Lehrschwimmbecken Bislich

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Jürgen Linz (CDU-Fraktionsvorsitzender) wendet sich mit folgendem Antrag an die Bürgermeisterin der Stadt Wesel:

"Mit Ratsbeschluss vom 05.05.2015 wurde u. a. beschlossen: "Es soll versucht werden, das Lehrschwimmbecken Bislich an eine Initiative abzugeben. Wenn das nicht gelingt, wird der Standort spätestens im Sommer 2016 aufgegeben. Derzeitiges jährliches Defizit rd. 110.000 €."

Hierbei war und ist der erste Satz für die CDU-Fraktion von besonderer Wichtigkeit. Schwimmunterricht für unsere Kinder genießt oberste Priorität und muss auch künftig in ausreichendem Umfang sichergestellt werden.

In einer öffentlichen Sondersitzung der CDU-Fraktion haben wir mit verschiedenen Vereinen und Bürgern über die aktuelle Situation diskutiert. Dabei wurde offenkundig, dass bislang geführte Gespräche nicht im Ansatz dem von vier Fraktionen erklärten Ziel, das Bad an einen Trägerverein abzugeben, gerecht wurden. Im Gegenteil: Unzufriedenheit mit dem Ratsbeschluss wurde insbesondere auch mit Blick auf den jetzt sehr engen Zeitrahmen bekundet. Dabei ist es mehr als bedauerlich, dass in dieser Zeit, lt. Aussage der Teilnehmer, von der Bäder GmbH noch nicht einmal die zahlreichen Fragen möglicher Interessenten beantwortet oder gar ein belastbares Konzept erstellt wurde. Ein weiterer Verzug bei der Umsetzung des Ratsbeschlusses kann nicht hingenommen werden!
Um weiterhin die Schließung des Bades zu verhindern und um die uns vorgeschlagene Einsparmöglichkeit auch realisieren zu können sind dringend konkrete Gespräche mit den Vereinen zu führen. Dabei ist aus unserer Sicht immer noch vorab die Klärung folgender Fragen not-wendig:

1. Das dem Rat bezifferte Defizit betrug rund 110.000 € jährlich. Den Vereinen wurden verschiedene, vor allem aber geringere Beträge, genannt. Wie ist das zu erklären?
2. Welche jährlichen Kosten ergeben sich für das BislichBad bei unveränderter Nutzung und welche Einnahmen stehen diesen gegenüber? Die Frage stellt sich insbesondere vor dem Hintergrund, dass von den Vereinen gerade Zweifel bezüglich der genannten Projektkosten geäußert wurden.
3. Im städtischen Haushalt werden 95.000 € für Schwimmunterricht ausgewiesen. In welcher Höhe wird derzeitig konkret der Schwimmunterricht für Kinder in Bislich vergütet, bzw. welcher Anteil entfällt hierauf?
4. Wo sehen Sie Potential in der Auslastung des BislichBades und damit bei der Verbesserung der Einnahmesituation?
5. Wie stellt sich derzeitig der bauliche Zustand des Gebäudes und der Einrichtungen dar, wie hoch ist der Unterhaltungsaufwand?
6. Derzeitig trägt Schulschwimmen wesentlich zur Auslastung des Bades bei. Inwieweit kann das bislang hier durchgeführte Schulschwimmen auf das Heubergbad verlagert werden? Im welchem Umfang kann dem Trägerverein hier eine Garantie zur künftigen Auslastung gegeben werden? Gibt es Wartelisten für Schwimmkurse? Wie könnte ein neuer Belegungsplan aussehen?
7. Ein klares Konzept ist unerlässlich und schnellstens von der Verwaltung aufzustellen. Dabei ist zu klären: Welche Unterstützung benötigen die Vereine, um das Bad in Eigenregie betreiben zu können und was geschieht mit dem Personal der Bäder GmbH? Wie kann die gewünschte Kostenreduzierung erreicht werden?
8. Kann in dem nunmehr noch verbleibenden Zeitrahmen eine Übertragung des BislichBades auf einen Verein realisiert werden?
9. Ist eine separate Abrechnung sämtlicher Nebenkosten für das Bad möglich?
10. Ist es möglich, einem Trägerverein kurzfristig einen Vertragsentwurf, den Entwurf eines Wirtschaftsplanes sowie eine Mustersatzung vorzulegen?

Bitte informieren Sie uns zeitnah über die weitere Entwicklung der Gespräche, gerne sind wir bereit, jederzeit die erforderliche Unterstützung zu leisten."
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