Wenn das Essen zum Problem wird

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Essen gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Wir müssen unseren Körper mit Kalorien versorgen, damit er leistungsfähig und fit bleibt. Essen bedeutet aber nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern bestimmt teilweise unsere Tagesstruktur und ist ein Ritual zur Pflege von sozialen Beziehungen, sei es in der Familie oder mit Freunden. Essen wird auch häufig als Seelentröster benutzt, als Belohnung eingesetzt oder auch um Stress abzubauen. Essen ist somit eben nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern häufig auch mit vielen Emotionen verbunden. Gegessen wird also nicht nur, wenn sich der Hunger meldet, sondern auch um emotionale Bedürfnisse zu stillen.
Bei Menschen mit einer Essstörung dreht sich viel um das Essen und seine Zubereitung oder eben um den Verzicht. Viele Menschen mit einer Magersucht sind häufig leistungsorientiert und perfektionistisch in allen Lebensbereichen. Das Hungern und die Kontrolle über den eigenen Körper hebt das Selbstwertgefühl. Auch bei extremem Untergewicht empfinden sich viele Betroffene noch als zu dick. Eine realistische Körperwahrnehmung ist nicht mehr vorhanden.
Menschen mit einer Bulimie (Ess-Brech-Sucht) haben häufig ein ganz normales Gewicht und äußerlich erst einmal angepasst und unauffällig. Typisch für diese Erkrankung sind regelmäßige Ess- und Brechanfälle. Es werden phasenweise große Mengen an Nahrung aufgenommen, Folge ist Scham über den Kontrollverlust und aus Angst vor einer Gewichtszunahme das selbst herbeigeführte Erbrechen.
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle sucht therapieerfahrene Betroffene ab 18 Jahre, die Lust haben sich mit anderen Leidensgenossen regelmäßig in einem Gesprächskreis auszutauschen. Die Gruppe wird sich einmal bis zweimal monatlich in Wesel treffen und ist auf 8 Treffen zunächst begrenzt. Eine anonyme Teilnahme ist möglich.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle, Tel: 02841/90000 oder unter selbsthilfe-wesel@paritaet-nrw.org
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