Handys in der Schule - sinnvoll oder nicht?

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Sie haben Spaß: Paulina (l.) und Katharina, beide 13 Jahre jung, vergnügen sich mit dem Smartphone in der großen Pause. Aber wo sind da die Grenzen? Sollten die Schüler überhaupt in der Schule ihr Handy benutzen dürfen?

Wann kann man sein Handy in der Schule benutzen, und wann stört es? Das sind Fragen, die viele Schüler beschäftigen. Auch am Ruhr-Gymnasium wird viel über die dort geltenden Regeln diskutiert.

Schulleiter Ulrich Janzen ist zufrieden mit der Lage an seiner Schule. Er findet es wichtig, dass Schüler von der 5. bis zur 9. Klasse ihr Handy in der Schule nicht benutzen dürfen. „Die Kinder sollen vor allem die Pausen anders gestalten, als sich mit dem Handy zu beschäftigen. Sie sollen lieber miteinader spielen“, so der Direktor.

Geteilte Meinungen haben Paulina, Katharina und Laura (13). Sie besuchen die 8. Klasse. Katharina steht für ein allgemeines Handy-Recht in den Pausen. Paulina fügt allerdings hinzu: „Aber während des Unterrichts bin ich auf jeden Fall gegen die Benutzung von Smartphones. Die stören da nur.“ Zustimmung bekommt sie von Laura. Auch sie findet die aktuelle Regelung akzeptabel. Auf die Frage, ob er sich mehr Freiheiten im Umgang mit Handys wünscht, antwortet Keano (13) klar: „Nein.“

Aber wie reagieren die Lehrer, wenn jemand das Handy verbotenerweise benutzt? Keanos Klassenkamerad Kian (12) meint, bis jetzt seien die Lehrer nie „zu streng“ gewesen. Bevor die Lehrkraft das Handy einsammele, gebe es stets eine Verwarnung. Das bekommt Zustimmung von vielen Schülern. Zwei Neuntklässler berichten ebenfalls von einem geordneten Umgang mit Handy-Sündern. Sie finden das Vorgehen richtig. „Ich finde es auch gut, dass wir das Handy teilweise im Unterricht für schnelle Recherchen benutzen dürfen“, sagt ein Schüler. Alles natürlich nur unter der Anweisung einer Lehrkraft.

Anders sieht es für die Schüler der Oberstufe aus. Ab hier darf das Handy außerhalb des Unterrichts und nach Aufforderung der Lehrkraft benutzt werden. „Sinnvoll“, findet dies Ouxian (18). „Ab Klasse 10 hat man schon ein ganz anderes Verantwortungsbewusstsein.“ Außerdem fügt er hinzu: „Im Grunde wird das Handy dann nur noch benutzt, wenn es wirklich nötig ist.“ Auch die 17-jährige Isabel ist für eine Lockerung der Regeln ab der Oberstufe. In ihren Augen sind die jüngeren Schüler noch nicht bereit, sinnvoll mit dem Handy umzugehen.

Die Philosophie scheint also zu sein, die jungen Schüler möglichst von den Geräten fernzuhalten. Mit der Zeit sollen sie lernen, das Smartphone sinnvoll zu nutzen, ohne es zu missbrauchen. Und das funktioniert bis jetzt gut.
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