Nach Unglück in Bislich: PETA bittet Landrat Müller um ein Kutschen-Verbot auf Straßen

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Dieses Beispielfoto schickt PETA Deutschland an die regionalen Medien. (Foto: © 112-magazin.de)

Nachdem tödliche Unfall mit einer Pferdekutsche, der am Wochenende in Bislich passierte, fühlt sich die Tierschutzorganisation PETA auf den Plan gerufen. Zur Erinnerung: Am vergangenen Samstag kam es in Wesel zu einem folgenschweren Zusammenstoß zwischen einem PKW und einer Kutsche, bei dem zwei Menschen verletzt wurden und ein Pferd ums Leben kam.

Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat nun Landrat Ansgar Müller gebeten, zumindest ein Verbot von Pferdekutschen auf den Straßen des Landkreises Wesel zu prüfen – zum Schutz von Mensch und Tier.

Medienberichten zufolge war der 48-jährige Kutscher in Begleitung seines Bruders in einem Gespann mit zwei Pferden unterwegs, als ein 81-jähriger PKW-Fahrer von hinten auf den Wagen auffuhr. Der Kutschfahrer wurde bei dem Zusammenstoß leicht, der 55-jährige Bruder schwer verletzt. Noch vor Ort musste ein Pferd eingeschläfert werden. PETA veröffentlichte Anfang 2015 das vierte Jahr in Folge einen neuen Pferdekutschen-Unfallrekord und warnt eindringlich vor solchen Fahrten: Bei mindestens 60 Vorfällen wurden 2014 insgesamt 88 Fahrgäste zum Teil schwer verletzt.

PETA formuliert. „Die langsamen Pferdekutschen verursachen auf den Straßen immer wieder gefährliche Situationen für Mensch und Tier. Sie gehören einfach nicht in den modernen Straßenverkehr. Keine Kutsche ist mit verkehrstauglicher Beleuchtung, Airbags oder Bremssystemen ausgestattet“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V. „Pferden, die Kutschen ziehen, wird zudem jede natürliche Lebensweise abgesprochen. Die einzige Lösung zum Schutz von Mensch und Tier ist daher ein Verbot von Kutschfahrten.“
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4 Kommentare
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Nicole Ziener aus Rees | 30.06.2015 | 14:15  
Dirk Bohlen aus Wesel | 30.06.2015 | 15:11  
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Michael Schruba aus Wesel | 30.06.2015 | 15:23  
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Karl-heinz Himmelberg aus Wesel | 30.06.2015 | 17:52  
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