Kreis Wesel bei Flüchtlingen in der Pflicht

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Wesel: Kreishaus |

Die Bezirksregierung nimmt den Kreis Wesel zu Recht in die Pflicht, Flüchtlingsunterkünfte bereitzustellen, sagt DIE LINKE. im Kreistag Wesel. Die Flüchtlingsunterbringung sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die man gemeinsam besser lösen könne. Damit sieht sie sich in ihrer Forderung nach einem runden Tisch zur Flüchtlingshilfe bestätigt.

„Die Realität hat den Kreis eingeholt,“ stellt Sascha H. Wagner, Vorsitzender der Linken Fraktion im Kreistag, fest. „Nun rächt sich, dass der Kreis nicht auf unseren Vorschlag eingegangen ist. Deshalb trifft die Anforderung der Bezirksregierung die Kreisverwaltung unvorbereitet.“

Die Flüchtlingsunterbringung sei alleine Sache der kreisangehörigen Kommunen, war bisher der Standpunkt der Kreisverwaltung.

„Jetzt stehen wir vor einer absurden Situation: Der Kreis muss die Neuankömmlinge unterbringen, ohne Erfahrung mit der Flüchtlingshilfe vor Ort zu haben. Wer kann was schultern? Wie organisiert man einen guten Start für den Aufenthalt in Deutschland? Wir haben im Kreis viel Erfahrung. Mit einem runden Tisch könnte man die Arbeit aber besser koordinieren,“ fasst Wagner zusammen.

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat den Kreis Wesel aufgefordert, kurzfristig Unterkünfte für 300 Menschen bereitzustellen. Dafür wird das ehemalige Verwaltungsgebäude der Trapp Infra Wesel GmbH in der Trappstraße als Unterbringungsmöglichkeit eingerichtet. Ab Montag dem 14. September muss die Unterkunft bezugsfertig sein.



Zur Pressemitteilung des Kreises Wesel hier.
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