Erzieher lernen international - Comenius-Berufskolleg nimmt an „Erasmus+“-Projekt teil

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Projektkoordinatorin Annette Schultheis-Witkop (3.v.r.) besucht Studentin Yasemin Budak (3.v.l.) und das Team des Kindergartens der Deutschen Botschaft in Istanbul. Foto: Schule

Das Comenius-Berufskolleg wird international: Die Schule auf dem Gelände der Diakonie am Schwesternpark hat die Genehmigung für ein „Erasmus+“-Projekt mit dem Titel „Internationalisierung der Ausbildung, Perspektive frühkindliche Bildung und Inklusion“ erhalten. Berufspraktikanten können künftig Teile ihres letzten Jahres der Erzieherausbildung im Ausland absolvieren.

Witten. In einer Pilotphase sind zwei Studenten im Anerkennungsjahr des Comenius-Berufskollegs nach Istanbul gestartet, um dort drei Monate ihres Praktikums am Kindergarten der Deutschen Botschaft abzuleisten. Sie sammeln dort neue berufliche Erfahrungen im Bereich der frühkindlichen Bildung. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Sprachförderung, wobei Deutsch die Arbeitssprache ist und von allen Kindern gelernt wird, die zum größten Teil einen zweisprachigen familiären Hintergrund haben. Nur in Ausnahmefällen wird auch Englisch mit den Kindern gesprochen oder Türkisch in Kursform angeboten.

Ein wesentlicher Aspekt und eine besondere Herausforderung für die Auszubildenden besteht zudem in der Organisation der eigenen Lebensführung, Anmietung einer Wohnung, Gestaltung der Freizeit und Organisation des Berufslebens in einer Metropole mit etwa 16 Millionen Einwohnern. „Trotz der Bedenken wegen der politischen Lage haben wir uns entschlossen, diesen Aufenthalt zu genehmigen, weil unser Projektpartner vor Ort eine Einrichtung der deutschen Botschaft ist“, sagt Schuleiter Uwe Gronert. „Zudem sind die beiden jungen Damen türkischstämmig und mit der Situation vor Ort vertraut.“
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