"Blitz-Geschichten": Junges Kreativ-Team hat einen aufwendigen Kalender produziert

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Die Motive des Kalenders wurden aufwendig inszeniert und umgesetzt. Als Darsteller agierten Models und Schauspieler.

Er ist groß. Er hält mindes­tens ein Jahr. Und man schaut ihn gerne an – den Fotokalender „Blitz-Geschichten Bochum“, der von der kleinen Agentur „Frei nach vorn“ erstellt wurde.

Alleine schon mit seinen Abmessungen von 60 mal 40 Zentimetern ist der Kalender ein echter Hinkucker. Dargestellt sind insgesamt 13  Motive, die typische Szenen aus dem Ruhrgebiet zeigen und dabei den Betrachter in die Sechziger-, Siebziger- und Achtzigerjahre entführen. Die Kneipe um die Ecke, Blicke in Schreber- und Vorgärten, das Büdchen von nebenan  – es sind Szenen, wie sie wohl jeder kennt. Quasi „beiläufig“ ist in jedes Bild ein altes Opel-Modell eingebunden. Was auf den ersten Blick wie eine ganz normale Darstellung einer Ruhrgebietsszene wirkt, ist das Ergebnis akribischer Vorbereitung und aufwendiger Inszenierung.
„Die Idee kam uns, als wir im ‚Knut’s’ zusammengesessen haben“, erzählt Meike Willner, freiberufliche Wittener Fotografin. Zusammen mit dem freiberuflichen Wittener Kommunikationsdesigner Philipp Niggemeier und dem freiberuflichen Dortmunder Fotografen Ansgar Dlugos sollte ein Projekt entstehen, das eine besondere Sichtweise aufs Ruhrgebiet darstellt. „Ein Bildband wäre zu aufwendig gewesen und hätte auch unseren finanziellen Rahmen gesprengt“, sagt Philipp Niggemeier.
So entschied man sich für einen Kalender. „Es muss nicht immer Zollverein sein, wir wollten Szenen wie der Opa, der aus dem Fenster schaut“, beschreibt Ansgar Dlugos die Intention. Zunächst wurden Orte via Google Street gesucht, die anschließend vorort aufgesucht wurden. Über Opel-Clubs und Facebook wurden Besitzer alter Opel-Modelle ausfinding gemacht, als Darsteller auf den Fotos wirken Models und Schauspieler mit.
Nach den ganzen Vorbereitungen folgte die Umsetzung in die Tat, wobei alle Fotos in Bochum aufgenommen wurden, aber stellvertretend für beliebige andere Städte des Ruhrgebiets stehen. „Für jedes Motiv haben wir mehrere Stunden gebraucht“, erzählt Ansgar Dlugos. „Licht setzen, inszenieren, Positionen finden, das Drücken auf den Auslöser war dabei das kleinste Problem“, ergänzt Philipp Niggemeier. Der Aufwand war mitunter beträchtlich. Für das Dezember-Motiv, das im Spätsommer aufgenommen wurde, kam Kunstschnee zum Einsatz, für das November-Motiv wurde eine Straße unter Wasser gesetzt.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Immer wieder kann man neue Details in den Bildern entdecken und sich förmlich in ihnen verlieren. In Witten kann der Kalender im „Knut’s“ an der Wiesenstraße 25 erworben werden.
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