Frage: Sommermärchen oder Lügenmärchen?

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Heilig oder
scheinheilig?

Das Sommermärchen "WM 2006" - von Franz Beckenbauer erfolgreich eingetütet - ging als triumphaler Erfolg in die deutsche Sportgeschichte ein. Doch zurzeit überschatten dunkle Wolken das kaiserliche Haupt von Deutschlands einst umjubelten Fußball-Idol. In der Causa "Franz B." geht es um Lügenmärchen, Ungereimtheiten und nicht zuletzt um den ehemals majestätischen Ruf der bayerischen Lichtgestalt.

König Fußball und optimal dotierte Werbeverträge machten den Sohn eines Postbeamten aus München-Giesing zu einem der reichsten Sportler im Lande. Und zu einem der beliebtesten. Als Spieler gewann Franz Beckenbauer fünf Deutsche Meisterschaften, vier DFB-Pokalsiege, drei Europa-Pokale, einen Weltpokal, wurde mit 28 Lenzen Weltmeister, mit 44 Jahren als Trainer; und im Alter von 54 Jahren holte "Franzl, das Glückskind", als Chef des DFB-Organisationskomitees auch noch die WM 2006 nach Deutschland.

Angeblich ohne einen Euro genommen zu haben - sozusagen als Ehrensache für einen Ehrenmann. Nach dem bekannt wurde, dass merkwürdige Geldströme beim DFB flossen, heißt es plötzlich: Unser redseliger Kaiser, der ewige Sieger und Strahlemann, verdiente, wo er konnte, was er konnte, so viel er konnte. Das (Fußball-)Volk ist schockiert über soviel Scheinheiligkeit und fragt sich: "Wie passt das zusammen? Hier die Legende vom unantastbaren, unter Denkmalschutz stehenden "Heiligen Franz von Giesing", dort die Stigmatisierung zum geldgierigen, nimmersatten Abzocker." Sein Lebenswerk: ein Trümmerhaufen. Und der Kaiser selbst scheint nackt wie bloß(gestellt) - und braucht ein neues Kleid. Der tief gefallene Libero sollte ein Büßergewand wählen.

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1 Kommentar
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 24.09.2016 | 11:31  
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