen bald wieder ruhiger wird.
@Ilona Silipo
> Es handelt sich um eine biblische Reise. >
Der (logistische) Veranstalter ist "Biblisches Reisen". Ich habe mit denen mal eine Begegnungsreise nach Israel und Palästina gemacht. War sehr gut, es ging weniger um "Biblisches".
Die genannte Reise wird inhaltlich von der taz organisiert. Für vorrangig an Biblischem interessierte Menschen dürfte es weniger geeignet sein. http://www.taz.de/4/taz-reisen/taz-reisen-2012/
> Warum kann Israel den Palälstinesern denn nicht ihre Autonomie zurückgeben? >
Aus Sicht mancher Israelis gibt es ja keine "Palästinenser". Und somit hatten sie nie "Autonomie". Man sieht sie eher als Araber. Und sieht die Verantwortung für die Einbindung in Staaten eher bei den anderen arabischen Staaten.
Offizielle Begründung für alle Maßnahmen ist die Gewährleistung einer möglichst hohen Sicherheit für Israelis. Aber auch der politische Einfluss derer, die aus religiösen Ansichten das Westjordanland langfristig als Teil Israels sehen, ist immens.
Also: Ernsthafte Autonomie für die Palästinensergebiete (in den UNO-Grenzen) dürfte einen Bürgerkrieg in Israel auslösen. Da Israel eine Demokratie ist, kann keine Regierung derartige Zugeständnisse machen.
Wenn, so müssten sie von außen aufgezwungen werden. Aufgrund der Geschichte will man aber aus nachvollziehbaren Gründen nie mehr dem Willen anderer ausgesetzt sein.
Kurzzeitig dachte ich, Obama wollte eine Lösung anstoßen. Aufgrund des zwar rückläufigen, aber immer noch immensen, Einflusses der proisraelischen Lobbygruppen (jüdische und christliche) auf die US-Politik hat er es vollständig aufgegeben. Erst recht im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen würde ein ernsthafter Friedensversuch eine (Wieder-)Wahl unmöglich machen. (Mal abgesehen von der fehlenden Unabhängigkeit der meisten Mitglieder in Senat und Repräsentantenhaus beim Thema.)
Andere ernsthaft handlungsfähige Akteure beim Thema existieren nicht. (Auf EU-Ebene blockiert im Zweifel Deutschland hinter den Kulissen "bei Bedarf". Aus falsch verstandener historischer Verantwortung.)
Nach ihren aufschlußreichen Kommentaren könnten wir hier endlos weiter diskutieren.
Ich stehe zur Zeit in einem Gewissenskonflikt.
Herr Grass darf nicht mehr nach Israel einreisen.
Und ich weiß ehrlich nicht ,ob ich dieses Land Israel,das für sich selbst die "höchste Sicherheitgewährleistung fordert" ,dafür aber andere Menschen weiter unterdrückt,ob ich dieses Land wirklich noch kennenlernen möchte.
Denn die Menschenrechte sollten doch für alle Menschen auf dieser Erde gewährleistet sein..
..und was hat JESUS dazu gesagt?
"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst"
Das dies garnicht so einfach ist,das wissen wir alle aus eigenen Erfahrungen.
Doch schön wäre es doch,wenn sich die Menschen in den "Heiligen Ländern" wieder darauf besinnen würden......
Denn dieses Gebot steht ,glaube ich, auch im Koran.
@Ilona Silipo
Nun, die von mir empfohlene Reise dürfte vom offiziellen Israel eher nicht als Unterstützung verstanden werden. ;-)
Vgl. z.B. die Schikanierung einer mitreisenden Journalistin bei der Einreise bei einer vorherigen Biblisches Reisen/taz-Reise: http://blogs.taz.de/reportvorort/2008/10/20/der_ta...
Israel , das Heilige Land ,
ist der Welt zehnt-größter Waffenlieferant .
Die Politiker dieses Landes sind die Erbauer
einer 750km langen und 7,50m hohen Mauer ,
hinter der Menschen leben müssen auf entsetzliche Art und Weise . -
Das Echo darauf war von der Welt erschreckend leise .
Auch das zig Atomwaffen lagern in diesem Land ,
ist allen Politikern der Welt und vielen Menschen bekannt .
Damals , im 60 Tage Angriffskrieg
war Israel beschieden der Sieg .
Bis heute fliegen im Nahen Osten die Fetzen -
Israelis und Palistinenser gegeneinander hetzen .
Israelische Siedler lassen es bis heute nicht bleiben ,
ihre (ich nenne sie so) Landräuber-Politik zu betreiben .
Inzwischen wurde dem Heiligen Land von Ahmadinedschad mit Vernichtung gedroht
-ein Mann ,offensichtlich durch und durch verroht .
Er will angeblich die Atomkraft nur friedlich nutzen -
was fraglich erscheint - drum will man den Iran mit Sanktionen stutzen .
Netanjahu ist heiß darauf , den Iran anzugreifen ,
und Obama hat Mühe , ihn zurück zu pfeifen .
Ob das auf Dauer gelingt - ich weiß es nicht ,
ich hoffe nur , dass im Nahen Osten kein Krieg ausbricht !
Aus meiner Sicht hab' ich hier mal ein paar Fakten gecheckt
und vermute , ich bin bei manch Einem angeeckt .
Aber so ist das nun mal mit der Meinungsfreiheit .
Wär ' ich zur Kritik z.B. an kongolesischer Politik bereit ,
würd' mich wohl niemand als Rassist beschimpfen ,
und ich lasse mir deshalb absolut nicht einimpfen ,
ich sei wegen meiner Zeilen hier antisemitisch eingestellt -
wenn das jemand glaubt , dann hat er halt eine andere Meinung zur Welt .
PHILLIPE GIGANTES schrieb schon 2004 in seinem Buch
"Eine kurze Geschichte derWelt"....Alles was man wissen muss.
Wie kann eine für die Juden akzeptable,gerechte Lösung aussehen,die den Palästinensern gegenüber nicht gerecht ist?
Oder umgekehrt:
Wie kann eine Lösung für die Palästinensern akzeptable Lösung aussehen,die den Juden gegenüber nicht gerecht ist?
"Akzeptabel"bezieht sich auf den religiösen Aspekt dieser schwierigen Frage.
Denn sowohl Muslime als auch Juden sind bereit,ihr Leben für ein winziges Stück von Jerusalem zu opfern,das den Eiferern beider Religionen als Allerheiligstes gilt.Dies ist das Haupthindernis für den Frieden in Palästina.
Und da können wir in Europa noch so viel diskutieren.
Denn wenn Juden und Muslime sich nicht auf einer gleicher menschlichen Ebene begegnen ,dann wird es wohl nie zu einem Frieden der Kulturen kommen.
ich habe mir einigen Tagen dieses Buch bestellt und gestern erhalten http://www.amazon.de/Die-Angst-vor-dem-Frieden/dp/...
Ich habe erst ein paar Seiten gelesen und ich glaube viele Antworten auf Deine Fragen wirst Du in diesem Buch finden.
Zitat:
"Wozu das? Wenn ich Informationen brauche finde ich die im Internet "
Weil nicht jeder Internet hat und auch wenn anscheinend viele sehr schnell vergessen
oder nur einseitig nachlesen. Du scheinst auch einer davon zu sein ;-)
Welche gleiche Ebene ? Wie soll das geschehen wenn Israel sich keiner Kontrolle unterzieht, Menschenrechte mißachtet und sich einfach immer mehr ausbreitet ?
Die Palästinenser haben kein Land, keine Institution die für sie spricht. Oder diese haben zumindest nicht genug Einfluss um etwas zu ändern zu können.
Lieber Herr Fimmel da haben sie Recht.
Habe mich vielleicht falsch ausgedrückt..
Aber wenn es nicht über die menschliche Ebene geht,das heißt für mich, alle Möglichkeiten des gemeinsamen Gespächs /Verhandlungen ausschöpfen ,um nicht wieder Bomben sprechen zu lassen.....
Deshalb hat für mich das Gedicht von Herrn Grass doch nur das ausgesagt,was gerne weiterhin verschwiegen werden sollte.
Israel mißachtet die Menschenrechte ...
Für mich handelt Israel natürlich auch gegen alle Regel wenn es keine Kontrollen zulässt.
Und die Welt sieht zu...
Niemand traut sich so richtig an dieses Thema ran. Politiker resignieren oder
verharmlosen oder verdrehen .
Auch ich bin gespannt wie es weiter geht.
Hoffe aber sehr das sich die Lage wieder entspannt .....
Doch wenn Israel nicht nur von Herrn Grass ein kleines Feedback bekommen hätte ,sondern von wirklich einflussreicheren Menschenrechtlern,dann sehe die Sache schon anders aus.
So wie sie es schon geäußert haben...
Doch wo sind diese mutigen "Staatsherren" die sich für den Frieden und die Menschenrechte einsetzen sollten?
Es ist einfach eine zu brisante Angelegenheit und ich denke alle Betroffenen haben große Angst falsch zu reagieren.
Für mich ist und bleibt es unbegreiflich ,das Palästina immer noch kein Land hat,immer noch abhängig ist und unterdrückt wird ...
Denn auch unsere Familien wurden jahrelang unterdrückt .
Mauern und Grenzen haben uns getrennt.
Und wer die Freiheit wollte, wurde getötet.
Eigentlich müssten wir doch mehr Verständnis für die Palästinenzer haben.
Denn auch sie wollen nur frei und unabhängig sein.
Ob irgendwann dort auch die Mauern fallen....??????
Liebe Frau Krüger,
Ihre tiefsitzende Abneigungen gegen den jüdischen Staat ist nicht zu übersehen und Ihren Standpunkt kann man nur noch mit faktenresistent bezeichnen. Deshalb extra für Sie ein paar derselben.
Bereits zu den letzten gescheiterten Friedensgesprächen im Januar hatte Netanyahu weitreichende Angebote gemacht, die von der palästinensischen Seite abgelehnt wurden. Laut eines Berichts der israelischen Zeitung Haaretz Mitte Februar bot Netanyahus Verhandlungsführer Yithzak Molcho einen Rückzug Israels aus knapp 90 Prozent der Westbank an und einen zukünftigen Grenzverlauf, der sich mehr oder weniger am Verlauf des Sicherheitszauns – also der sogenannten „Grünen Linie“ – orientieren sollte. Der palästinensische Unterhändler Saeb Erekat hielt es daraufhin noch nicht einmal für nötig, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, um Details zu klären. Stattdessen verkündete er, dass Verhandlungen keinen Sinn ergeben würden, solange Israel keinen vollständigen Siedlungsbaustopp anbiete.
Am Donnerstag dieser Woche wurde dann bekannt, dass Netanyahu ein Schreiben an den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas senden wird, in dem der israelische Regierungschef seine Vorstellungen für Friedensverhandlungen auflisten wird. Außer die bekannten Sicherheitsbedenken, Kontrolle über das Jordantal und eine Demilitarisierung des zukünftigen Palästinas, wurde berichtet, dass Netanyahu darin auf eine Vorbedingung verzichten will, die für ihn bis jetzt von fundamentaler Bedeutung war. In den letzten Jahren hatte er von der palästinensischen Führung immer gefordert, dass diese Israel als einen jüdischen Staat anerkennen müsse, bevor man über alles weitere sprechen könne.
Und diese Forderung sollte keineswegs ein besonderes Hindernis darstellen, hieß es ja bereits im sogenannten UN-Teilungsplan von 1947, dass neben einem arabischen ein „jüdischer Staat“ entstehen soll. Doch Abbas scheut diese Terminologie wie der Teufel das Weihwasser. Aus seiner Position heraus verständlich, würde er damit ja anerkennen müssen, dass Israel nie wieder Teil eines arabischen Palästinas werden könnte. Diese Weigerung lässt sich also nur so erklären, dass er insgeheim immer noch die Hoffnung hegt, Israels Verfasstheit als ein dezidiert jüdischer Staat langfristig – durch demographische Faktoren oder eventuell eine zukünftige militärische Niederlage – zu ändern. Aus diesem Grund war Netanyahus Bedingung, zunächst Anerkennung des jüdischen Charakters Israels, dann Verhandlungen, durchaus nachvollziehbar, denn sie berührt den Kern des arabisch-israelischen Konflikts. Letztlich geht es darum, die Existenz einer jüdischen Heimstätte zu sichern. Doch genau dagegen sträuben sich die arabischen Staaten seit mindestens 64 Jahren.
Dessen ungeachtet will Netanyahu ein Verzicht auf diese Forderung anbieten, um Abbas die Rückkehr an den Verhandlungstisch zu erleichtern, und gleichzeitig zu signalisieren, dass es Israel mit Friedensgesprächen wirklich ernst ist. Auch verzichtete der israelische Premierminister damit auf jegliche Vorbedingungen für den Beginn von direkten Gesprächen über einen zukünftigen Frieden.
Doch über diesen Schritt erfuhr man nichts in deutschen Medien, die sich in schöner Regelmäßigkeit über die angebliche Kompromissunfähigkeit der israelischen Regierung echauffieren.
Ebenfalls verschwiegen wurde der deutschen Öffentlichkeit die umgehende palästinensische Antwort auf die ausgestreckte israelische Hand. Sofort nach Bekanntwerden des Angebots Netanyahus machte die palästinensische Führung deutlich, dass dieses für sie kein Zugeständnis bedeute. Anders als Netanyahu mag Mahmoud Abbas, der seit 2009 nicht mehr legitimer Präsident der Palästinenser ist, nicht auf Vorbedingungen verzichten. Er ließ deshalb von seinen Sprechern verkünden, dass es zu Friedensgesprächen nur kommen könne, wenn Israel unmittelbar einen vollständigen Stopp aller Siedlungsbauaktivitäten umsetze.
Diese Haltung ist weder konsistent noch nachvollziehbar, wie der israelisch-arabische Journalist Khaled Abu Toameh in einem Artikel hervorhob. In den letzten 20 Jahren, so Abu Toameh, war der israelische Siedlungsbau nie ein Hindernis für Friedensgespräche oder für israelisch-palästinensische Sicherheitskooperationen. Jassir Arafat und Mahmoud Abbas saßen mit Israel an einem Tisch, obwohl in Ost-Jerusalem und in der Westbank von Israel gebaut wurde. Erst seit Barack Obama in seiner Kairoer Rede die israelischen Siedlungen in der Westbank zum einzigen Friedenshindernis im Nahen Osten erhoben hat, ist ein vollständiger Siedlungsbaustopp zu einer Obsession palästinensischer und europäischer Politiker geworden. Interessant ist dabei aber, dass andererseits das zehnmonatige Siedlungsbaumoratorium in 2009 von den Palästinensern erst nach 9 Monaten und aufgrund massiven Drucks aus den USA für halbherzige Friedensgespräche genutzt wurde, um diese nach Ablauf des Baustopps sofort scheitern zu lassen.
Dies zeigt, dass es eigentlich nicht darum geht, ob ein Dachziegel in der israelischen Siedlung Ariel ausgetauscht oder ein Zebrastreifen in Ost-Jerusalem gemalt wird. Es geht um Grundsätzlicheres, es geht darum, dass Israel in eine Demutshaltung gezwungen werden soll, aus der heraus es um einen Frieden betteln muss, der dann von denjenigen diktiert wird, die unteranderem 1948, 1967 und 1973 am Krieg gegen Israel beteiligt waren und diesen jedes Mal verloren haben.
Wie einst für Arafat, so sind auch für Abbas keine israelischen Konzessionen ausreichend. Israel kann wie Ehud Barak im Jahr 2000 anbieten, Jerusalem zu teilen, oder wie Olmert in 2008, nahezu 100 Prozent der Westbank, oder wie eben jetzt Netanyahu, Friedensgespräche ohne Vorbedingungen; die palästinensische Antwort bleibt seit 64 Jahren dieselbe: Nein!
ich weiß nicht woher Sie Ihre Informationen und Zahlen beziehen. Aber mir scheinen Ihre Quellen nicht sehr zuverlässig zu sein. Ca. 4 Millionen Flüchtlinge, wow, eine gewaltige Zahl, aber stimmt sie auch?
Die UN hat extra für die palästinensischen Flüchtlinge ein Hilfswerk gegründet. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (engl.:United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East, kurz UNRWA) ist ein temporäres Hilfsprogramm der Vereinten Nationen (UN), das seit seiner Gründung 1949 regelmäßig um drei Jahre verlängert wurde (zuletzt bis zum 30. Juni 2008). Sie leistet seitdem Unterstützung bei der Befriedigung der Grundbedürfnisse von mittlerweile rund 4,6 Millionen Menschen. Diese Zahl setzt sich zusammen aus den 914.000 ursprünglichen Flüchtlingen von 1950 und deren Nachkommen.
Von 914.000 auf 4,6 Millionen in nur 60 Jahren! Wenn die Palästinenser sich wie die Karnickel vermehren kann man das wohl schwerlich Israel anlasten.
Nun zum Westjordanland. Dieses Gebiet gehörte bis zum Ende des ersten Weltkrieges zum Osmanischen Reich. Danach stand es unter Verwaltung der Briten. Am 29. November 1947 stimmte die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit für den UN-Teilungsplan für Palästina, der das Gebiet in einen jüdischen und einen arabischen Staat einteilte.
Die Araber lehnten den Plan dagegen ab, da sie die jüdische Präsenz in der Region als Provokation empfanden. Vor allem meinten sie, die UNO drücke ihnen ein Mandat auf, ohne ihre Interessen zu wahren. Sie lehnten in der Folge das Existenzrecht Israels ab, was bis zum heutigen Tag Folgen für die Region hat.
Da das britische Mandat für Palästina am 14. Mai 1948, einem Freitag, um Mitternacht enden sollte, versammelte sich der Jüdische Nationalrat im Stadtmuseum von Tel Aviv um 16 Uhr und verkündigte die Errichtung des Staates Israel.
Noch in der Gründungsnacht erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg. Es folgte der Israelische Unabhängigkeitskrieg (Erster Arabisch-Israelischer-Krieg), der von Mai 1948 bis Juli 1949 dauerte und der Israel gegenüber dem Teilungsplan erhebliche Gebietsgewinne brachte. 1949 wurde mit den arabischen Angreifern jeweils ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Der Irak zog sich ohne ein solches Abkommen aus dem Westjordanland zurück. Die nach dem Teilungsplan für die Palästinenser vorgesehenen Gebiete gelangten unter jordanische (Westjordanland einschließlich Ostjerusalem) beziehungsweise ägyptische Verwaltung (Gazastreifen). Die oben erwähnten palästinensischen Flüchtlinge wurden zum Teil vertrieben aber der größere Teil zog in die vermeintlichen Siegerländer und hatten danach aufs falsche Pferd gesetzt. Da die Araber die Nase noch nicht voll hatten begannen sie den nächsten Krieg. Am 5. Juni 1967 begann der Sechstagekrieg. Israel kam dem sich abzeichnenden gemeinsamen Angriff Ägyptens, Syriens und Jordaniens durch einen Präventivschlag zuvor und kontrollierte nach dem militärischen Erfolg den Gaza-Streifen und die Sinai-Halbinsel, das Westjordanland und Ost-Jerusalem und schließlich die Golanhöhen. Am 11. Juni wurde der Waffenstillstand unterzeichnet. Am 19. Juni beschloss das israelische Kabinett die Gebiete in Friedensverhandlungen zurückzugeben. Doch am 1. September verabschiedeten die arabischen Staaten die Khartum-Resolution, worin festgelegt wurde, nicht mit Israel zu verhandeln. Seit dieser Zeit stehen die besetzten Gebiete unter israelischer Militärverwaltung.
Deutschland hat auch mal einen Krieg angezettelt. 1945 war der verloren und der Rest Deutschlandes kam unter die Militärverwaltung der vier Siegermächte. Dieser Zustand wurde erst am 12. September 1990 beendet. Auch diese Militärverwaltung beansprucht deutsches Gebiet für Militärstützpunkte, Siedlungen und Verwaltungseinrichtungen, genau wie die Israelis. Genau wie die Araber hat auch Deutschland Gebiete an die Sieger abtreten müssen und es sind Millionen vertrieben worden. Haben diese deutschen Vertriebenen bis heute noch den Status von Flüchtlingen und leben in Lagern? Die Deutschen haben, im Gegensatz zur PLO, HAMAS oder sonstigen Chaoten, keinen Terror und Anschläge gegen die Besatzungsmächte eingesetzt und sind somit zu einem friedlichen und erfolgreichen Staat innerhalb der Völkergemeinschaft geworden.
Wenn also nun von Ihnen und anderen behauptet wird, Israel erobert oder besetzt palästinensisches Gebiet, so ist das Unsinn, denn einen palästinensischen Staat hat es bis heute nie gegeben. Wenn also Israel die Westbank zurückgeben will, an wen sollen sie es zurückgeben? Die Palästinenser weigern sich bis heute das anzuerkennen, was einer Staatsgründung vorausgeht, die Anerkennung des Völkerrechtes und damit verbundene die Anerkennung des Staates Israel. Deshalb haben sie, im Gegensatz zu uns Deutschen, auch keinen Staat. Die Palästinenser sind nicht in der Lage etwas aus der Geschichte zu lernen, sie sind schlicht und einfach zu dämlich.
Nach dem zweiten Weltkrieg wollte eigentlich niemand die teilweise heimatlosen Juden haben. Deshalb reflektierten vor allem die Tommys auf eine Anexxion Palästinas.
Israel begründet diesen Anspruch auf biblische Verhältnisse, es ist in etwa so, als würden Deutschland und Frankreich über Gebiete verhandeln müssen, wie sie einst zu Zeit der Kelten und Normannen vorlagen ! Dieser Anspruch Israels ist völlig lächerlich !
Israel ist im Grundsatz Besatzer. Mehr noch, durch die agressive Siedlungspolitik weitet es die Spannungsfelder aus. Die Reaktionen der Araber sind nachvollziehbar und die Argumentation von GG auch !
Wir sollten nicht immer unserem Weltkriegs - II - Reflex nachgeben !
Lieber Stefan,
Da gebe ich Ihnen in allen Punkten Recht.
Und wenn der Staat Israel die Menschenrechte weiterhin verletzt ,sollte jeder dies auch öffentlich äußern dürfen.
Wir haben eine Meinungsfreiheit die immer weiter eingeschränkt wird und so zur Meinungsdiktatur verkommt.
In einer Demokratie muss man auch grenzwertige, unangenehme, absurde und sogar dumme Meinungen aushalten.
Ich finde es sehr bemerkenswert wie von deutschen Medien reagiert wird, wenn jemand etwas gegen Ausländer oder Juden sagt. Im Gegenzug wird der Ausdruck Scheiß Deutscher in Deutschland nicht einmal als Beleidigung verfolgt und es gibt keine Ermittlungen deswegen?!! Wo bleibt hier der Aufschrei der Journalie?
So etwas ist bei allem gebührenden Respekt ein schlechter Witz.
Es sollte in einer Demokratie keine Meinungs-Tabus geben, aber stets eine Gleichbehaldlung. Wenn Scheiß-Deutscher keine Beleidigung ist, wird es dann zu einer wenn ich die Nationalität ändere?
Wenn Herr Grass seine Meinung äußert, ist das zunächst einmal seine Angelegenheit, auch wenn ich persönlich seine Meinung in diesem Punkt nicht teile. Wie soll aber eine fruchtbare Diskussion ans Laufen kommen, wenn man ihm sofort einen Maulkorb verpassen will?
Sobald Gerichte darüber befinden dürfen was noch Meinungsfreiheit ist, hat man den Boden der Demokratie bereits verlassen. Die einzige Ausnahme die ich mache sind Äußerungen die zu Gewalt aufrufen oder den Bestand des Staates gefährden. Auch eine Demokratie muss in ein paar Punkten wehrhaft sein.
Für mich zählt unter DEMOKRATIE
Mensch unter Menschen zu sein.
Ohne Vorurteile aber mit Meinungsfreiheit.
Doch wenn diese unter die Gürtellinie geht und die Menschenwürde angreift oder sogar zerstört,hat das nichts mehr mit "Demokratie" zu tun.
Herr Grass hat ausgesprochen was wohl viel denken.
Die Israelis haben in der Vergangenheit soviel Leid tragen müssen,doch verletzen sie heute die Menschenrechte in Palästina.
Dazu sollte man schon eine Meinung haben und diese auch öffentlich äußern dürfen, ohne gleich als Feind der Juden eingestuft zu werden.
..und auch wenn den Erzväter laut Bibel das "Heilige Land " wohl zusteht,
müssen die Menschenrechte gewahrt werden und Palästina die Möglichkeit gegeben werden ,eine eigene Demokratie aufzubauen, um in dieser auch eigenständig und selbstbestimmt leben zu können.
Nun wenn man den Anspruch der Juden auf Israel lächerlich nennt, muß man schon begründen wer sonst einen Anspruch auf das Land haben soll und vor allem warum.
Ich denke übrigens nicht, dass jemand den Anspruch der Juden auf Israel derart absurd mit Bibelstellen begründet, außer vielleicht ein paar arme verblendete Menschen.
Der Anspruch leitet sich schlicht von einem Mandat des Völkerbundes ab. Einem der wenigen, völkererechtlich wirksamen Dokumente in diesem Streit. Einem Mandat, dass England vertragswiedrig verletzt hat, als es Transjordanien, das heutige Köniogreich Jordanien vom ursprünglichen Mandatsgebiet abgespalten hat, wozu es ausdrücklich nicht berechtigt war. Einem Mandat das ausdrücklich das Ziel verfolgte eine Heimstädte für das jüdische Volk einzurichten. Weshalb es auch laut diesem Mandat ausdrücklich erwünscht ist, dass Judem im gesamten Mandatsgebiet Siedlungen errichten sollten. Wer also von den Juden einen Siedlungsstopp verlangt, will geltendes Völkerrecht verbiegen, nachdem jeder Jude das Recht hat, im gesamten Mandatsgebiet zu siedeln.
Wer aber immer auf eine Zweistaatenlösung in diesem Konflikt hinweist, sollte erkennen, dass diese bereits umgesetzt wurde. Die arabische Seite bekam mit Jordanien das deutlich größere Stück vom Kuchen, während die Juden das deutlich kleinere Stück erhalten haben. Die Fläche wurde etwa im Verhältnis 75% für die Araber und 25% für die Juden aufgeteilt. Die Einwohnerzahl ist in beiden Ländern übrigend nahezu gleich groß. In Israel ist die Bevölkerungsdichte aber ca. sechs mal höher als in Jordanien.
Die sog. Palästinenser sind keine in sich geschlossene Ethnie und erst Recht kein Volk im eigentlichen Sinne des Wortes. So erklären sich auch gleich mehrere Widersprüche in dem Konflikt. Es hat nie einen Palästinensischen Staat, ein palästinensisches Königreich oder dergleichen auf israelischem Boden gegeben.
Niemand aus dem Völkerbund hat jemals den Palästinensern einen Teil der Mandatszone versprochen. Die Palästinenser begannen als Volk erst 1971 zu existieren. In allen wesentlichen Papieren ist wenn überhaupt nur von Arabern die Rede, die neben den Juden in der Mandatszone leben sollten. Die Palästinenser bestreiten Araber zu sein.
So erklärt sich auch ihre scheinbare Vermehrung, die niemals so stattfinden könnte, wenn es sich um eine natürliche Vermehrung handeln würde. Mehr als 400% Bevölkerungswachstum sind unter Menschen nicht in 60 Jahren erzielbar.
Weltweit ist der Tschad das Land mit der höchsten Geburtenrate. Hier gebähren Frauen durchschnittlich 6,6 Kinder, trotzdem reicht es nur zu einem jährlichen Anstieg der Bevölkerungszahlen von 2,6%. Nimmt man nun noch zur Kenntnis, dass sich die Palästinenser in denen von ihnen besetzten Gebieten angeblich in einem Dauerkrieg gegen Israel befinden und sie sich über schlechte Lebensumstände beklagen, dann ist es albern an so eine Bevölkerungsexplosion zu glauben.
Im Grunde kann nahezu jeder Araber sich als Palästinenser bezeichnen, da dies schlicht nicht kontrollierbar ist. So erklärt sich auch die Ablehnung Israels für ein Einreiserecht der sog. Palis, denn die Juden wären schnell nur noch Gäste im eigenen Land. Die Frage ist schlicht warum die sog. Palästinenser nicht einfach nach Jordanien ausreisen, wo sie in Frieden leben könnten?
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