„Ich freu mich drauf!“

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Rollstuhl als Handbike: Marcel Hörenbaum ist vom Elbschetal aus mobil. Foto: nk
Wetter (Ruhr): Wengern |

Marcel Hörenbaum ist Jüngster bei erster Para-Badminton-DM in Wetter


„Der Spaß steht an allererster Stelle!“ sagt Marcel Hörenbaum, 20 Jahre jung aus Wengern. Hier, Am Brasberg, wird die Deutsche Meisterschaft im Para-Badminton ausgetragen, der 17. insgesamt, der ersten vor Ort. Da, wo Marcel seit 15 Jahren wohnt und seit gut einem Jahr trainiert. Trotz Rollstuhl.
„Genau das möchte ich an andere weitergeben: Traut euch in die Vereine, auch mit Handicap“, sagt der 20-Jährige, der Badminton beim TuS Wengern spielt. „Anfangs war eine gewisse Zurückhaltung bei den anderen zu merken, aber ich habe gleich gesagt: Spielt mit mir wie mit jedem anderen auch.“
Ein Schläger, Ball und Netz und ein Spielpartner – es kann losgehen.
Handicaps haben alle Teilnehmer der Para-Badminton-DM, die am kommenden Wochenende in der Sporthalle Am Brasberg 88 an den Start gehen.
Rund 30 sind es, aus sechs Bundesländern – von Aachen bis Berlin - mit Marcel, dem Jüngsten und der Ältesten mit Ende 60. „Gertrud ist übrigens meine Partnerin im Mixed-Turnier“, freut sich Marcel. Die beiden kennen sich seit Jahren, sind auf einer Wellenlänge und treten schon lange bei der DM als gemischtes Doppel auf. „Wir wissen einfach immer, wer wo hinfährt“, lächelt Marcel über die Einigkeit auf dem Spielfeld.
Die Meisterschaft nach Wengern geholt hat der 20-Jährige zusammen mit Vater Holger. Beide sind aktiv im Deutschen Rollstuhlverband e.V., Marcel macht die Öffentlichkeitsarbeit, Holger Hörenbaum ist zweiter Vorsitzender des Vereins.
„Wir wollen den Sport auch hier in der Gegend fördern“, sagt er und freut sich, dass er den TuS Wengern mit ins Boot holen konnte ebenso wie Wetters Bürgermeister Frank Hasenberg, der die Schirmherrschaft für die erste Para-Badminton-DM in der Harkortstadt übernommen hat.
„Wir wollen die kleine schnuckelige Halle proppevoll haben“, ist Holger Hörenbaums Wunsch für die Turniertage in der Brasberghalle, die am Samstag um 9 Uhr beginnen und bis Sonntagnachmittag dauern werden.
„Der Eintritt ist frei und auch für die Verpflegung ist gesorgt“, sagt Marcel Hörenbaum. Ehrensache, dass Mutter Bettina und Schwester Mareike die Cafeteria organisieren.
Teamgeist in Sachen Familie und Sport: Marcel Hörenbaum hat beides.
Und sein Handicap? Ist Nebensache..
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