Hass ist keine Lösung!

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Brüssel (Belgien): Rat der europäischen Union | Das war eine der Regeln, die für meine Mutter als eine eiserne galt. Nach dieser Maxime hat sie mich erzogen und ich halte diese auch heute noch für äußerst segensreich. Hat sie mich doch oft davor bewahrt wirklich dumme Entscheidungen zu treffen und anstatt dauernder Konfrontation lieber das ein oder andere mal einfach das Weite zu suchen.

Aber Politik ist so ein Feld das man -wenn man einmal infiziert ist- einfach nicht mehr ignorieren kann. Zumal in diesen turbulenten Zeiten -meiner Meinung nach- die konträren Streitpunkte auf zwei wesentliche reduziert zu sein scheinen und zwar „Gewinnmaximierung“ wider „den gesunden Menschenverstand“.

Dabei ist Geld so etwas lächerliches. Bedrucktes Papier für das man Waren oder Dienstleistungen tauschen kann.
Jeder braucht es, keiner hat es und wenn man es doch hat, will man's auf keinen Fall wieder hergeben.
Und je reicher man ist, desto geiziger wird man, denn Geld ist Macht und Freiheit.
Wer kein Geld hat ist machtlos und unfrei, denn er kann mit denen die zu viel haben nicht mehr mithalten.
In den glücklichsten Gesellschaften sind die finanziellen Unterschiede geringer als bei uns. Dort fließt das Geld in einem Kreislauf und verharrt nicht in Unsummen beim Einzelnen.
Aber im Europa unserer Tage sind viel zu viele Menschen von der „gemeinen Geldgier“ befallen. Sie raffen was sie können und folgen einer bösartigen Ideologie, nämlich dem „Recht des Stärkeren“.
Sie werden in den Elite-Unis auf Konkurrenzkampf gedrillt und in unserer kapitalistischen Weltanschauung geben wir ihnen selbst dann noch recht, wenn wir ihr Handeln insgeheim als verabscheuungswürdig verurteilen, denn „Das war halt schon immer so“ und „Das ist ein Naturgesetz“.
Auch ich habe Jahre gebraucht um zu begreifen, dass man auf diese Art aber keinen Staat regieren kann und das obwohl ich es tief im Herzen eigentlich NIE wirklich nachvollziehen konnte.

Allerdings stehe ich mit dieser noblen Gesinnung relativ allein auf weiter Flur. Nur eine Handvoll altruistischer Idealisten haben das bis jetzt begriffen. Alle anderen die in einem blühenden Deutschland leben, voller Wohlstand und Lebensfreude, können sich in meine winzige Hartz4-Welt überhaupt nicht hinein versetzen. Dazu fehlt ihnen das Fassungsvermögen, das will in ihr Wohlstandshirn einfach nicht vordringen, sie sind zu weit weg … wie auf einem anderen Planeten in einer weit, weit entfernten Galaxis.

Manchmal in den seltenen Momenten in denen ich von solchen Leuten umgeben bin, dann ist es mir, als wären ihre Gesichter seltsam leer, ihre Augen sehen durch mich hindurch, wie durch ein lädiertes, altes Glasgefäß. So als läge hinter mir ein gelobtes Land und mich müsse man aus dem Weg räumen um dort hin zu gelangen.
Aber noch ist ihnen klar, dass ich ein menschliches Wesen bin.
Noch wagen sie nicht auszusprechen, was sie insgeheim schon denken:
„Weg mit ihr, ins Arbeitslager!“

Seit 2014 beschäftige ich mich jetzt ausgiebig mit Politik und unserem Wirtschaftssystem.
Wie eine Besessene verfolge ich täglich die Nachrichten und politische Talkshows, immer von der brennenden Hoffnung beseelt, daß sich endlich etwas ändert. Das das Arbeitsrecht von früher wieder hergestellt wird und das niemand mehr gezwungen wird einen Job anzunehmen den er gar nicht machen will und der so schlecht bezahlt wird, das er nicht mal davon leben kann.

Aber es ändert sich nichts, es werden immer noch dieselben menschenrechtsverachtenden Reden geschwungen wie eh und je und mit jedem Tag der vergeht wird meiner Hoffnung kleiner und der Zorn er steigert sich
und mit jedem Tag der vergeht ertappe ich mich immer öfter selbst dabei, wie ich den geldgeilen Eurokraten in Brüssel die Le Pen'sche Pest an den Hals wünsche ….

Hass ist keine Lösung

…. aber ich kann ihn mittlerweile nachvollziehen!
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2 Kommentare
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Annegret Freiberger aus Menden (Sauerland) | 04.05.2017 | 10:34  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 21.05.2017 | 22:06  
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