Auf ein Wort: Ungedrucktes

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Jürgen Ernst Kroll
Waren Sie schon mal in der Zeitung?
Nicht eingewickelt als Bettler auf der Bank.
Sondern als Dargestellter mit einer Besonderheit.
Irgendwas hat einen Journalisten an ihrem Angebot gereizt.
Also ruft er Sie an und fragt nach.
Sie erzählen begeistert, was das Zeug hält.
Der Journalist fragt, hört zu, fragt nach.
Minuten langer Informationsaustausch.
Dann schreibt er und ergänzt den Text mit einem Bild.
Beides mit journalistischem Blick geschärft.
Um die Aufmerksamkeit der Leser zu erhalten.
Jobsicherung inklusive.
Ein schwieriges Geschäft, jeden Tag den Gott erschaffen hat.
DANKE allen Journalisten, die das engagiert tun.
Aber was machen die Leser?
Sie lesen ja nicht SIE, sondern etwas ÜBER Sie.
Denken aber, es wären Sie, was da steht!
Ein eklatanter Fehler im Umgang mit Information.
Besonders der gedruckten oder digitalen Information.
Dieser Fehler führt dann zu Reaktionen.
In Deutschland natürlich nicht zu positiven.
Die werden als normal verschluckt.
Es wird emotional, betroffen, beleidigend.
Der Deutsche nimmt übel, wußte schon Kurt Tucholsky.
Aber er fragt nicht Sie!
Hört nicht auf Sie, nimmt den ungedruckten Rest nicht wahr.
Glaubt dem Gedruckten unter Ausschalten des Denkens.
Das könnte der Leser besser,
wenn er denn seine Bibel kennen würde.
Hier wußte schon der weise oder Weisheit sammelnde Salomo:
Wer antwortet, ehe er hört (!), dem ist‘s Torheit und Schande.
Sprüche Salomos 18,13
Heute würde man sagen:
Wer ohne Hintergrundinformationen reagiert ist naiv und liegt falsch.
Er hat zwar eine Meinung, aber nur auf Stammtisch Niveau!

Bleibt fröh!CH kreaktiv
Jürgen Ernst Kroll
Dekan & Wr. theol.
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