U18-Wahl - Im Ergebnis viele Sieger

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Wir haben auch gewählt - KARO-Besucher_innen bei der Präsentation im Wahlstudio (Foto: Uwe Völkner Fox Fotoagentur)

Über 1.700 Kinder und Jugendliche haben in den 14 Weseler Wahllokalen ihre Stimme zur U18-Wahl abgegeben. Sie liegen mit ihrem Votum weitgehend im Landestrend, wo in 405 Wahllokalen über 35.000 Stimmen gezählt wurden.

Zur Auswertung im Wahlstudio, das der ausrichtende Stadtjugendring im Sitzungssaal des Rathauses einrichten durfte, kamen aus den Wahllokalen viele Jugendliche hinzu, zählten die Stimmen mit aus und verfolgten, wie es bei einer Wahl nach der Wahl zugeht. Sie hatten einen wachen Blick auf das ständig sich verändernde Wahlergebnis und verglichen die Weseler Zahlen mit den in Düsseldorf erfassten Daten für ganz NRW.
Sie freuten sich gemeinsam mit den Initiatoren von Stadtjugendring und dem städtischen Team Kinder- und Jugendförderung besonders darüber, dass nicht nur Vertreter der örtlichen Politik und der Stadtverwaltung die Veranstaltung besuchten, sondern auch Direktkandidaten aus dem Wahlbezirk ihr Stelldichein gaben, obwohl sie einen vollen Terminkalender haben.

Buntes Ergebnis

Aus dem U18-Stimmergebnis in Wesel ergibt sich ein sehr bunter Landtag mit sieben Fraktionen. Im Vergleich zu den Vorhersagen der Meinungsforscher für die Landtagswahl gibt es daher viele Sieger.

Für eine Regierungsbildung wäre aber ein Verhandlungsmarathon garantiert.

Stadtjugendring zufrieden

Die Zahl von über 1.700 Stimmabgaben werten Stadtjugendring und die Unterstützer vom städtischen Jugendamt als Erfolg. „Wesentlich wichtiger ist aber, dass in Jugendeinrichtungen und Schulen Kinder und Jugendliche die Gelegenheit bekommen und genutzt haben, über Demokratie und Wahlrecht zu sprechen“, meint Michaela Leyendecker als Sprecherin des Stadtjugendrings. „Wichtig ist darüber nachzudenken, was eine echte Demokratie von Ländern unterscheidet, in denen zwar auch gewählt wird, aber die Wahl im Vorfeld beeinflusst oder im Nachhinein manipuliert wird oder gar Wähler mit Repressalien rechnen müssen, wenn sie nicht das >Richtige< angekreuzt haben“.

Hierfür ein Bewusstsein zu schaffen, ist eines der Ziele der U18-Wahl. Ein weiteres natürlich auch, dass junge Menschen sich zu (gesellschafts-)politischen Fragen Gedanken machen, dazu eine eigene Haltung entwickeln und darüber miteinander und mit den Eltern ins Gespräch kommen.

Dass gleich beim ersten Aufruf zur Teilnahme elf Jugendeinrichtungen und fünf Schulen mitgemacht haben, finden Jugendamt und Stadtjugendring gleichermaßen toll. Vor allem aber auch, dass so viele Kinder und Jugendliche mit Ernst bei der Sache waren.
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