IHK: E-Commerce ist ein MUSS - auch im stationären Handel

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Einzelhändler können sich nicht mehr nur auf die Anziehungskraft ihrer Ladenlokale verlassen, sondern müssen auch das Internet einsetzen, um die Kunden auf sich aufmerksam zu machen und an sich zu binden. Das ist das Fazit des E-Commerce-Leitfadens „Go online“ der Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen, der ab sofort auch digital bei der Niederrheinischen IHK erhältlich ist.

Mit ihm bekommen sowohl Internet-Neulinge als auch Händler, die bereits im Internet aktiv sind, wertvolle Tipps. Anbieter, die über einen Online-Shop nachdenken, bekommen einen Überblick, welche Möglichkeiten sich bieten.

Der Trend zum Online-Handel ist in Deutschland ungebrochen. Kauften die deutschen Privatkunden im Jahr 2000 noch für 2,3 Milliarden Euro Waren im Internet, belief sich der Umsatz im vergangenen Jahr bereits auf knapp 42 Milliarden Euro. Der stationäre Einzelhandel muss sich auf diesen Trend einstellen, um nicht entscheidende Marktanteile zu verlieren.

Dabei muss er auf das Verhalten der Kunden reagieren, die heute gezielt nach Informationen im Netz suchen: Was können Produkte, wie unterscheiden sie sich und wo sind sie zu bekommen. Gerade Fachhändler sind hier mit ihrem Sortiment und ihrem Fachwissen im Vorteil. Diese Vorzüge gilt es, im Netz zur Schau zu stellen. Der Internetauftritt in Form einer ei-genen Website ist daher mittlerweile fast schon Pflicht. Denn wer mit seinem Ladengeschäft über keine Präsenz im Internet verfügt, ist für die Kunden digital nicht existent.

Seit rund zwei Jahren ist hier eine neue Entwicklung zu beobachten. Es sind nicht mehr nur die reinen Online-Shops, die den Umsatz im E-Commerce generieren, auch immer mehr stationäre Handelsunternehmen entdecken den Vertriebskanal im Internet für sich und verbinden zunehmend die Vertriebswege stationär, mobil und online unter dem Stichwort Omnichannel.

Der Händler kann so über sein Sortiment informieren, dem Kunden auch einen Kauf ermöglichen, aber doch immer auf seine Ladenflächen verweisen, wo er seine Vorteile aus-spielen kann. Und die bestehen laut aktuellen Umfragen für 64 Prozent der Kunden darin, dass „man die Produkte sehen und anfassen kann“ (64 Prozent der Befragten), dass „Produkte schneller erhältlich sind“ (43 Prozent) und dass der „Umtausch unkomplizierter ist“ (38 Prozent).

Der Einzelhandel kann also mit einer eigenen Online-Präsenz Kunden in einem ersten Schritt zumindest auf sein Warenan-gebot aufmerksam machen, in einem weiteren Schritt auch Waren zum Kauf anbieten. Die Kosten der Einstiegsangebote für die eigene Website sind in den vergangenen Jahren stark gesunken. Die Bedienung ist vor allem bei Baukastenmodellen selbst für Fachfremde schnell zu erlernen.

Der Leitfaden steht zum Download zur Verfügung unter www.ihk-niederrhein.de/E-Commerce-Leitfaden. Ansprech-partnerin bei der Niederrheinischen IHK zum Thema Einzel-handel ist Alisa Hellmann, Telefon 0203 2821-257, E-Mail hell-mann@niederrhein.ihk.de
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