Herren 3 mit einer wenig überzeugenden Leistung in Wesel

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Wesel: Gesamtschule Am Lauerhaas | Die Ausgangslage vor dem Gestspiel bei der Zweitvertretung des Weseler TV war für die Basketballer der BG Duisburg-West klar. Wollte man sich die gute Ausgangslage vor dem zu erwartenden Endspiel um die Kreismeisterschaft in Kleve am letzten Spieltag der Saison bewahren, durfte man sich auch beim Tabellenfünften keine Blöße geben.

Doch statt von der ersten Minute an deutlich zu machen, wer der Tabellenführende ist, verschliefen die Westler den Start in das erste Viertel gerade zu. Von einer Defensearbeit war nichts zu sehen und statt Tempo im Umschaltspiel zeigte man eine statische Offense. Die Quittung: die BGler lagen schnell mit 5:0 hinten und Coach Andreas Rimpler sah sich gezwungen, umgehend eine Auszeit zu nehmen, um seine Spieler zu wecken. Offensichtlich fand er dabei die passenden Worte, denn mit einem 1:14-Lauf in den kommenden drei Minuten drehten die Duisburger die Partie. Bezeichnend dabei: alle Punkte wurden nach Ballgewinn und schnellem Umschaltspiel durch Fastbreaks erzielt. Doch wie in den vorausgegangenen Spielen, so versäumten es die BGler auch diesmal wieder, konstant weiter zu spielen und eine frühzeitige Entscheidung herbeizuführen. Vielmehr vernaachlässigte man erneut die Defensearbeit, ließ Schnellangriffe der Gastgeber und damit einfache Punkte zu, so dass die Weseler das weitere Viertel ausgeglichen gestalten konnten und man nur mit einer 17:19-Führung in die Viertelpause gehen konnte.

Auch im zweiten Viertel ließen die Westler nur einmal kurz auflitzen, was sie zu leisten, fähig sind: zwischen der 13. und 15. Minute wurde konzentriert und aggressiv verteidigt, nach Ballgewinn schnell der Fastbreak eingeleitet, erfolgreich abgeschlossen und mit einem 2:8-Lauf die Führung auf 24:29 wieder etwas aufgebaut. Die verbleibende Zeit war einzig geeignet, Coach Rimpler weitere graue Haare zu verschaffen. Mit einer schwachen Defensearbeit, in der die Gegenspieler meist nur begleitet wurden, man sich dabei nicht untereinander aushalf, gestattete man den Gastgebern einen 10:0-Lauf und eine 34:29-Führung, die bis zur Halbzeit nur noch auf 36:34 verkürzt werden konnte.

Obwohl Caoch Rimpler in der Halbzeit anmahnte, konzentrierte zu arbeiten, endlich konstant Tempo in die Partie zu bringen und den Kampf anzunehmen, verhalten seine Worte nahezu ungehört. Im Gegenteil. Teilweise ließen die BGler die Westler ungehindert in der eigenen Zone aggieren, sah mitunter tatenlos zu, wie diese sich ein um den anderen Offensiverebound sicherten und die zweite Chance nutzen. Und da in der Offense der Westler der gegnerische Korb gerade bei den sonst gefürchteten Dreierwürfen wie vernagelt schien, konnten die Duisburger das Spiel nicht wenden, sondern mussten ansehen, wie die Wesler die Führung nach und nach ausbauten und mit einer 54-49 Führung in das Schlussviertel gingen.

Mit Beginn des Schlussviertels schienen die Westler endlich den Ernst der Stunde erkannt zu haben, ließen sich auch von einem erfolgreichen Dreier der Gastgeber nicht irritieren und glichen innerhalb von zwei Minuten zum 57:57 aus. Mitte des Viertels gelang den Gastgebern noch einmal ein kleiner 4:0-Lauf zum 65:61, bevor die Duisburger dann in den letzten fünf Minuten Ernst machten. Endlich wurde aggressiv verteidigt, den Gastgebern keine Möglichkeit gegeben, einfache Punkte zu erzielen. So eroberte Ballgewinne wurden in schnelle Fastbreaks umgewandelt und einfache Punkte erzielt. Und mit einem 1:14-Lauf in dieser Zeit wurde das Spiel komplett gedreht und am Ende ein 66:75 Efolg eingefahren.

Coach Andreas Rimpler war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht ansatzweise zufrieden. "Das einzig Positive, was man dem Spiel abgewinnen kann, dass erfolgreiche Mannschaften sich nicht selten dadurch auszeichnen, dass sie auch Spiele gewinnen, in denen sie mehr schlecht als recht gespielt haben. Allein wird das nicht reichen, um am Ende auch Meister zu werden."

Es spielten: Deha Özay (34 Punkte/ 1 Dreier), Simon Kirchhoff (10), Daniel Syska (9), Marc Krenz (8), Tobias Jansen (6), Sameh Hamad (4), Dennis Walther, Lukas Morawski (je 2)
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