Das Streben nach Glück

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Walter Kwiatkowski verlässt sich seit neun Jahren auf seinen Hund Gizmo, und er hat Glück damit!
 
Angelika Busching bekam ihren Glücksstein von einem Inder geschenkt.
Witten: Innenstadt |

Jeder kennt sie: Glücksbringer, die die Menschen vor Unheil schützen und stattdessen Glück bringen sollen. Nicht nur beim Start in ein neues Jahr können die kleinen Helfer bedeutsam sein, sondern auch ein ganzes Leben lang. Witten aktuell fragte die Menschen, wie sie versuchen, Glück in ihr Leben zu holen.

Das Streben nach Glück ist eines der zentralen Bestandteile des Lebens. Der Glaube daran, mit Glücksbringern Pech fernzuhalten und Glück anzuziehen, ist auch bei den Wittenern verbreitet. Glücksbringer können zum einen ganz persönliche Gegenstände sein.
So besitzt Angelika Busching einen kleinen Stein. Sie hat ihn von einem Inder geschenkt bekommen, der zu ihr in den Laden kam, in dem sie arbeitet. „Der Mann hat mir angesehen, dass es mir eine Zeit lang schlecht ging. Er hat mir gesagt, dass dieser Stein mir nicht nur Glück bringen, sondern auch Neid von mir fernhalten soll. Es gebe nämlich eine neidische Person in meinem Leben. Seitdem ich den Stein besitze, geht es mir gut“, so die 61-jährige. Sie trägt den Stein immer bei sich, auch auf Reisen nimmt sie ihn mit.
Doris Bartsch besitzt ebenfalls einen Glücksbringer, der für sie eine große Bedeutung hat. Es ist ein kleiner Stoffigel, der schon bei schweren Schicksalsschlägen geholfen hat. „Ich habe meinen Igel vor ungefähr 15 Jahren von meinem Kind geschenkt bekommen. Ich glaube daran, dass er Glück bringt, das habe ich einfach im Kopf. Ich nehme ihn überall mit hin, auch ins Krankenhaus“, sagt die 69-jährige.
Glücksbringer können also das Leben bereichern. Aber nicht nur Gegenständen wird diese Bedeutung zugeschrieben, sondern auch Tiere können den Menschen den Glauben daran verleihen, dass sie ihnen Glück bringen. „Mein Hund Gizmo ist mein Glücksbringer. Wenn ich mit ihm unterwegs bin, bereitet er mir viel Freude. Alles ist leichter im Leben, wenn man einen Hund hat“, sagt Walter Kwiatkowski, 56 Jahre alt. Seit neun Jahren ist Gizmo an seiner Seite.

Glücksbringer geben Kraft und Sicherheit

Auch in konkreten Situationen hilft einigen Menschen eine glücksbringende Kraft, um Herausforderungen zu meistern und sich dabei sicherer zu fühlen. Die zehnjährige Alissa trägt bei jeder Klassenarbeit besondere Ohrringe. „Es sind Kugeln aus Bernstein. Meine Oma und mein Opa haben sie mir von der Ostsee mitgebracht. Sie haben mir bei Arbeiten in der Schule bisher immer geholfen“, so die junge Schülerin.
Rainer Kitzmann besitzt ebenfalls einen Glücksbringer, der eine spezielle Aufgabe erfüllen soll. Es ist ein Teddybär, der seinen Platz in seinem Auto hat. „Der Teddybär soll dafür sorgen, dass mir beim Fahren kein Unfall passiert. Ich habe ihn vor ungefähr 20 Jahren geschenkt bekommen. Mit ihm bin ich bisher unfallfrei gefahren“, sagt er.

Neues Jahr, neues Glück

Die persönlichen Glücksbringer der Wittener Menschen sind nicht mehr so einfach aus ihrem Leben wegzudenken. Denn jeder kleiner Helfer hat eine besondere Bedeutung für sie und seine glücksbringende Kraft hat sich bereits bewährt. Und für alle Wittener, die in der vergangenen Zeit doch das Pech verfolgt hat, heißt es im bevorstehenden Jahr 2015 wieder: „Neues Jahr, neues Glück!“
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