HSG behält Platz 5 fest im Blick

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HSG – TV Korschenbroich II 37:31 (18:9)

Durch ein Schützenfest im Bollwerk Halle Nord hält die HSG weiterhin Kurs auf Platz fünf der Handball-Verbandsliga. Das letzte Heimspiel der Saison zog aber trotz Freibier weniger Zuschauer an als erhofft.

Die Verkündung des Freibierausschanks zur Feier des Saisonabschlusses sorgte unter den HSG-Akteuren kurz vor dem Anpfiff für leichte Unruhe. Einige Spieler, allen voran der vom Verletzungspech geplagte und somit sowieso einsatzunfähige Heiko Kreilkamp, wollten sich schon zum Tresen aufmachen, doch das Verbandsligaspiel gegen den Liganachbarn aus Mönchengladbach kam ihnen in die Quere. Trotzdem legten die Rot-Weißen einen Start nach Maß hin. Anfängliche Unsicherheiten im Abschluss kompensierte eine engagierte Deckungsreihe, die erst nach sechs Minuten den ersten Gegentreffer zuließ. So zog die HSG über 2:0 (5.) auf 7:3 (12.) davon. Überraschenderweise gönnte man sich in Durchgang eins noch keine Ruhephase, weshalb man den lethargisch auftretenden Gast zunächst mühelos kontrollierte. Die erste und zweite Welle wurde sicher vorgetragen und im Positionsspiel nutzte man die Lücken, die die hochgewachsene aber beinsteife Abwehrreihe der Korschenbroicher zuließen. Hinten agierte der Mittelblock Fyn Walla und Michael Nölscher gewohnt sattelfest. Was dennoch durchkam, fischte der glänzend aufgelegte Phillip Busjan im Tor weg. So ging man mit einem guten Gefühl in die Pause und wurde erst durch die scharfe Ansprache des Trainers aus den Gedanken an ein kühles Freibier nach dem Spiel gerissen. Esser erinnerte an zurückliegende Auftritte, in denen die HSG ähnliche Führungen noch verspielt hatte.


Er sollte Recht behalten, denn das Deckungsverhalten ging von hundert auf null in drei Sekunden und der Gast kam in Überzahl auf 23:19 (39.) heran. Eine erneute Beschleunigung brachte die beruhigende Führung zwar wieder zurück (31:21; 50.), aber die HSG schaffte es auch in dieser Phase nicht, den Sack endgültig zu zumachen. Der Gegner stellte auf eine offensive Deckung um und die HSG schwächte sich durch etliche Zeitstrafen selbst. Als Jonathan Reinartz beim Stand von 33:28 sechs Minuten vor dem Ende zuerst nach einem Foul die zweite Zwei-Minuten-Zeitstrafe kassierte und nach dem Kommentar „Ich lasse mich doch von so einem nicht verarschen“ die rote Karte sah, schien es auf eine hektische Schlussphase hinauszulaufen. Doch die Hansestädter behielten im eigenen Angriff die Übersicht und spielten den eingelaufenen Christoph Heffels am Kreis frei. Er besorgte in Unterzahl die Tore 34 und 35 und machte einen Haken ans Spiel.

Die Saison abschließen muss die HSG in fremder Halle. Die letzten beiden Partien bestreitet sie gegen die HSG RW Oberhausen (Platz 12) und den SV Neukirchen (Platz 11). In diesen gilt es den sensationellen fünften Rang zu behaupten und die Basis für eine gelungene Abschlussfahrt zu schaffen.

HSG: Busjan, Kalus; Timmermann (3), Prchala (3), J. Gorris (4), Weber (4), Heffels (6), Reinartz (3), Nölscher (1), Walla, F. Gorris (13/1)

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