Winterreifen-Pflicht beachten! Teure Bußgelder vermeiden, Rücksicht auf andere nehmen!

Anzeige
Im Fachbetrieb ist das schnell gemacht! (Foto: LK-Archiv)

Über 300 Kilometer reichten am vor zwei Wochen montags die Staus in Nordrhein-Westfalen. Plötzlich einsetzender Schnee hatte Straßen in Rutschbahnen verwandelt, Glatteis kam dazu. Über 2.000 Verkehrsunfällen mit Blechschäden, Leicht- und Schwerverletzten und drei Toten.

"Die Ursache der Unfälle war die grobe Verantwortungslosigkeit der Autofahrer. Viele Autos, besonders schwere Lastfahrzeuge, hatten keine Winterreifen, sondern nur Sommerreifen aufgezogen.", formuliert die Kreis-Verkehrswacht in einer aktuellen Pressemitteilung. Größter Stau war auf der A 57: 37 Kilometer, weil sich ein LKW mit Sommerreifen quer gestellt hatte.

Wer derzeit mit seinem Fahrzeug noch mit Sommerreifen unterwegs ist, handelt grob fahrlässig und rücksichtslos, so die Kreis-Verkehrswacht Wesel. In hohem Maß ist das verantwortungslos gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern, urteilen die örtlichen Bereichsleiter der Kreis-Verkehrswacht Wesel.

In Deutschland gilt Winterreifenpflicht, sie ist allerdings nicht gesetzlich terminiert. Vielmehr müssen sich Autofahrer ganzjährig an die äußeren Bedingungen anpassen. Wer sicher fahren will, sollte spätestens im Oktober die Winterreifen bis Ostern aufziehen. „Von O bis O“, rät die Kreis-Verkehrswacht. Damit schützen Sie nicht nur sich, sondern auch die anderen Autofahrer.

Teuer wird es für die, die bei winterlichen Bedingungen mit Sommerreifen fahren und von der Polizei erwischt werden: 60 Euro und einen Punkt in Flensburg; die Strafe erhöht sich auf 80 Euro, falls das Fahrzeug den Verkehr behindert. „Zu niedrig sind die Strafen“, schließt sich die Verkehrswacht der Gewerkschaft der Polizei an. Die fordert mehr Kontrollen und Stilllegung von Fahrzeugen an Ort und Stelle, bis Winterreifen aufgezogen sind.

Viel teurer wird es, wenn der Autofahrer bei winterlichen Verhältnissen mit Sommerreifen einen Unfall verursacht. Er muss damit rechnen, dass seine Kfz-Versicherung weder den eigenen Schaden noch den der übrigen Geschädigten zahlt. Zudem droht der Verlust des Versicherungsschutzes.

Die Kreis-Verkehrswacht empfiehlt, dass Lkw bei Extremwetterlagen gar nicht fahren. "Die Speditionen sollten bei starkem Schneefall klären, welche Fahrten notwendig sind und welche nicht. Die Lkw sollten warten, bis das Wetter besser wird." Insbesondere LKW waren Hauptübeltäter der Staus und Unfälle. Aus Kostengründen scheuen viele Spediteure das Umrüsten auf Winterreifen. Was verantwortungslos ist.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
3.663
Siegmund Walter aus Wesel | 18.02.2015 | 11:49  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.