Ehemalige Hevener Dorfschüler feierten 66-Jähriges

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Dreizehn Ehemalige Hevener Dorfschüler mit über 1.000 Jahren geballter Lebenserfahrung stellten sich zum Gruppenfoto. Foto: amö
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Traditionelles Wiedersehen:
dreizehn ehemalige
Hevener Dorfschüler kamen

Beachtliche sechsundsechzig lange Jahre lagen hinter ihnen, als sich der Hevener Entlass-
jahrgang 1951 wieder einmal im Restaurant "Haus Kesper" traf, um in geselliger Runde auf die schöne Zahl 66 anzustoßen.

Ungewöhnlich lange dreißig Jahre dauerte es, bis das erste Wiedersehen der ehemaligen Dorfschüler - eine Generation, geprägt von Kriegszeit und Wiederaufbau - stattfand. Danach traf sich die Hevener alle fünf Jahre, in der jüngeren Vergangenheit schon jedes zweite Jahr, und der harte Kern trifft sich sogar alle vier Wochen im Panorama- Café des Parkhotels. "Wir werden von Jahr zu Jahr immer weniger, diesmal kamen nur noch 13 von einst 38 Hevener Schülern. Der ,Sensenmann' schlägt halt erbarmungslos zu. Aber es ist doch immer wieder schön, in geselliger Runde ein wenig über Altes und Aktuelles zu plaudern", sagen unisono die beiden Organisatorinnen Christel Schreiber und Margret Niggemann.

Was hat die an entbehrungsreiche Zeiten gewohnte Kriegsgeneration der Jahrgänge 1935/1936 nicht alles erlebt und durchgemacht, als für sie anno 1951 - frei nach Wilhelm Busch: "Also lautet ein Beschluss: dass der Mensch was lernen muss. Nicht allein das Abc bringt den Menschen in die Höh" - der Ernst des Lebens begann. Konrad Adenauer war damals noch Kanzler. Und Arbeit gab es reichlich. "Malocht" wurde noch acht Stunden am Tag - und samstags. Fernseher und Telefon standen nur bei gut situierten Bürgern. Heizung und Badezimmer? Fehlanzeige! Stattdessen ein "Plumpsklo" aufm Hof. Ein Auto? Ein unerfüllter Traum!

Doch mit dem sogenannten Wirtschaftswunder ging es langsam, aber stetig aufwärts. Urlaubswünsche wurden plötzlich wahr. Viele Bundesbürger tuckerten mit dem unverwüstlichen "Käfer" über den "Brennero" gen "Bella Italia". Verliebt. Verlobt. Verheiratet. Und jetzt schon zig Jahre verrentet. Über sechs Jahrzehnte: rückwirkend wie im Flug vorbei. Doch entbehrungsreiche Zeiten hin und Wirtschaftswunder her: Weder Kosten noch Mühen wurden gescheut. Sogar aus dem 120 Kilometer entfernten Tecklenburg reiste ein Ehemaliger an, um beim stimmungsvollen wie unterhaltsamen 66-jährigen Wiedersehen dabeizusein. Und für einige Dorfschüler wurde es ein richtig langer Abend.

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