Kreis Wesel/Kamp-Lintfort: Polizei warnt vor Betrügern

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Betrüger lassen sich immer wieder neue Variationen einfallen, um an das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Neben dem bekannten "Gewinnspiel-Trickbetrug", bei denen die Opfer aufgefordert werden, vor Gewinnauszahlung eine Bearbeitungsgebühr zu entrichten, wendeten die Täter im nachfolgenden Fall das sogenannte "Call-ID-Spoofing" an.
Hierbei greifen die Täter auf Computerprogramme zurück, die bei einem Anruf dem Empfänger eine andere Telefonnummer im Display anzeigen, als die des Telefonanschlusses von dem aus das Telefonat tatsächlich geführt
wird. Auf diese Weise ist eine Nachverfolgung des Anschlusses der Täter besonders schwierig und lenkt den Verdacht auch auf Unschuldige, deren Rufnummern von den Ganoven eingegeben und schließlich beim Angerufenen angezeigt werden.

Aktueller Trickbetrug


Diesen Trick wendeten Unbekannte am Dienstag, 8. Dezember, an. Sie riefen einen 49-jährigen Kamp-Lintforter an und teilten ihm mit, dass er bei einem Gewinnspiel gewonnen hätte und zum Empfang des Gewinns eine Bearbeitungsgebühr bezahlen müsse.
Einen Tag später rief ein weiterer Täter an und gab sich als Mitarbeiter einer Polizeiwache im Wohnort des Mannes aus. Nachdem der Kamp-Lintforter bat, das Gespräch nicht am Telefon führen zu wollen, sondern in den Diensträumen der Polizei, beendete der Anrufer das Telefonat. Die Nummer des Anrufers, die das Gerät im Display anzeigte, war die "richtige" Telefonnummer der Polizeiwache.

Was tun, wenn man selbst einen solchen Anruf erhält?


Zunächst einmal gilt: Wer nicht an Gewinnspielen teilnimmt, kann auch nicht gewinnen. Wenn Sie regelmäßig an Preisausschreiben teilnehmen, werden Sie in der Regel postalisch über Ihren Gewinn informiert.
Sollte man Sie in dem Brief auffordern, Geld im Voraus zu bezahlen, sind auch hier Betrüger am Werk. Seien Sie in einem Telefonat stets aufmerksam - gerade bei vermeintlichen Gewinnspielen oder Vertragsabschlüssen zu günstigsten Konditionen.
Legen Sie auf oder geben Sie dem Anrufer zu erkennen, dass Sie kein Interesse haben und ihn gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt zurückrufen werden. Hierzu bitten Sie ihn um seinen Namen und den Namen der Firma oder Organisation in deren Auftrag er anruft sowie dem jeweiligen Sitz des Unternehmens. Anschließend recherchieren Sie die zentrale Telefonnummer über Internetsuchmaschinen oder das Telefonbuch.

Manipulierte Telefonnummer


Wollen sie per Wahlwiederholung Kontakt zu dem Anrufer aufnehmen, tippen Sie
die Nummer ein und drücken nicht einfach die Wahlwiederholung. Nur so können sie sicher sein, dass die Nummer, die Sie anrufen wollten, nicht manipuliert ist. Rufen Sie das Unternehmen an, wird hier schnell klar: Von dort aus hat Sie niemand angerufen und gewonnen haben Sie erst recht nichts.
Fallen Sie nicht darauf herein, eine Rufnummer zurückzurufen, die Ihnen der Anrufer nennt, denn wer Sie betrügen möchte, wird Ihnen sicherlich eine falsche Rufnummer für den Rückruf nennen.

Kostenloser Notruf 110


In allen Fällen gilt, informieren Sie die Polizei über den kostenlosen Notruf 110 oder suchen sie eine Polizeidienststelle Ihrer Wahl auf und bringen Sie den Sachverhalt auf jeden Fall zur Anzeige.
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