Pilotprojekt "Soziales Netzwerk": Bauverein Wesel unterstützt aktive Nachbarschaftshilfe

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Anett Leuchtmann (Foto: dibo)

Der Bauverein Wesel hat das Pilotprojekt „Soziales Netzwerk“ im Zitadellenviertel ins Leben gerufen. Ziel ist es, das Leben im Quartier für Familien sowie junge und ältere Menschen noch attraktiver zu machen.

In einer Pressemitteilung heißt es: Deshalb hat der Bauverein damit begonnen, seine Mieter nach ihren Bedürfnissen zu befragen. Das Unternehmen arbeitet dabei mit einer externen Projektleiterin zusammen, die über langjährige Erfahrung in Pflege und Sozialdiensten verfügt. Sie wird von einer Mitarbeiterin des Bauvereins unterstützt. Der Projektzeitraum soll insgesamt rund ein Jahr dauen.

„Wir wollen für die Zukunft noch besser darüber informiert sein wie unsere Mieter leben wollen. Wir möchten wissen, was ihnen in ihrer Wohnsituation fehlt, worauf wir beim Bauverein mehr achten müssen, was wir eventuell für die Mieter organisieren können“, erläutert Anett Leuchtmann, Vorstand der Bauverein Wesel AG. „Es geht darum, nun die Menschen und ihre Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen, nachdem wir das Zitadellenviertel in den vergangenen Jahren baulich deutlich aufgewertet haben. Damit machen wir gleichzeitig auch den Bauverein fit für die Zukunft.“

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp unterstützt das Projekt: „Ein wichtiges Thema ist zum Beispiel der demografische Wandel. Wir müssen gemeinsam Lösungen finden, die für die Menschen bezahlbar sind. Dafür ist dieses Projekt eine gute Möglichkeit.“
Christiane Jaenisch, langjährige Pflegedienstleiterin, und Stella Wunsch, Mitarbeiterin des Bauvereins, haben im März damit begonnen, die Mieter persönlich zu befragen.

Der Bauverein verschafft sich auf diese Weise einen umfassenden Überblick über den Bedarf der Bewohner. „Die Reaktionen sind durchweg positiv“, beschreibt Stella Wunsch die Erfahrungen aus den ersten Gesprächen. Insgesamt sollen bis Ende Mai rund 350 Mieter befragt werden.

In einem zweiten Schritt werden die genauen Handlungsfelder identifiziert und passende, spezialisierte Kooperationspartner gesucht. „Das können zum Beispiel Wohngemeinschaften oder auch Pflegedienste sein“, erklärt Christiane Jaenisch. „Oder es wird organisiert, dass die älteren Bewohner nachmittags ab und zu auf die kleineren Kinder aufpassen.

Die Mütter können dann in Ruhe etwas erledigen und für die älteren Bewohner mit einkaufen. So haben alle etwas davon. Wichtig ist, dass mit den Mietern und nicht an ihnen vorbei geplant wird.“ Mittelfristig soll so ein soziales Netzwerk entstehen, das alle Bewohner des Zitadellenviertels nutzen können.

„Als großer Vermieter in Wesel haben wir eine soziale Verantwortung gegenüber unseren Mietern. Dazu gehört auch, dass wir sie dabei unterstützen, ihren Alltag zu meistern. Das gilt vor allem für ältere Mieter, die möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben möchten, aber auch für junge Leute und Familien. Wir wollen die Mietergemeinschaft stark machen“, so Anett Leuchtmann. „Dabei arbeiten wir eng mit dem Nachbarschaftsverein Zitadellenviertel zusammen, der ja bereits einige Angebote entwickelt hat.“
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Neithard Kuhrke aus Wesel | 21.05.2015 | 00:46  
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