Auf ein Wort: Windelwechsel

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Kennen Sie die größte Pampers der Welt?
Ach, mit Windeln haben Sie, Gott sei Dank, nichts mehr zu tun.
Und so schnell wollen Sie auch nicht wieder rein.
Sie fühlen sich also ungewickelt, frei, unabhängig.
Falsch!
Sie stecken in der größten Windel der Welt!
Merken es aber oft erst, wenn sie leer ist und sie wund scheuert.
Oder sehr voll ist und Steuerprobleme macht.
Wir reden von ihrem Portemonnaie!
Alt Deutsch: Geldbörse.
Sie pampert Wohlstandsmenschen bis zur pekuniären Fettsucht.
Gesund und schön ist dann nur, wer es quasi hinblättern kann,
das sogenannte Moos.
Diese Scheine, denen wir einen Gott gleichen Wert zu messen.
Mit deren Hilfe wir gerne Sachen kaufen, die kein Mensch braucht.
Für die wir uns vielleicht sogar beruflich prostituieren.
Natürlich nur aus berechtigter Angst um die Existenz.
Der Berliner Ökonomie Professor Günter Faltin hat zwei Bücher geschrieben.
Das Erste nannte er: Kopf schlägt Kapital.
Nutz dein Gehirn sofort, über Knete reden wir später...
Das Zweite: WIR sind das Kapital.
Kreative Persönlichkeit sind das Zukunftskapital.
In diesen Büchern werden dem Leser die Windeln gewechselt.
(Komisch, dass wir sprachlich Windeln immer nur wechseln und nicht
Windeln entfernen …)
Faltin hat sicher nichts gegen Windeln.
Ausser, wenn sie Menschen handlungsunfähig machen,
verdummen, fremdbestimmen bis zum Burnout!
Wenn sie zu einer „Vollen Behinderung“ werden.
Dann wird es Zeit für einen Windelwechsel.
Bessere Windeln, die Menschen gut zu Gesicht stehen, sind gefragt:
Mut, Selbstbewusstsein, Charakter, Glaube, Liebe, Hoffnung, Humor,
Lernen, Wagen, Ändern, Finden, Kombinieren, usw.
Windeln, die Menschen nicht einpacken, sondern entdecken!
Bleibt tapfer.

Jürgen Ernst Kroll
Dekan & Wr. theol.
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