Diakon Karl-Heinz Voß verlässt das Martineum

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Karl-Heinz Voß verlässt Witten.

Nach über sechs Jahren in der Geschäftsleitung hat Dia­kon Karl-Heinz Voß (Wetter) Ende Februar das Wittener Marti­neum verlassen, um nun ausschließlich in Bottrop beim Kirchenkreis Glad­beck-Bottrop-Dorsten in dessen Betreuungsverein als Geschäftsleiter tätig zu sein, wo er bisher auch schon in Teil­zeit gearbeitet hat.

„Kalle“ Voß (55) gilt als Urgestein der Martineumsgemeinschaft und war Integrationsperson in schwierigen Zeiten. Als Erzieher-Di­akon baute er in den 80-er Jahren im Diakoniewerk Ruhr das Ju­gendbüro im Mutterhaus und die Caféte im Comenius Schulzent­rum auf. Anschließend arbeitete er im Behinderten-Bereich von Volmarstein. In den 90-er Jahren war er freibe­ruflich als Berufsbetreuer in Wetter tätig, bis er 2007 Ge­schäftsführer in der Zentrale „seiner“ Gemein­schaft an der Pferde­bachstraße wurde. In seine Zeit fällt unter anderem der Umzug des Marti­neums vom Gertrud-Bäu­mer-Haus zurück in die alten Räumlichkeiten neben dem Lukas-Zent­rum.
Der Vorsitzende des Martineums Erich Reinke (Wetter) dankte dem Schei­denden mit den Worten: „Bruder Voß hat sich immer alle Wünsche und Träume angehört und hat in seiner unnach­ahmlichen Art und Weise jedem zu verstehen gegeben, wo die finan­ziellen Grenzen sind“. Und wei­ter: „Er war stets mit einem philosophi­schen oder christlichen Satz auf den Lippen engagiert für die Menschen im Martineum, egal ob alt oder jung.“ Natür­lich bleibt Bruder Voß auch nach seinem Weggang weiterhin Mitglied der Marti­neumsgemeinschaft.
Das Martineum wird in Kürze seine Stelle neu besetzen. Bis da­hin be­treut die Studienleiterin Claudia Montanus (Dortmund) kommissa­risch die Auf­gaben der Gemeinschaft. Infos zur aktuellen DiakonInnenausbildung (Be­werbungsschluss Ende April 2013) gibt’s unter www.martineum.de und unter Tele­fon 02302/1752701.

Das Martineum e.V. wurde 1907 in Witten als „Diakonenanstalt“ ge­grün­det und bildete fortan Diakone (= „Brüder“) aus. Es wechselte 1920 in die Or

thopädischen Anstalten Vol­marstein und kam 1972 nach Witten zurück, wo es lange Jahre mit Einrichtun­gen des Diakoniewerkes Ruhr kooperierte und seit­dem auch Frauen zu Diakoninnen ausbildete. Seit dem Jahr 2002 gibt es eine enge Koope­ration mit der Evangelischen Fach­hochschule in Bo­chum im Fachbereich Ge­meinde­pädago­gik/Diakonie. 2005 wurde dann in Witten die eigenständige Dia­konenschule ge­schlossen. Zur Martineumsgemein­schaft gehö­ren heute rund 250 Diakonin­nen und Diakone, die in West­falen und darüber hinaus in kirchli­chen, diakonischen und staat­lichen Sozial-Ein­richtun­gen arbeiten.
Text: Michael Winkler
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