Eine Weihnachtsgeschichte: Das Glück am Heiligabend

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Diese Geschichte hat sich die 10-jährige Luna mit ihrer Oma Inge ausgedacht und an "Witten aktuell" geschickt.

Seit drei Tagen fielen dichte Schneeflocken vom Himmel, und es war sehr kalt. Etwas abgelegen von der Straße stand ein altes, kleines Häuschen. Dort wohnte Oma Greta allein mit ihrer Katze Minka.

Manchmal besuchten sie die Kinder der Nachbarschaft. Aber jetzt war in zwei Tagen Weinachten, und alle hatten viel zu tun. „Übermorgen ist Weihnachten Minka, was machen wir denn da?“, fragte sie ihre Katze. Die sah sie an und schnurrte leise, dann machte sie plötzlich einen Satz und sprang auf das Fensterbrett und raus durch das halb geöffnete Fenster. Greta rief noch "Minka, bleib hier, es ist doch so kalt, und Schnee liegt auch noch!" Doch Minka war verschwunden.
Die alte Frau wartete bis zum Abend, aber auch da war die Katze noch nicht zurück. Oma Greta zog sich ihren alten, dicken Mantel an und stapfte in den Schnee, dabei rief sie immer wieder nach Minka. Nun war sie schon fast am Wald angekommen und ihre Füße waren eiskalt. Traurig drehte sie sich um und ging zurück durch den glitzernden Schnee.
Zuhause angekommen setzte sie sich in ihren Sessel und wartet die ganze Nacht vergeblich. „Morgen ist Weihnachten, und wo ist nur Minka?“. Sie stellte einen Tannenzweig in die Vase und eine Kerze auf die Fensterbank. Die Spielzeugmaus, die sie für Minka zu Weihnachten gekauft hatte, legte sie traurig unter das Tannengrün.
Dann zog sie ihren Mantel an und ging noch einmal den Weg, den sie gestern gegangen war. Wieder rief sie und wieder war alles vergeblich. Am Haus angekommen, sah sie zwei Kinder aus der Nachbarschaft. Das Mädchen weinte, und Oma Greta fragte sie, warum sie weinte. „Wir suchen unsere kleinen Kater, er ist seit zwei Tagen verschwunden“, sagte das Mädchen. "Da habt ihr ja dieselbe Sorge wie ich. Meine Minka ist auch weg. Ich hoffe wir bekommen sie zürück", meinte Greta.
Wieder folgte eine schlaflose Nacht. Am nächsten Tag war Heiligabend. Oma Grta machte schnell ein paar Erledigungen, dann ging sie wieder bis zum Wald. Immer wieder rief sie "Minka, Minka!" Dann hörte sie ein leises Miau. Sie blieb stehen und hörte ein leises Rascheln. Sie ging auf den Busch zu, aus dem das Rascheln kam und nahm die Zweige auseinander. Da sah sie ein kleines schwarzweißes Kätzchen mit großen Augen, verfangen in einem Draht - und gleich daneben saß Minka, als hätte sie das Kätzchen bewacht.
Oma Greta löste den Draht und nahm das Kätzchen auf den Arm. Minka lief neben ihr her nach Hause. "Wo warst du nur, Minka, und was ist passiert? Ihr müsst ja mächtig Hunger haben", sagte sie. Sie setzte das Kätzchen zu Boden und schaute, ob es sich verletzt hatte.
Dann kam das Gefühl der Freude: Minka war wieder da und Weihnachten gerettet.
Da klopfte es an der ihrer Tür, und davor standen die beiden Kinder. "Hast du vielleicht unseren Kater jetzt gesehen?", fragte eines. Da sprang das schwarzweiße Knäuel auch schon hervor, und die beiden riefen laut "Da bist du ja, Teddy! Wir haben dich so gesucht." Glücklich packten sie sich ihr Tier in eine warme Decke und liefen nach Hause.
Nun konnte Heiligabend kommen. Oma Greta nahm Minka auf den Schoß und war glücklich, dass sie sie wiederhatte, Minka. Minka leckte ihr über die Hand, als wolle sie sagen: "Danke und frohe Weihnachten."
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Christa Kahlfus aus Witten | 26.11.2014 | 21:50  
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