Schlösser und Prachtgärten, Vinotheken und von Kerzen beschienene Weinkeller, Marktplätze und ganze Altstädte die zur Bühne werden

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Ochsenfurt
 
Ochsenfurt
Ochsenfurt: Altstadt |

Das Fränkische Weinland

Wein und Main, Welterbe und Dorfschönheiten, mit Leib und Seele Urlaub zu nehmen vom Alltag, wer enspannte Tage in der Natur oder eine Extradosis Kultur in den Städten und Städchen erleben möchte, der ist hier am richtigem Ort, das habe ich hier nun erlebt und genossen und gebe es gerne "Empfehlendswert" weiter.
Die Städte entlang des Mainflusses weisen eine vielzahl von alten, historischen und romantischen Stadtkernen mit Winzer-Charakter, aber auch wie im Bild 10 bis 14 moderne Baumaßnahmen auf. Fränkisches Fachwerk vermischt mit moderner Architektur lässt erstaunen und regt zur Anregung und Ideenentwicklung an. Die steilen, von Weinreben überzogenen Hänge, Wiesen und Wälder säumen diese Städte.
So wie die Weine mit den Köstlichkeiten aus der Küche harmonieren, ist es auch mit dem Ambiente, in dem man im Fränkischen Weinland speist: Restaurants und Vinotheken legen Wert auf das Besondere und hier schließt sich weder fränkisches Fachwerk noch moderne Architektur, gehobene Gastronomie und Gemütlichkeit aus. Hier genießt man mit Stil - und großem Wohlgefühl.
Die Gastfreundlichkeit und das einem entgegenbringende Vertrauen ist unglaublich und erfreut. Ein kleines Beispiel möchte ich hier berichten, in dem Städtchen Sommerhausen ca. 20 km von Würzburg sparzierten wir durch die Gegend und entdeckten auf einer höhergelegenen Anhöhe einen Turm, in diesem Turm befand sich eine Wohnung mit Kunstschmiede und Modegeschäft. (In der Foto und Bildreihenfolge 13 bis 17 ein kleiner Teil vom Türmchen). Der Garten lies uns erstaunen und übertraf einiges bisherige Gesehene. Kunstgegenstände, Skulpturen die sich in diesem Garten einfügten reflektierten einen hohen Wert. Die Besitzerin die wir eine ganze Zeit nicht gesehen hatten, kam auf uns zu und sagte: "Bitte treten sie näher und schauen sie sich alles in Ruhe an, ich versichere ihnen auch nichts verkaufen zu wollen, den Garten dürfen sie auch betreten, bitte kommen sie." Gerne haben wir diese Einladung angenommen und schauten uns um. Die Besitzerin zog sich diskret zurück und lies uns alleine. Einige Minuten später sahen wir die Frau mit einem Eimerchen zum Weg außerhalb des Turmgebäudes laufen. Wiederum einige Minuten später wanderten wir dann weiter, die Frau konnten wir zwecks Verabschiedung nicht finden. Eine Parallelstraße weiter haben wir die Frau zufällig wieder angetroffen, hier bekam sie von einer Nachbarin ihr Eimerchen mit Gartengemüse gefüllt. Freundlich konnten wir uns nun verabschieden und bedanken.
Anfangs wollte ich hier nur von einem Beispiel berichten, aber während des Schreiben fällt mir ein zweites ein und berichte auch hiervon gerne.
Gebucht haben wir in Eibelstadt - Erlach, nahe Ochsenfurt in einer kleinen Privatpension mit vier Doppelzimmer. Die Anreise von Wesel war nicht zeitaufwendig und leicht erreichbar.
Bei der Ankunft hatten wir allerdings Störgefühle, denn bei der Ankunft konnten wir in der kleinen Privatpension niemand antreffen. Handy-Anrufe zum Vermieter der auch in der Pension wohnt und diese betreibt blieben erfolgslos. Nach mehrmaligem läuten an der Hauseingangstüre und Betätigung der davor-liegenden Eingangstor-Sprechanlage fasste ich den Mut trotz eines Warnhinweises auf einen Hund den Garten hinter dem Haus zu betreten. Erstaunlicherweise mußte ich hier feststellen, dass die Kellertüre weit aufstand und ein Fenster im Erdgeschoß zum Haus ebenfalls und nur durch ein Fliegengitter geschützt ist. Deshalb für mich unbegreiflich, dass keiner im Haus bzw. anwesend sein sollte und rief deshalb nun vor, als auch hinter dem Haus immer wieder: "Hallo - hallo - hallo", klopfte an der Terassentürscheibe und einem danebenliegendem Fenster. Als dieses mir nun alles zwecklos vor kam, klingelte ich nebenan bei den Nachbarn. Hier mußte ich wieder freundliche Hilfe erfahren. Nach einigen Anstrengungen der Nachbarin hier Klärung zu bringen, kamen auf einmal die Pensionseigentümer mit einem Hund an der Leine um die Ecke, diese wie sich herausstellte waren einfach nur mal mit ihrem neuen jungen Hund eine Runde drehen! Nach kurzer Begrüßung und Vorstellung fragte ich dann, ob sie denn keine Bedenken hätten, das Haus so offen und unbeaufsichtig alleine zu lassen. Der Mann antwortete: "Ah, na, dat hama hier net."
So nun widme ich mich wieder zu dem Eigentlichem und zwar dem Urlaubstipp: "Fränkisches Weinland." Hier ist es mir noch wichtig zu erwähnen, dass es für Radler die Verbindung aus Wein und Main ist, die grenzenloses Genussradeln verspricht. Vor allem der Main-Radweg steht für unbeschwertes Radvergnügen - mit Qualität! Denn der Main-Radweg wurde vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) mit fünf Sternen und damit in der höchsten Qualitätsstufe ausgezeichnet. Aktiver Genuss beschränkt sich im Fränkischen Weinland aber nicht nur aufs Flussufer: Beim Bootwandern wird man auf entspannte Weise eins mit dem Wasser.
Wenn ich mit diesem Beitrag einen kleinen Vorgeschmack serviert und ein wenig inspiriert habe, würde es mich freuen.

MfG, S.Walter
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8 Kommentare
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Myriam Weskamp aus Castrop-Rauxel | 24.09.2013 | 21:53  
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Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 24.09.2013 | 21:58  
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Günther Gramer aus Duisburg | 24.09.2013 | 22:04  
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Hanni Borzel aus Arnsberg | 24.09.2013 | 22:18  
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ANA´ stasia Tell aus Essen-Ruhr | 24.09.2013 | 23:06  
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Helmut Zabel aus Herne | 25.09.2013 | 08:19  
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Myriam Weskamp aus Castrop-Rauxel | 26.09.2013 | 17:47  
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Clemens Matz aus Dortmund-City | 09.02.2017 | 14:44  
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