Kommunales Rechenzentrum Niederrhein: der dauernde Kampf gegen Cyber-Kriminalität

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Keine An- und Ummeldung des PKW mehr, keine Ausstellung von Urkunden oder Auszahlung von Sozialleistungen – ein erfolgreicher Hacker-Angriff könnte auch für die Bürger im Kreis Wesel erhebliche Folgen haben.



Diese Ernstfälle zu verhindern, ist Aufgabe der IT-Experten des Kommunalen Rechenzentrums Niederrhein (KRZN). Das KRZN ist der kommunale IT-Dienstleister des Kreises und unterstützt ihn bei der Abwehr von Cyberkriminalität.

Wer im Kreis Wesel eine Mail an eine Behörde schreibt, wird stets über das KRZN umgeleitet. „Jedoch über 97 Prozent des Mailverkehrs besteht inzwischen aus Spammails, von denen immer mehr potenziell gefährlich sind“, so Andreas Ebels, einer von zwei Beauftragten für Datenschutz und IT-Sicherheit beim KRZN. Deshalb wird jede Mail automatisch nach bestimmten Sicherheitskriterien geprüft. Über verschiedene Systeme filtert das Rechenzentrum potenziell böswillige elektronische Post heraus.

Zudem hat das KRZN Infrastrukturen aufgebaut, um den Datenverkehr sicher zu machen. So gründete der Verband unter anderem das Niederrheinnetz, eine Art privates Internet, das nur den Kommunen im Verbandsgebiet (Kreise Wesel, Viersen und Kleve sowie die Städte Bottrop und Krefeld) zur Verfügung steht. „Die Daten der Bürger sind bei uns sicher“, betont Horst Hermanns, einer der beiden Geschäftsleiter des KRZN. „Die Verbindungsleitungen zwischen den Kommunen und dem KRZN sind unabhängig vom Internet. Von außen kann darauf nicht zugegriffen werden“, so der Geschäftsleiter weiter. Firewalls und Verschlüsselungssysteme bilden zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen.

Die Datenmengen, die täglich über das KRZN verarbeitet werden, sind riesig. Insgesamt verwaltet das Rechenzentrum Datensätze von 1,4 Millionen Menschen im Verbandsgebiet. Hinzu kommen weitere Städte und Gemeinden auch von außerhalb des Verbandsgebiets, die nur bestimmte Dienste nutzen.

Da sich Bedrohungslagen ständig ändern können, unterstützt das KRZN auch einzelne Verwaltungen und deren Mitarbeiter. So erarbeiten die IT-Sicherheitsbeauftragten mit den Kommunen individuelle Sicherheitskonzepte, welche immer wieder neu angepasst werden können. Das soll das Verhalten der Mitarbeiter sicherheitsorientierter machen und ihnen Regeln und Verhaltensweisen an die Hand geben. Begleitend dazu sind auch entsprechende Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen für die Beschäftigten in den Kommunen zu den Themen Datenschutz und IT-Sicherheit möglich.

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Das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) in Kamp-Lintfort gehört zu den zehn größten kommunalen IT-Dienstleistern Deutschlands und versorgt am Niederrhein mehr als 15.000 Büroarbeitsplätze in den Rathäusern und Kreisverwaltungen mit Informationstechnik. Zu den Aufgaben des Zweckverbandes zählen die Entwicklung, Einführung, Wartung und der Betrieb der IT-Anwendungen. Außerdem setzt das KRZN Datenschutz und Datensicherheitsmaßnahmen um. Am Standort in Kamp-Lintfort arbeiten mehr als 300 Beschäftigte.

http://www.krzn.de
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3 Kommentare
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Armin Mesenhol aus Kamp-Lintfort | 25.03.2017 | 10:57  
Dirk Bohlen aus Wesel | 26.03.2017 | 18:00  
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Armin Mesenhol aus Kamp-Lintfort | 26.03.2017 | 20:05  
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