Gas-Kontrollflüge über Arnsberg/Sundern/Ense im 2-Wochen-Rhythmus

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Westnetz-Hubschrauber kontrolliert Gastransportnetz in Arnsberg

Laute Motorgeräusche am Himmel, ein weißer Hubschrauber in Sicht, beobachtende Piloten - wer bislang über “dieses Phänomen” verwundert oder gar verärgert war, soll jetzt von der Westnetz GmbH (RWE) aufgeklärt werden. “Die Flüge sind ein wichtiger Teil unserer routinemäßigen Kontrollen. Durch den geschulten Blick entdecken wir schnell, wo etwas nicht in Ordnung ist und können bei Bedarf sofort gezielte Maßnahmen einleiten.”, erklärt Thomas Walkiewicz, Leiter des RWE-Regionalzentrums Arnsberg, die turnusmäßigen Kontrollflüge mit dem Hubschrauber.

Tagtäglich befinden sich die erfahrenen Piloten, Lennart Litzke und Christoph Klüh, an ihrem fliegenden Arbeitsplatz und manövrieren sich dicht entlang der Gashochdruckleitungen in Soest, im Hochsauerlandkreis und ein Stückweit auch im Märkischen Kreis, um die Befliegungskontrolle durchzuführen. Alle zwei Wochen haben sie in angepasster Flughöhe und Geschwindigkeit die Arnsberger Gashochdruckleitungen im Blickfeld. Zum aktuellen Kontrollflug luden Wieland Dierks, Pressesprecher der Westnetz GmbH, und Thomas Walkiewicz auch die Presse ein.


Piloten notieren jede noch so kleine Auffälligkeit

Notiert werden dabei alle Arbeiten, die in einem Bereich von etwa 100 Metern beiderseits entlang der unterirdischen Gashochdruckleitungen vorgenommen werden, um bei Beeinträchtigungen sofort handeln zu können. Dabei werden auch natürliche Gefahrenquellen (wie zum Beispiel Bäume oder auch Holzstapel) ausfindig gemacht, die sich zu nah an den entsprechenden Leitungen befinden.

Auch “Verfärbungen der Vegetation” durch den Austritt von Gas kann ein geschulter Pilot erkennen. Eine explizite Prüfung, ob Gas aus Leitungen austritt, wird jedoch nicht per Hubschrauber durchgeführt, sondern zu Fuß - die Strecken werden dafür “belaufen”. Erweisen sich vermeintliche Gefahrenquellen als ernstzunehmendes Problem, werden ein Foto sowie die notwendigen Informationen direkt vor Ort zusammen getragen - dafür landen die Piloten und weisen gegebenenfalls die Bauleitung vor Ort auf die möglichen Probleme hin.

Des Weiteren werden der Sachverhalt, ein Foto wie auch die Koordinaten an die Leitzentrale weitergeleitet, die durch ein Geoinformationssystem (GIS) den zuständigen Mitarbeiter ausfindig macht und zur Gefahrenstelle navigiert. Alles, damit dieser unverzüglich einschreiten und die durchgehende, zuverlässige wie vor allem sichere Versorgung gewährleisten kann.

100-prozentige Konzentration ist gefordert

Mit rund 647 Kilometern Hochdruckleitungen, 1800 Kilometern Mitteldruckleitungen und 414 Kilometern Niederdruckleitungen allein im aktuellen Befliegungsbezirk ergeben sich tagtäglich horrende Strecken, die auf Auffälligkeiten überprüft werden. Genutzt werden hierzu an Bord ein Laptop sowie ein GPS-System, welches dem Piloten und dem Beobachter den genauen Verlauf der entsprechenden Leitungen anzeigt. “Dieser Job erfordert einen 100-prozentige Konzentration.”, schildert Christoph Klüh, einer der Piloten. Pro Tag werden je nach Witterungsbedingungen rund 600 bis 800 Kilometer Gasleitungen kontrolliert.

THORA MEISSNER | DIRK OSTERHOLZ
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Heiko Müller aus Dortmund-City | 23.09.2015 | 16:30  
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