Breddeschüler feiern Wiedersehen nach 63 Jahren

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Beim Wiedersehenstreff im "Ardey Hotel" stellten sich von ehemals insgesamt 100 Breddeschülerinnen und -schüler des Entlassjahrgangs 1954 immerhin noch 24 Ehemalige zum obligatorischen Gruppenfoto..... Foto: Alfred Möller
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Stimmungsvoller Treff
des Entlassjahrgangs 1954

Vor über sechs Jahrzehnten begann für den Entlass-Jahrgang 1954 der früheren Katholischen Volksschule und heutigen Breddeschule der "Ernst des Lebens". Grund genug, um in geselliger Runde auf das schon "63. Entlassjahr" anzustoßen.

Ungewöhnlich lange fünfunddreißig Jahre dauerte es, bis im Jahre 1989 das erste Treffen des geburtenstarken Jahrgangs 1954 - eine Generation, geprägt von Kriegszeit und Wiederaufbau - stattfand. Danach traf sich der in eine Jungenklasse (8a) und eine Mädchenklasse (8b) mit jeweils 50 Schülern aufgeteilte 54er-Abschlussjahrgang - organisiert von Ingrid Hagedorn und "Kalla" Ostrowski - regelmäßig. Und die Ehemaligen ließen neben aktuellen Themen natürlich auch etliche Dönekes ("Hömma, weiße noch damals ...") aus der Schulzeit noch einmal schmunzelnd Revue passieren.

So beispielsweise die damals obligatorische Grubenfahrt der 8a auf Zeche Mansfeld, die bis in beeindruckende 1.000 Meter Tiefe führte. Oder die denkwürdige Abschlussfahrt mit Klassenlehrer Werner Pauls, seinerzeit CDU-Ratsmitglied, der im sauerländischen Kloster Brunnen ein achttägiges Zeltlager mit Selbstverpflegung organisiert hatte. Doch nach einer Regennacht standen die Zelte unter Wasser, die Stimmung war total im Eimer und alle waren froh, als die acht Tage vorbei waren.

Die 8b-Mädchenklasse, so erinnerten sich die ehemaligen Breddeschülerinnen, hatte beim strengen Dechanten Wilhelm Dorstmann Religionsunterricht. Als einmal einige Mädchen zum Unterricht nicht wie gewohnt mit einem Rock, sondern in langen Hosen erschienen, war der fromme Herr Dechant so geschockt, dass er wütend den Klassenraum verließ, sich bei der Klassenlehrerin Frau Bartmann beschwerte, worauf die dem Vernehmen nach in Tränen ausgebrochen sein soll.

Doch Männerhose hin und Frauenrock her, entscheidend ist, dass Schule das nötige Rüstzeug fürs Leben vermittelt. Getreu der Wilhelm-Busch-Weisheit: "Nicht allein das Abc bringt den Menschen in die Höh; sondern auch der Weisheit Lehren muss man mit Vergnügen hören."

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