Auf ein Wort: Kirche und Sexualität

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Adelheid Neserke ist Pfarrerin in Bochum und wohnt mit ihrer Familie in Witten.

Eine Mohnblüte ziert das Cover. Sattes Rot, zarte Blütenblätter und mitten drin der Titel „Unverschämt – schön“. So sinnlich kommt ein Buch daher, das sich mit der schönsten Nebensache der Welt beschäftigt.

Der Untertitel verrät genauer, worum es in der 2015 erschienen Schrift geht: Sexualethik: evangelisch und lebensnah. Im Klappentext heißt es: „Sie ist einen aufregende Gabe und manchmal eine schwere Last, sie ist die Form intimster Nähe und manchmal ein Mittel grausamster Gewalt: Die Rede ist von der Sexualität des Menschen.“
Auch auf katholischer Seite befassen sich Theologen in diesen Wochen mit diesem Thema. Sie diskutieren über den Umgang mit gleichgeschlechtlich liebenden Menschen und suchen nach einem Weg, seelsorglich mit Geschiedenen umzugehen, die gegen das Verbot der katholischen Kirche wieder geheiratet haben.
In der Bibel wird der sexuelle Akt oft mit dem Wort „erkennen“ beschrieben: „Adam erkannte Eva und sie wurde schwanger und gebar den Kain“ – so beginnt nach 1. Mose 4 die erste Familiengeschichte der Menschheit. Erkennen ist hier nicht nur ein intellektueller Akt, sondern bezieht den ganzen Menschen mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen ein. Ganzheitlich und menschlich.
Als evangelische Christin bin ich gespannt, zu welchen Erkenntnissen die Bischofssynode in diesen Tagen kommen wird.
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