Arbeitsagentur unterstützt Qualifizierung – Betriebe und Beschäftigte profitieren

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Arbeitgeber können sich vom Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur beraten lassen.

Immer mehr Betriebe setzen auf die Weiterbildung ihrer Beschäftigten. Die Agentur für Arbeit Wesel unterstützt die Weiterbildung von Beschäftigten mit finanziellen Zuschüssen. Dafür hat sie im Jahr 2014 rund 1,07 Mio. Euro investiert, für 2015 steht eine vergleichbare Summe zur Verfügung. An dem Programm „WeGebAU“ beteiligt sich auch die Firma Frank Westerhoff Elektroinstallation aus Moers-Kapellen. Sie ermöglicht einem Mitarbeiter die Umschulung zum Elektrotechniker und erhält im Gegenzug eine dringend benötigte Fachkraft.

Von der Qualifikation der Beschäftigten profitieren sowohl die Betriebe als auch die Mitarbeiter. Die Unternehmen entwickeln ihre eigenen Fachkräfte, schaffen Perspektiven für ihr Personal, binden dieses an den Betrieb und stärken so ihre Wettbewerbsfähigkeit. Für die Arbeitnehmer bedeutet Qualifizierung bessere Chancen auf Beschäftigung, auf höhere Einkommen und letztlich mehr Schutz vor Arbeitslosigkeit. Alles das unterstützt die Arbeitsagentur mit ihrem Programm „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“ (WeGebAU).

Mit WeGebAU will die Arbeitsagentur explizit kleine und mittlere Unternehmen unterstützen. „Gerade für kleinere Betriebe ist es eine Herausforderung, Fachkräfte auf dem Markt zu gewinnen. Das Förderprogramm der Arbeitsagentur unterstützt diese Arbeitgeber dabei, geeignete Mitarbeiter weiterzuentwickeln und auf diesem Weg den Fachkräftebedarf zu decken“, erklärt Barbara Ossyra, Chefin der Weseler Arbeitsagentur.

Arbeitgeber machen positive Erfahrungen

Ein Arbeitgeber, der aktuell positive Erfahrungen mit WeGebAU sammelt, ist Frank Westerhoff. Für sein Elektroninstallationsunternehmen in Moers-Kapellen lässt er seinen Mitarbeiter Raul Husemann seit Februar innerhalb von zwei Jahren zum Elektrotechniker ausbilden. „Wir sehen recht großes Potenzial bei ihm und gehen darum diesen Schritt mit der Arbeitsagentur. So hoffen wir, dass wir ihn langfristig an unser Unternehmen binden können.“ Auch für den Mitarbeiter ist die Qualifizierung eine Chance. Da ihm der Berufsabschluss fehlt, war er jahrelang als Elektrohelfer beschäftigt. Bei Frank Westerhoff bewarb er sich initiativ und überzeugte den Chef, der eigentlich einen Elektriker suchte. „Vom Wissen und den Fähigkeiten ist er schon eine Fachkraft, aber in Deutschland zählt der Abschluss“, so Westerhoff. Als ihm Jürgen Heldmann und Guido Höhne vom gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und des Jobcenters das Programm WeGebAU vorstellten, war ihm nach kurzer Zeit klar: „Den müssen wir auf jeden Fall fördern!“ Dabei soll der Gesellenbrief nur der Anfang sein. Der Chef plant bereits weitere Bildungsmaßnahmen wie die Schaltberechtigung für Hochspannung bis 36.000 Volt oder das Arbeiten unter Spannung.

Viele Betriebe unterstützen Weiterbildung

Laut aktueller Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), ist die Zahl der Betriebe, die ihre Beschäftigten weiterbilden, zwar um mehr als 17 Prozentpunkte seit dem Jahr 2000 gestiegen. Allerdings zeigt die IAB-Untersuchung auch, dass insbesondere Kleinstbetriebe ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in vergleichsweise geringem Umfang Weiterbildung ermöglichen. Im Durchschnitt haben im ersten Halbjahr 2014 54 Prozent aller deutschen Betriebe Weiterbildungsmaßnahmen unterstützt, indem sie Weiterbildungskosten zumindest teilweise übernahmen und/oder die Beschäftigten zur Teilnahme freistellten.

Der Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit berät über die Fördermöglichkeiten. Informationen zum Programm enthält auch das neue Faltblatt „Beschäftigen und Qualifizieren“, das unter 0800 4555520 oder Wesel.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de angefordert werden kann sowie im Internet abrufbar ist unter www.arbeitsagentur.de (Suchbegriff „Beschäftigen und Qualifizieren“).
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