Wesel: Diersfordter Wald | Am Sonntagvormittag, den 15. April 2012, leuchteten im Diersfordter Wildgatter mehr hellgrüne Farbtupfer, als bei dieser Jahreszeit zu erwarten sind: 13 Umweltschützer in ihren Greenpeace-Jacken erkundeten unter der Leitung von NAJU-Mitarbeiter Arndt Kleinherbers naturnahe Laubwälder, Heideweiher und kleine Moore. Besonders beeindruckt waren sie von einer Buche mit einem Durchmesser von 4,80 Meter und einer Gruppe Wildschweine mit ihren Frischlingen.
„Wir möchten möglichst viele Menschen für den Schutz der Urwälder von morgen sensibilisieren“, sagt Arndt Kleinherbers von der NAJU, der diese Veranstaltung geleitet hat. „Wir brauchen alte Wälder für uns, für den Klimaschutz und für den Erhalt vieler Tiere und Pflanzen. Sie sind durch intensive Einschläge bedroht.“
Der Diersfordter Wald befindet sich auf der Niederterasse der ehemaligen Rheinaue. Vom Wind abgelagerte Flugsande erstrecken sich auf einer Länge von gut 6 km und einer Breite von ca. 3 km. Zwischen Wesel und Mehrhoog vermochten sich auf diesen nährstoffarmen Sanddünen naturnahe Eichen-Buchen- und Birken-Eichenwälder trotz der jahrhunderte währenden Forstwirtschaft erhalten. Heute lassen sich im sog. Wildgatter gleich verschiedenste Forstbestände neben diesen naturnahen Waldbeständen bestaunen, denn sämtliche Quartiere weisen überwiegend stattliche Altholzbestände vor.
Forstwirtschaft: maßvoll und ökologisch
Greenpeace engagiert sich dieses Jahr deutschlandweit für den Erhalt alter Buchenwälder. Erst im Jahr 2011 erklärte die UNESCO fünf alte Buchenwälder in Deutschland zum Weltnaturerbe. Um die internationalen und nationalen Ziele zum Schutz der Artenvielfalt umzusetzen, reicht diese Fläche jedoch nicht aus.
Für die Bewirtschaftung der öffentlichen Wälder sind die jeweiligen Landesforstbehörden bzw. -betriebe zuständig. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Forstbehörden privatwirtschaftlich ausgerichtet, mit dem Ziel, größere Gewinne für die Landeskassen abzuwerfen. Aus Kostengründen kommen immer mehr Schwerstmaschinen, sogenannte Harvester, zum Einsatz. Diese hinterlassen häufig breite Schneisen der Verwüstung und Fahrspuren im Wald. In der Regel wird das ganze Jahr über Holz eingeschlagen - ohne Rücksicht auf Brut- und Aufzuchtszeiten der heimischen Tiere. „Wenigstens zehn Prozent der Waldflächen sollten ganz der Natur überlassen werden. Der restliche Wald sollte nur noch ökologisch und nicht industriell bewirtschaftet werden“, fordert Charlotte Brinkmann, Pressesprecherin von Greenpeace Niederrhein.
Unsere Forderungen
- Sofortiger Einschlagstopp für alle öffentlichen Buchen- und Laubwälder, die älter als 140 Jahre sind, bis ein bundesweites Schutzkonzept umgesetzt ist !
- Bis 2020 sollen zehn Prozent der öffentlichen Wälder rechtlich verbindlich aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen werden !
- Ökologische Waldnutzung soll für 90 Prozent der öffentlichen Waldfläche verbindlich festgeschrieben werden !
Wesel: Lippeschlößchen | Am 10.05.2012 traf sich hoher Besuch im Lippeschlößchen in Wesel. Der FDP-Vorsitzende und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler traf mit Vertretern der Weseler Kiesindustrie zusammen. Ebenfalls anwesend war ein zuvor ausgewähltes Publikum. Den Besuch eines ranghohen Politikers, deren Partei für die Nutzung von Atomstrom, sowie die Absenkung der Solarstromförderung steht, nahmen wir zum Anlass ebenfalls vor Ort zu...
Sechs Parteien beantworten fünf Fragen zu umweltrelevanten Themen
Um den Bürgern in Nordrhein-Westfalen einen Überblick zu verschaffen, wie die Parteien bei der anstehenden Landtagswahl zu Umweltfragen stehen, hat Greenpeace Rhein-Ruhr einen Wahlkompass erstellt. Den im Landtag vertretenen Parteien und der Piraten-Partei wurden fünf Fragen vorgelegt, die für den Umweltschutz in NRW relevant sind. Für jede Antwort stehen...
„Schützt die Arktis“ – mit dieser Forderung demonstrieren wir seit heute am Niederrhein vor Shell-Tankstellen u. a. in Duisburg, Dinslaken und Wesel gegen die in der Arktis stattfindenden Ölbohrungen des Ölkonzerns. Autofahrer werden von uns an den Shell-Tankstellen über die Bedrohung der Arktis informiert. Gleichzeitig sammeln wir Unterschriften zum Schutz der Arktis (www.savethearctic.org). Die Unterschriften der ersten...
Ob Christiane Hetzel einen geheimen Vertrag mit Petrus schloss? Oder gar Peter Maffay, dem man durchaus diplomatisches Geschick zutrauen darf? Jedenfalls war der gefühlte November rechtzeitig zum Konzert des Künstlers und seiner Band auf der Waldbühne des Tannenhäuschens abgezogen. Schwein gehabt!
800 gutgelaunte Gäste und Kartenbesitzer waren erschienen, um den 111. Geburtstag des renommierten Hauses am grünen Nord-Entrée...
Woran erkennt man den Anfänger im Garten? Daran, dass alles groß und bunt blühen muss. Einige Zeit später bemerkt er dann Details, auf die er vorher nicht geachtet hat.
Beispiel Pfingstrosen, wissenschaftlich Paeonien. Woran denken Sie bei Pfingstrosen? An die dunkelroten, gefüllten Blüten, groß wie eine Männerfaust? Schön, schön, aber die hat ja jeder. Wer sich mal mit dem Stichwort Paeonie durchgoogelt, kann sich...
Was sind des Menschen Not und Leid,
die Träume seiner Einsamkeit,
wohin trägt ihn sein Sehnen?
Schatten graben sich in die Zeit,
im Rhythmus der Vergänglichkeit
mischt sich der Klang von Tränen.
Begehren heißt das dunkle Lied,
es bringt des Leidens Noten mit,
stets spielt´s die alte Weise.
Zu spät erkannt was gerad´ geschieht,
ein Moment der ins Schicksal flieht,
auf nachtumgarnter Reise.
Zu oft ist...