Was tut eigentlich der Familienunterstützende Dienst (FuD) in Wesel? Ein paar Antworten.

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Wissen wie Familien Unterstützung und Entlastung erhalten. Das FuD-Team (v.l.) Astrid Weiß, Linda Steinkamp, Janina Mooren und Iris Lal. (Foto: pruvat)

Ein Fall ist Iris Lal, vom Familienunterstützenden Dienst (FuD) in Wesel der Lebenshilfe Unterer Niederrhein, besonders in Erinnerung geblieben. Über zehn Jahre lang hätte eine Familie mit einem Angehörigen mit Behinderung Anspruch auf Pflege- und Betreuungsleistungen gehabt. Sie ließen die Chance ungenutzt, da sie nichts von ihren Ansprüchen wussten.

Der Kontakt zum FuD brachte hier Klarheit und schlussendlich die sehr hilfreiche Unterstützung von der Pflegekasse. Um solchen Fällen vorzubeugen, bietet der FuD in Wesel jetzt offene und kostenlose Beratungen zu Themen wie Beantragung einer Pflegestufe, Pflegegeld und Verhinderungspflege an.

Es geht um Betreuungs- und Entlastungsmög-lichkeiten für Angehörige – zum Beispiel durch Einzelbetreuungen oder inklusive Gruppen- und Freizeitangebote.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Thema Inklusion in der Schule. Der FuD berät, wie Schüler mit Behinderung eine individuelle Assistenz im Schulalltag erhalten können, um die Teilnahme und Integration im Klassenverbund zu ermögli-chen.

„Aber nicht nur Menschen mit Behinderung haben Anspruch auf Unterstützung von der Pflegekasse“, erklärt Iris Lal „auch Angehörige können dadurch Entlastung erfahren.“ Das gelte vor allen Dingen bei Menschen mit Handicap, die einen erhöhten Pflegebedarf haben. „Angehörige sind hier hohen Belastungen ausgesetzt“, so Lal. Hier möchte ihr Team Betroffene beraten und bei der Antragsstellung unterstützen.

„Viele scheuen den Weg – nicht nur wegen des Antrages, sondern auch vor dem was folgt“, sagt Iris Lal. Zum Beispiel werde nach dem Anruf bei der Pflegekasse für die Vergabe einer Pflegestufe ein medizinisches Gutachten erstellt. „Für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige ist das aber mit keinerlei Risiko verbunden“, erklärt Lal. Der FuD begleitet den Prozess und steht gerne als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie informieren, erklären den Weg und kennen viele Möglichkeiten, welchen Anspruch Familien auf Unterstützung haben und wie man ihn geltend macht.

Iris Lal ist Erzieherin und Heilpädagogin. Ihre Kollegin Astrid Weiß Sozialpädagogin. Mit Linda Steinkamp, Sozialarbeiterin und Leiterin des FuD in Wesel, beschäftigt sich das Team seit über fünf Jahren mit diesen Themen. Unterstützung erhalten sie von Janina Mooren, die in Nimwegen Sozialpädagogik studiert und seit Februar ihr Praxisjahr in der Einrich-tung an der Pergamentstraße absolviert.

Einen zeitlichen Rahmen möchte sich das Quartett bei der offenen Beratung nicht setzen. „Wir werden jeden Fall ganz individuell behandeln“, sagt Lal. Infos sammeln, Hintergründe erfahren, familiäre Situation schildern lassen und gemein-sam Möglichkeiten finden. Sollte die Zeit dann doch nicht ausreichen, sind weitere persönliche Beratungen nach Absprache möglich – ebenfalls kostenlos.

Die offene Beratung findet am Donnerstag, den 17. September 2015, von 10 bis 18 Uhr, im Lebenshilfe-Center in Wesel, Pergamentstraße 9, statt.
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