Auf ein Wort - Beim Namen gerufen

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Pfarrer Holger Papies
Die Ferien sind zu Ende, die Schule fängt an, für manche auch der Konfirmandenunterricht. So wie es vielen Lehrern geht, so geht es mir auch. Ich muss mir neue Namen merken. Das ist für mich ein Problem. Mein Namensgedächtnis hat, sagen wir einmal, noch deutlich Luft nach oben. Das ist manchmal recht peinlich, werde ich doch mit meinem Namen angesprochen, und ich selbst überlege fieberhaft, wie mein Gegenüber heißt. Das hat nichts mit Gedankenlosigkeit zu tun, aber es ist mir eben nicht gegeben. Telefonnummern fallen mit leichter, aber wie blöd ist es, jemanden nicht nach seinem Namen zu fragen, sondern nach seiner Telefonnummer. Bei Gott ist das anders. „Fürchte dich nicht, ich habe dich bei deinem Namen gerufen“, heißt es beim Propheten Jesaja, Gott hat keine Gedächtnislücken, aus seiner Aufmerksamkeit fallen wir nicht heraus. Er hat uns im Gedächtnis, er hat uns im Blick. Mit der Nennung eines Namens entsteht eine Beziehung. Gott möchte diese Beziehung zu uns. Er ruft uns. Wir müssen nur hören. Wenn es einmal leise ist, hören Sie es vielleicht auch. Ich wünsche es Ihnen.
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