Großeinsatz der Feuerwehr in Herbede

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Fünf Personen mussten aus dem Keller gerettet werden – dargestellt von realistischen Unfalldarstellern (RUDs).

Fünf Verletzte gab es bei einem Kellerbrand im St. Josefshaus in Herbede. Mehrere Bewohner mussten von der Feuerwehr evakuiert werden. Rund zwei Stunden dauerten die Rettungsmaßnahmen, in die 54 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Löscheinheiten Bommern und Herbede involviert waren.

Zum Glück handelte es sich bei diesem Großeinsatz lediglich um eine Übung, die von den Verantwortlichen des Altenzentrums initiiert worden war, um den Ernstfall zu proben.
Während im Gebäude eine so genannte „Querverschiebung“ stattfand, bei der die Bewohner von unsicheren in sichere Bereiche des Gebäudes evakuiert wurden, mussten im Keller Verletzte geborgen werden – dargestellt von realistischen Unfalldarstellern (RUDs), die nicht nur wie Verletzte geschminkt waren, sondern sich auch wie solche verhielten. Schreiend, wimmernd oder völlig bewegungslos ließen sie sich von den Einsatzkräften retten.
Gleich nebenan war derweil ein fleißiger Gärtner mit seiner Kettensäge aktiv. Die Verständigung der Feuerwehrleute untereinander war dadurch kaum möglich. „Das stört uns überhaupt nicht“, so Jens Masjosthusmann von der Löscheinheit Herbede, „während eines Einsatzes gibt es immer Geräusche, sei es von Pumpen oder anderen Geräten.“
Wären allerdings Funkgeräte im Spiel gewesen, hätte man den Kettensägen-Mann schnell ausgebremst, wie Ulli Gehrke, Pressesprecher der Feuerwehr sagt: „Im Ernstfall hätte er seine Arbeit unterbrechen müssen.“ Im Ernstfall wären auch die zahlreichen Schaulustigen, die sich um den Einsatzort scharten, gar nicht erst bis dorthin vorgedrungen. „Dann wäre der Bereich komplett abgesperrt worden“, so Ulli Gehrke.
Nicht alles lief rund beim Einsatz. Plötzlich war Rauch im Treppenhaus. Ursache: Ein Hochleistungslüfter im Keller wurde an der falschen Stelle aufgestellt und sog Rauch an, den er anschließend ins Treppenhaus blies. Schnell ergriff Bereichsleiter Volker Bölte Gegenmaßnahmen und ließ einen weiteren Hochleitungslüfter aufstellen, der das Treppenhaus wieder frei pustete.
Unterm Strich war die Übung ein Erfolg. Alle Verletzten konnten gefunden und geborgen werden, und auch die Evakuierung der Bewohner hat im Zusammenspiel von Einsatzkräften und Mitarbeitern des Altenzentrums gut funktioniert, wie Mario Rosenkranz, stellvertretender Amtsleiter der Wittener Feuerwehr, kurz nach Beendigung der Übung zu Protokoll gab. Für den Ernstfall sind das St. Josefshaus und die Feuerwehr also gut gerüstet – trotzdem bleibt zu hoffen, dass er nie eintreten wird.
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