Oliv und blau gemischt - gemeinsame Übung von THW und Bundeswehr-Reservisten

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Wesel: THW |

Vergangenes Wochenende bot sich ein ungewohntes Bild auf dem Übungsgelände an den Kanonenbergen.

Um 7:00 Uhr morgens herrschte auf dem Platz bereits rege Betriebsamkeit: 30 Reservisten der Kreisgruppe Rhein-Ruhr und 21 Helfer des THWs warteten auf den Beginn eines gemeinsamen Ausbildungstages. Ziel war es, den Soldaten das Material und die Techniken des Technischen Hilfswerks näher zu bringen. Denn im Ernstfall ist es nicht unwahrscheinlich, dass die blauen Helfer durch olivfarbene verstärkt werden.

Die Ausbildung war in fünf Stationen gegliedert, die von kleinen Gruppen durchlaufen wurden. Zugucken war nicht angesagt, stattdessen wurde demonstriert, wie es funktioniert und anschließend mussten alle mit anpacken.

Eine verletzte Person wurde im Wald gefunden, eine andere musste von einem Kesselwagen gerettet oder aus einem engen Keller ans Tageslicht gebracht werden. Da es vorkommt, dass Personen verschüttet oder eingeklemmt sind, wurden mit Hebekissen, Zahnstangenwinde, Hydropresse und Greifzug Lasten bewegt und zur Sicherung mit Holz unterbaut.

Eine elegante Methode, um Personen aus höher gelegenen Stockwerken zu retten, wurde an der Station "Leiterhebel" demonstriert. Dabei wird ein Schleifkorb, in dem in diesem Fall ein Dummy lag, aus einem Fenster gehoben und am oberen Ende der vertikal an der Hauswand anliegenden Leiter befestigt. Durch das langsame Herunterkippen der Leiter wird nun die Person langsam abgelassen, verbleibt aber durch geschickte Seilführung immer in einer nahezu horizontalen Lage.

Da es nicht reicht eine verletzte Person nur aus dem Gefahrenbereich herauszubringen, betreuten Sanitäter der Bundeswehr eine Station: Hier wurde am lebenden Objekt gezeigt, wie man Verletzungen erkennt und mit wenigen Hilfsmitteln so gut wie möglich behandelt. Das vermittelte Wissen war auf das Ausbildungsszenario zugeschnitten und nicht vergleichbar mit dem, was man etwa in einem Erste-Hilfe-Kurs erfährt.

Für die tolle Verpflegung am Morgen, Mittag und Abend sorgte die Küche der Schill-Kaserne. Die Stimmung war zwanglos und die Motivation hoch. Die gemeinsame Ausbildung hat Gästen und Gastgebern viel Spaß gemacht und eine weitere Zusammenarbeit im nächsten Jahr wurde bereits fest vereinbart.


Text: Robin Bougardier
Fotos: Johannes Sorge, Sandra van der Lugt
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Fritz van Rechtern aus Neukirchen-Vluyn | 03.11.2014 | 09:40  
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