Wer macht mit beim Jugendprojekt auf den Spuren von Gewalt und Nazi-Verbrechen?

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Michaela Leyendecker (Foto: privat)

70 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges und der Befreiung der Überlebenden in den Konzentrationslagern der Nazis greift die evangelische Kirche im Raum Wesel diese Thematik auf.

Die Jugendreferentin des Kirchenkreises, Michaela Leyendecker, startet in diesem Jahr zusammen mit den Jugendleitern Katrin Riedel (Schermbeck) und Dieter Bückmann (Drevenack) ein ehrgeiziges Projekt, bei dem es vor allem darum geht, für Jugendliche auf anschauliche Weise die Systematik von Verfolgung und Vernichtung im Nationalsozialismus zu thematisieren. Dabei soll auch die aktuelle Problematik von rechtsradikalem Gedankengut in unserer Gesellschaft thematisiert werden.

Leyendecker dazu: "Wir möchten mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen, an diesen Teil der Geschichte erinnern und unsere Wahrnehmung in Bezug auf rechte Tendenzen schärfen. Die evangelische Jugend im Kirchenkreis Wesel setzt sich aktiv gegen rechte Gewalt und Rassismus ein. Mach mit im Projekt ‚Verdammt lang her’. Während des gesamten Jahres gedenken wir den Opfern des Nationalsozialismus, recherchieren ihre Geschichten und möchten
Stolpersteine für sie verlegen."

Bereits am 8. Februar startet eine erste Exkursion, nämlich nach Hadamar. In der dortigen ehemaligen Tötungsanstalt der Nationalsozialisten starben 1941 über 10.000 Opfer in der Gaskammer – in den folgenden Jahre noch mal fast 4.500 Menschen (Kostenbeteiligung für Mitfahrer: 10 Euro).

Weitere geplante Fahrten und Aktionen: Besuch des jüdischen Museums in Dorsten, Gedenkstättenfahrt in das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald, Infoveranstaltung zum Thema: „Rechte Szene am Niederrhein“, Fahrradtour zu den Stolpersteinen in unserem Kirchenkreis

Vom 1. bis 6. Oktober ist ein Aufenthalt in Polen geplant, wo die großen ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager in Ausschwitz und Birkenau besucht werden sollen.

Infos zum Gesamtprogramm gibt bei Pfarrer Albrecht Holthuis, Telefon 0281/51028, E-Mail: aholthuis@kirchenkreis-wesel.net.
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