Augustinchen schließt nach mehr als 40 Jahren

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Beim Abschlussfest der evangelischen Kindertagesstätte Augustinchen wurden nicht nur 29 Kinder in die Schule verabschiedet, sondern auch die sieben Mitarbeiterinnen – die Einrichtung schließt nach mehr als 40 Jahren.

„Wir haben einen unheimlichen Investitionsstau und Bedarf anzubauen und umzubauen, das können wir so nicht leisten“, erklärt Wolfram Linnemann, Pfarrer der Johannisgemeinde und Mitglied des Trägerverbundes der evangelischen Kindergärten.
Die Schließung war bereits langfristig geplant. Seit zwei Jahren werden keine Kinder mehr aufgenommen. Von den knapp 90 Kindern, die die Tagesstätte damals besucht hatten, sind nach der aktuellen Entlassung noch sieben übergeblieben, die in die Kitas Johannis und Sandstraße wechseln. „Den Übergang haben wir mitgestaltet“, sagt Einrichtungsleiterin Denise Finke. „Wir waren mit den Kindern dort schon zu Besuch, und die Kinder kennen auch ihre neuen Gruppen schon“, führt sie aus.
Auch die sieben verbliebenen Mitarbeiterinnen kennen ihre neuen Gruppen schon, denn auch sie werden in die Kitas Johannis und Sandstraße sowie Am Anger und Herbede wechseln.
Begangen wurde der Abschied mit einer Segensfeier, bei der nicht nur, wie sonst üblich, die entlassenen Kinder gesegnet wurden, sondern auch die Mitarbeiterinnen für ihren weiteren Weg. Anschließend wurde gegrillt, und die Kinder konnten sich auf einer Hüpfburg austoben oder sich von einem Luftballonkünstler Tiere basteln lassen.
Vollkommen kinderlos sollen die Räumlichkeiten an der Auguststraße allerdings auch in Zukunft nicht bleiben, wenn es nach den Verantwortlichen geht, die an eine Vermietung denken. Wolfram Linnemann: „Wir hoffen, dass es hier eine andere Form der Kinderbetreuung geben wird und sind in guten Gesprächen mit der Stadt.“
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