Wieder Knappe sein auf Zeche Nachtigall

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Erst Textilindustrie, dann Zechen in Oberhausen und Bottrop, seit knapp 30 Jahren in Witten: die sehenswerte Dampffördermaschine. Morgen ist sie um 14.30 Uhr strombetrieben in Aktion zu erleben.

Zum letzten Mal in diesem Jahr finden am kommenden Wochenende, 29./30. Oktober, stündlich die Führungen im Stollen der Zeche Nachtigall statt.

Zwischen 10.30 und 16.30 Uhr geht es Samstag und Sonntag alle 60 Minuten in den 130 Meter langen Nachtigallstollen, der 1990 als Schaubergwerk ausgebaut wurde. Ein Abbaustreb und Streckenvortrieb im Flöz Geitling 3 zeigen typische Arbeitssituationen im Kleinbergbau nach 1945. Auch zwischen November und März kann der Stollen besichtigt werden, dann allerdings nur im zweistündigen Takt.
Besonders am Sonntag kann man wieder (oder erstmals) so richtig Knappe sein. Um 14.30 Uhr findet zusätzlich die Vorführung der Dampffördermaschine statt. Diese wurde erst später an dieser Stelle - die Zeche stellte 1892 die Förderung ein - aufgestellt, stammt aber auch aus dem 19. Jahrhundert und stand auf der Zeche Franz Haniel I in Bottrop unter Dampf. Die Maschine wurde 1887 bei MAN gebaut und war zunächst mehr als 20 Jahrein einer Textilfabrik im Einsatz, bevor sie 1911 umgebaut und als Abteuffördermaschine auf der Zeche Jacobi in Oberhausen eingesetzt wurde. Von 1921 bis 1973 war sie schließlich als Fördermaschine in Bottrop im Einsatz. 1987 wurde sie im Muttental aufgestellt und so hergerichtet, dass sie im elektrischen Vorführbetrieb präsentiert werden kann.
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