Goodnight, well it’s time to go: Das AMG schickt die Schüler musikalisch in die Ferien

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Langsam füllt sich das Atrium
 
Herr Dr. Kiesow begrüßt die Anwesenden
Witten: Albert-Martmöller-Gymnasium |

Wie hält man sie noch aus, diese quälend langen letzten Tage bis zu den Sommerferien? Ganz klar: mit Musik! Das Albert-Martmöller-Gymnasium schickte am Dienstag Abend Schüler, Eltern und natürlich auch die Lehrer mit einem vollgepackten Konzert in die wohlverdiente Sommerpause.

Von Solisten bis Rockband, Barock- bis Popmusik, Elvis bis Chor war alles dabei, was man braucht, um das Atrium des AMG mit dem einen oder anderen Ohrwurm verlassen zu können. Durchs Programm führten in gewohnt charismatischer Art die drei Oberstufenschüler Ian Simmer, Sarah Assert und Marina Werdelhoff.
Beim den aktuellen Wetterverhältnissen passte der Opener „California Dreamin’“ des Schulchors von Herrn Denno hervorragend, um in das warme Los Angeles zu träumen. Die Bläserklasse des AMG bot eine Reise durch die Musik- und Filmgeschichte: von „Chariots of Fire“ des griechischen Komponisten Vangelis über Schuberts „Militärmarsch“ musizierten die jungen Musiker die Titelmelodien von „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ und „Titanic“, um sich mit Mussorgskys großem Tor von Kiew monumental von der Bühne zu verabschieden.
„Perpetuum mobile“ bezeichnet etymologisch gesehen eine ständige Bewegung – Carl Maria von Weber gab dem Rondo seiner Klaviersonate N°1 diesen Beinamen, da es an keiner Stelle eine Unterbrechung der stetigen Sechzehntelbewegung gibt. Raphael Lonszewskis imposante Darbietung dieses Werkes führte zu tosendem Beifall, der gefühlt bis zum Saalbau zu hören war. Weniger mechanisch als gefühlvoll im Dreivierteltakt schunkelnd folgte unter der Leitung von Frau Machill das AMG Schulorchester mit dem bekannten Walzer aus der 2. Jazz-Suite Schostakowitschs. Abschließend ließ es sich der Moderator Ian nicht nehmen, die Gäste mit Marc James’ „if I can dream“ selbst in die Pause zu singen – für die perfekte Illusion fehlte nur noch die einzigartige Elvis-Haartolle.

Fanfaren läuten die zweite Hälfte ein

Kurze Zeit später schallten Fanfaren aus Charpentiers Prelude aus dem „Te deum“ durch die Stimmen des Schulorchesters unter der Leitung von Frau Hehenkamp und machten Lust auf die zweite Hälfte des Konzerts. Herr Fechners Klasse 6b brachte stimmgewaltig den Song „Safe and sound“ der US-amerikanischen Band „Capital Cities“ auf Bühne, musste aber beim Anstimmen von „Eisgekühlter Bommerlunder“ schnell von der Bühne gescheucht werden. Nach Kira Grunows und Sarah Krügers Saxophon-Duett („The main event“ von James Rae) folgten die Brüder Nicolas und Elias Kramer jeweils solistisch an Querflöte und Saxophon („Theme and Variations“ von Reichert und „Irish Swing for Saxes“ von Paul Schmitt) und verzauberten das Publikum mit virtuosen Klängen.

Erstmals Lernpotenziale-Band zusammen mit Schulchor

Und dann wurde es wieder voll auf der Bühne: Herr Dennos Schulchor hatte sich Cohens „Hallelujah“ ausgesucht, um die Zuhörer zu berühren. Dynamisch gesteigert durch Intensität und Stimmeinsatz lösten die Sängerinnen und Sänger auch beim letzten Anwesenden ein schwermütiges, aber gutes Gefühl aus, das erst beim Eintreffen der Lernpotenziale-Band aus der siebten Klasse als Unterstützung für den Chor in Feierlaune umgewandelt wurde. Bandbesetzung plus Klavier, Congas, Querflöte und Saxophon erzeugten im Zusammenklang mit den vielen Sängern bei „Hall of fame“ von The Script einen sphärischen Sound, der seinesgleichen sucht. Dass die Band aber auch allein abrocken kann, zeigte sie mit Linkin Parks „Castle of Glass“: da musste jeder mitgehen.
Finn Botjes erinnerte dann pianistisch-virtuos an den zurückliegenden „Monday“ (Ludovico Einaudi), der zukünftige wird glücklicherweise ein Ferientag sein. Mit Frau Hehenkamp als Klavierunterstützung führte Carla Beckmann aus der Q1 das Atrium dann in die Welt Tschaikowskys, indem sie das Thema seines „Schwanensees“ auf der Klarinette musizierte. Dann war wieder Ians Zeit, und er rockte die Bühne mit Hoyt Axtons „Never been to spain“ – gekonnt lässig und mit unglaublicher Stimmgewalt.
Corinna Arndt und Marie Meinhard aus dem Schulchor hatten als drittletzter Programmpunkt noch einmal die Chance, im Duett das „Hey there delilah“ der Plain White T’s auf die Bühne zu bringen, bevor das Schulorchester mit einem Musicalmedley von Pretty Woman und König der Löwen bis hin zu Grease ein letztes Mal alle Stühle besetzte und diverse Füße und Hände der Zuschauer in Bewegung versetzte.

Umjubelter Lehrerchor

Und dann folgte der letzte Programmpunkt, auf den sich wohl die meisten der anwesenden Schüler gefreut haben: völlig a capella sangen sage und schreibe 19 Lehrerinnen und Lehrer den alten Barbershop-Gassenhauer „Goodnight, well it’s time to go“ von Calvin Carter und James Hudson sinnbildlich für den Abschluss des Konzertes. Den tosenden Applaus mit einstimmigen „Zugabe“-Rufen musste Herr Denno leider unterbrechen und die begeisterten Zuschauer mit der Aussicht auf zwei neue Stücke des Lehrerchors beim nächsten AMG-Schulkonzert vertrösten. Na, das macht doch Lust auf mehr! Aber bis dahin erst einmal: „Goodnight, well it’s time to go.“ Wir sehen uns mit Sicherheit beim nächsten Mal.
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