Bücherkompass: Rezension "Der Familie Popolski" von Achim Hagemann

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(Foto: rororo)

„ Der Familie Popolski“ liest man nicht, man durchschmunzelt es. Erzählt wird die „wahre“ Entstehungsgeschichte aller 128.000 internationalen Top-Ten-Hits! Denn wer hätte gewusst, dass die Popmusik nicht aus Amerika oder England stammt, sondern aus Polen, genauer gesagt aus Zabrze! Und der Erfinder all dieser bekannten Hits ist der ebenso legendäre wie geniale Piotrek Popolski- auch bekannt als „Opa Popolski“ und Oberhaupt der Familie Popolski.

Gekonnt erzählt Achim Hagemann die Lebensgeschichte von Piotrek und der Familie Popolski. Immer wieder zauberte er mir ein Lachen ins Gesicht.

So z.B. wie er die Geschichte von der Freundschaft zwischen Piotrek und dem King „Elvis“ erzählt.
Elvis, den der Opa schon in seinen frühen Jahren kennengelernt hatte, überraschte den Opa mit einem Spontanbesuch zu dessen 88.ten Geburtstag in der Plattenbausiedlung von Zabrze.
Es wird wild gefeiert und viele, viele, viele Wodkas gekippt.
Elvis soll derart berührt gewesen sein von dieser Begegnung, dass er verkündet habe, er wolle nicht nach Graceland zurückkehren, sondern lieber in Zabrze bleiben und in die Wohnung direkt gegenüber der Familie Popolski ziehen.
Und diesen Abend haben der Opa und Elvis in dem Lied „Living next door to Elvis“ verarbeitet.

Die Wenigsten wissen auch, dass der Opa und Onkel Luschek eine halbe Stunde vor den Amerikanern auf dem Mond landeten.
Klar, dass er dabei ganz nebenbei noch den Hit „Vollig losgelost“ schrieb.
Da die mitgebrachten Plastiktüten mit Luft aber sehr rasch leer waren, mussten die beiden schnell mit der selbstgebastelten Mondrakete POLIUS 12 zur Erde zurückfliegen.
Und während die Amerikaner bei ihrem ersten Schritt auf den Mond gegen eine leere Wodkaflasche, ein altes Akkordeon und Gürkchen aus der Gegend von Pyskowice stießen und den legendären Funkspruch: „Houston- wir haben ein Problem“ absetzten, flogen der Opa und Onkel Luschek schon wieder gut gelaunt durch den Mondschatten zurück nach Zabrze und schrieben den nächsten Gassenhauer „Moonlight Shadow“
Und so erklärt Geschichte auf Geschichte die wunderliche Entstehung vieler Hits, die später allesamt von einem windigen Gebrauchtwagenhändler gestohlen und weiterverkauft wurden und nun nach Strich und Faden von anderen Musikern verhunzet werden.
Es heißt schließlich nicht umsonst: Dieter Bohlen hat gestohlen alle Hits aus Polen!
Dobrze- der wissen der Wenigste!

Fazit: ein unterhaltsames, kurzweiliges Buch! Lesen lohnt auf alle Fälle!
Ein absoluter Gute-Laune-Garant,der auf mehr solch verrückter Geschichten hoffen läßt!
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Gudrun Wölke aus Bottrop | 26.05.2015 | 06:42  
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