"1997 wurde das erste Klonschaf in Schottland geboren. Die Geburtshelfer waren die zwei Wissenschaftler Dr. Keith Cambell und Dr. Ian Wilmot aus dem Roslin Institut. Doch der Weg dorthin war schwer, es bedurfte 275 Anläufe, bis das erste Säugetier erfolgreich geklont wurde. Dass Dolly es geschafft hatte, war eine Sensation. Viele der in der Forschung gezeugten Embryos starben noch in vitro (Reagenzglas) oder später nach der Einpflanzung in den Uterus. Dolly hatte laut Zuchtvorgang 3 Mütter und keinen Vater. Sie starb 2003 und erreichte ein Alter von 6 Jahren. Sie hatte nicht das Alter eines normalen Schafes (etwa 10 bis 12 Jahre, selten älter) erreicht."
Zum Glück, also für die Fleischindustrie, sind Rinder ja wesentlich früher Schlachtreif. Das Klonen von Rindern ist in den USA schon lange üblich. Wenig bekannt ist allerdings, dass dieses "Fleisch" keinerlei Kennzeichnung unterliegt. Es ist also wahrscheinlich, dass das Steak, welches als American Beef so gerne bei uns auf dem Grill landet, von einem geklonten Tier stammt. Nachzuweisen ist es eben nicht und niemand kann sagen, ob er (bei US Fleisch) einen Klon grillt.
Und da alles was von "Amerika" kommt so toll ist, landet es ja, mit ein paar Jahren Verzögerung, auch bei uns.
Klonfleisch für EU-Behörde unbedenklich
"Keine Unterschiede zwischen Klonfleisch und herkömmlichem Tierfleisch sieht die Efsa, die Technologie könnte in der EU angewendet werden.
Produkte aus geklonten Tieren sind sogar so sicher, dass sie ununterscheidbar sind im Vergleich mit herkömmlich aufgezogenen Tieren: "Es gibt keine Hinweise darauf, dass Unterschiede bestehen", so die Efsa. Dies wurde bei den Fleisch- oder Milchprodukten von Rindern und Schweinen festgestellt." http://derstandard.at/1341526780515/Lebensmittelag...
Also meine Milch hole ich beim Bauern, Rindfleisch überwiegend auch. Geflügel für die Suppe liefern mir die alten Legehennen, die mich vorher lange mit frischen Eiern versorgt haben. Ansonsten Fleisch nur vom Metzger und keinesfalls aus dem Supermarkt. Bisher konnte ich recht sicher sein, eben kein Klonfleisch zu kaufen. Das wird sich in Zukunft leider ändern. Wie seht ihr diese Entwicklung? Sollte dieses "Fleisch" deutlich gekennzeichnet werden?
Ethik ist, den Unterschied zwischen guten und schlechten Taten zu finden.
Was also soll daran schlecht sein geklonte Tiere zu essen? Ob ich Tiere züchte oder klone, um sie anschließend für Ernährungszwecke zu töten, wo ist der Unterschied?
Mit Ethik hat es für mich nur in soweit zu tun, dass man dem Verbraucher seine ureigensten Rechte absprechen will. Ich glaube an das Recht eines jeden Verbrauchers nur das essen zu müssen, was er auch essen will.
Insoweit wäre solches Fleisch zu kennzeichnen, um es unterscheidbar zu machen und dem Verbraucher die Wahl zu lassen, ob er es konsumieren möchte.
Ich für meinen Teil lehne es Dinge zu essen, die bereits um die halbe Welt gereist sind, von daher würde ich weder argentinisches, noch amerikanisches Rindfleisch essen. Ich bevorzuge Rind von lokalen Bauern, dass ich beim Fleischer meines Vertrauens einkaufe. Dann stellen sich solche Fragen erst gar nicht.
Na gut sowas hat dann halt seinen Preis, aber wir essen eh alle zuviel Fleisch. Ich würde es dann vorziehen einmal auf Fleisch zu verzichten, aber wenn ich welches esse, dann will ich was vernünftiges auf dem Teller haben und etwas das ich weitgehend ohne schlechtes Gewissen essen kann.
IRGENDWANN KRIEGEN WIR EUCH ALLE!
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