Tierschutz heißt auch Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie hart sind..

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Ruhe in Frieden, kleiner roter Kater..
Montag letzter Woche wurden wir zu einem Noteinsatz gerufen. Aufmerksame Tierfreunde berichteten von einem roten Kater, der eine seltsame Schwanzveränderung aufwies. Als wir ihn mit der Falle fingen, waren wir entsetzt. Sein Schwanz war in der Mitte bis auf die Schwanzwirbel abgefault. In der Narkose am nächsten Tag stellte sich heraus, daß er einen Autounfall gehabt hatte: zwei Beine waren verletzt , die Hoden ebenfalls. Im Sommer war uns von einem verletzten wilden roten Kater in diesem Gebiet berichtet worden, er konnte damals aber nicht gefangen werden´....nun war er Monate später doch in die Falle getappt. Seine Verletzungen waren eigentlich schon ausgeheilt, ebenfalls ein Calicivirus, wie die Narben auf der Zunge zeigten. Aber trotzdem konnten wir nichts mehr für ihn tun. Im Ultraschall zeigte sich ein beginnendes Nierenkarzinom, Folge seiner schweren Verletzungen..So haben wir im dann den kalten Winter erspart und den tödlichen und sehr schmerzhaften Tod durch das Karzinom..Ein tapferer Kämpfer hat den letzten Kampf nun doch verloren..
Nierenkarzinome sind bei Katzen oft zu finden, so auch bei dem Kater, den wir gestern abend, wieder mal Montag, bei einer aufmerksamen Familie in Mehr im Garten fingen: sie hatten eine Verletzung des Ohres bei dem zugelaufenen Tier festgestellt. Eine Ohrnekrose schwerster Güte ließ uns weitersuchen. Schneeweiße Schleimhäute und Ohren deuteten auf eine Leukose hin, die im Ultraschall dann auch deutlich wurde. Seine Nieren waren extrem groß und wiesen beidseitig Karzinome auf.. Auch hier entschieden wir uns für den würdevollen Abschied vor Beginn eines langen schmerzvollen Leidensweges, aussichtslos und unabdinglich..
Auch das ist Tierschutz, wir wollen Leben verlängern, nicht Leiden..
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