Pressemitteilung von Bündnis 90/Die Grünen zur Schulentwicklung in Wesel

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Bündnis 90/Die Grünen stehen zu dem vom „Bildungsbündnis für gemeinsames Lernen“ eingeschlagenen Weg der Schulentwicklung in Wesel. Die von uns nach ausführlicher Abwägung aller Vor- und Nachteile gefundene Lösung – die Gesamtschule wird erweitert, Martini-Hauptschule und Realschule Mitte laufen aus – entspricht dem Elternwillen und den von der Bezirksregierung gestellten Anforderungen annähernd vollständig.

Wer jetzt eine Elternbefragung fordert, die er übrigens in den vergangenen Jahren immer abgelehnt hat, will nur den Erhalt des Status quo – auf Kosten der Kinder, denen als pädagogisch wertvoll anerkanntes gemeinsames Lernen vorenthalten werden soll.

Bei einer Elternbefragung geht es um das Minderheitenrecht für Erziehungs-berechtigte, ihren von der Stadt bisher nicht erfüllten Wunsch nach einer bestimmten Schulform, in diesem Fall der Gesamtschule, zu bekräftigen.

So wurden in den letzten drei Jahren 217 und damit ein Drittel aller Kinder, die gerne zur Gesamtschule wollten, abgewiesen, während in der gleichen Zeit die Anmeldezahlen der Hauptschule und beider Realschulen unter die Schwelle der Zukunftsfähigkeit fielen.

Nach unserem Antrag und der Empfehlung der Arbeitsgruppe „Zukunftsdialog“ sollen die beiden Realschulen zusammengelegt werden, womit der Wunsch derjenigen Erziehungsberechtigten erfüllt wird, die für ihr Kind diese Schulform bevorzugen.

Für die geplante Erweiterung der Gesamtschule ist nach Auskunft der Bezirks-regierung eine Elternbefragung nicht vorgesehen. Wir lehnen es auch ab, Eltern von Grundschülern dazu benutzen zu wollen, vielen Kindern den von ihnen beanspruchten Zugang zur Gesamtschule zu verwehren.

Was wäre denn auch gewonnen, wenn sich die Gegner der jetzt eingeleiteten Umgestaltung der Weseler Schullandschaft durchsetzen würden? Weitere Jahre des Stillstands und damit vertaner Bildungschancen, bis die Bezirksregierung die Hauptschule und eine Realschule aus Mangel an Schülern per Erlass schließt.

Die einzig relevante Frage beantworten die Erziehungsberechtigten seit langer Zeit eindrucksvoll durch ihr Verhalten: „An welcher Schule melden Sie Ihr Kind verbindlich fürs nächste Schuljahr an?“

gez. Ulrich Gorris/Fraktionssprecher
gez. Marlies Hillefeld /stellvertretende Fraktionssprecherin/ schulpolitische Sprecherin
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2 Kommentare
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Neithard Kuhrke aus Wesel | 12.06.2015 | 00:21  
Dirk Bohlen aus Wesel | 12.06.2015 | 09:03  
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