Lärmmessung an der Betuwe-Linie: Wer trägt die Kosten für die Datenauswertung?

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In Hamminkeln steht seit zwei Jahren eine Mess-Station an der Bahnlinie Wesel – Emmerich. Diese vom TÜV im Auftrag der Anliegerkommunen Emmerich bis Oberhausen betriebene Mess-Station ist in der Lage, genaue Zugbewegungen, Zuglängen und gerichtsfeste Lärmmessungen des Zugverkehrs aufzunehmen.

"Daher ist das Interesse der Wissenschaftler an den Daten so hoch, dass die
wissenschaftliche Auswertung der erfassten Daten für die Kommunen kostenlos wäre", schreibt Gert Bork (Verband der Bürgerinitiativen entlang der Betuwe-Linie).

Auf Initiative des Verbands der Bürgerinitiativen hat Herr Dr. Windelberg von der Leibnitz Universität Hannover dieses Angebot gegenüber der kommunalen Arbeitsgemeinschaft Betuwe wiederholt. Damit könnte die Forderung des Verbands der Bürgerinitiativen erfüllt werden, dass die Deutsche Bahn AG sich nicht selber kontrollieren darf, sondern eine objektive externe Kontrolle von Lärm und Streckenauslastung zulassen muss.

Versprochene Lärm-Reduzierungen, insbesondere des Bundesverkehrsministeriums (50% weniger bis 2020!) müssen im Interesse der Anwohner auch gerichtsfest nachprüfbar und ggf. einklagbar sein. Ebenso muss die Zunahme des Verkehrs durch Blockverdichtung und die für die
Planfeststellung genannten Zugzahlen kontrolliert werden. Hier gibt es teilweise erhebliche Abweichungen mit den Angaben aus den Niederlanden.

Bisher teilen sich alle Kommunen die vergleichsweise geringen Kosten für die TÜVMesstechnik in Hamminkeln. Am 17. Juni 2013 steht der weitere Betrieb der auf der Tagesordnung der Arbeitsgemeinschaft Betuwe, dem regelmäßigen Gremium der sieben Betuwe-Kommunen. Aus Sicht der Bürgerinitiativen würde ein Weiterbetrieb der Mess-Station und die Veröffentlichung der Daten die Verhandlungsposition der Kommunen bei den Verhandlungen mit der Bahn nachhaltig stärken.

Weitere Informationen unter http://www.betuwe-niederrhein.de
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