Auch Misserfolge gehören zum Tanzsport

Anzeige

Hoffen und Zittern enden in Enttäuschungen und Fehlschläge

Sowohl bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren I Kombination als auch in der Oberliga West II Latein lief es nicht rund bei den Weseler Tänzerinnen und Tänzern. Bei beiden Turnieren wurden die gewünschten Ziele und Plätze nicht erreicht.

Am vergangenen Samstag fand mit insgesamt 10 Paaren die Deutsche Meisterschaft der Senioren I Kombination in Düsseldorf statt. Für die TSG Balance Wesel gingen die Eheleute Kemmann an den Start. Kombinationsturniere sind gleich doppelt anstrengend, denn neben den fünf Turniertänzen der Lateinsektion kommen auch die fünf Turniertänze der Standardsektion hinzu.
Da es die letzte Deutsche Meisterschaft für Kemmanns in der Altersklasse der Senioren I war, wollten sie nochmal ihr Bestes geben. Das Turnier begann mit der Standardsektion. Das Paar der TSG wäre lieber mit den Lateintänzen in das Turnier gestartet. „In den Lateintänzen wurden wir bisher immer besser gewertet, da die anderen Paare fast alle ihre besonderen Stärken in den Standardtänzen haben.“ begründet Sandra Kemmann dies. Abgesehen vom Quickstep waren sie dennoch ganz zufrieden mit ihrer Leistung. Nach einer kurzen Pause, um die Outfits zu wechseln, startete mit der Samba die Lateinrunde. Hier fühlten sich Kemmanns stärker und erhofften sich die notwendigen Kreuze, um ein paar Plätze gut zu machen. Das Resultat war ernüchternd. Michael Kemmann resümiert: „Null Kreuze in Latein sorgte für eine herbe Enttäuschung. Nachdem der erste Schock verdaut ist, geht es nun ans Analysieren und das daraus resultierende Training für kommende Turniere.“
Wie in jedem anderen Leistungssport, so gehört auch beim Tanzsport der Misserfolg dazu.
Das musste auch die Formation beim vierten Turnier der Oberliga West II Latein erfahren. Das Turnier fand im vergangenen Sonntag in Oberhausen statt. Der letzte Erfolg vor einer Woche in Witten sollte wiederholt werden und so Rang 5 auch in der Gesamttabelle gesichert werden. In der Stellprobe des A-Teams der Formationsgemeinschaft TSC Borken Rot-Weiß/ TSG Balance Wesel sah dieses Ziel auch sehr Erreichbar aus. Nach vielen Änderungen in der nahen Vergangenheit hatte sich das Team gefunden und zeigte einen gelungenen Durchgang; leider jedoch nur in der Stellprobe. In der Vorrunde schlichen sich kleinere Fehler ein, die Unsicherheiten hervorriefen. Dennoch reichte es für den Einzug in das große Finale. Dies gelang aber auch dem direkten Konkurrenten der TSG Bodelschwingh aus Dortmund.
Im großen Finale durften diese als erste Mannschaft das Parkett betreten. Sie zeigten eine solide Leistung und machten es der FG nicht einfach diese Leistung zu übertreffen. Unser Team betrat erst als vorletzte Mannschaft die Fläche. Von den mitgereisten Fans und den anderen Zuschauern in Oberhausen wurden sie lautstark angefeuert. Das Team wollte seine Bestleistung zeigen und so geschah, was nicht geschehen durfte. Die Nerven schwächelten und die Konzentration ging verloren. So schlichen sich größere Fehler in die Darbietung. Allein war schnell klar, dass es so nicht für den begehrten 5. Platz reichen wird. Mit einer Wertung von 5-6-6-6-6 fiel der 6. Platz auch recht eindeutig aus. Bodelschwingh landete auf dem 5. Platz und so wird es für das letzte Turnier richtig spannend. Noch ist alles offen. In den kommenden Wochen wird jetzt hart trainiert.
Das letzte Turnier findet dann am 29. April als Heimturnier in Borken statt. Dort kann sich dann im Abstiegskampf noch einiges drehen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.