Ironman Hawaii: Interview mit Triathlet Faris Al Sultan

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Faris Al Sultan
 
Faris Al Sultan
Das ist wohl schwer zu beschreiben. Es ist der Mythos, die Strecke, die Stimmung: Es ist der Ironman auf Hawaii.
In diesem Jahr mit reger Wittener Beteiligung. Der teilweise extremen Einsamkeit des Rennens setzten sich Ex-Asics-Team-Mitstreiter Faris Al Sultan aus, der mit 27 Jahren bereits einmal „Hawaii-König“ war und jetzt beim 13. Start. auf Platz 10 landete. Ferner dabei waren PVT-Athletin Ingelore Köster und Dietmar Bierey.
Betreut wurde Faris Al Sultan in Hawaii von Privatdozent Dr. Roman Leischik, von dem auch die Fotos stammen, und Andreas Kreutz. Schon 10 Tage vorher hatten die Vorbereitungen begonnen, die zwei Tage vor dem Start abgeschlossen waren. Es verblieb also noch die Zeit zum Nachdenken. Dr. Roman Leischik befragte den Extrem-Sportler zum Thema Triathlon und zu allgemeinen Themen des Lebens.

Faris, warum machst du Triathlon und spielst nicht Flussball?
Weil ich für Fußball gar kein Talent habe und es auch keine solche Herausforderung für mich ist wie Triathlon.

Wie lange machst du das schon und wie lange willst du das noch machen?
Ich habe mit 18 meinen ersten Triathlon gemacht und hoffe, noch drei
weitere gute Jahre im Triathlon zu haben.

Nach dem Fall Stadler, gibt es gesundheitliche Risiken im Triathlon?
Ja, wobei wir weniger gefährdet sind als die Spezialisten, weil unsere Umfänge in den einzelnen Disziplinen niedriger sind, das heißt Überlastungen an einzelnen Gelenken oder Stürze wie sie bei den Radprofis häufig vorkommen, sind bei uns deutlich seltener. Um auf den Fall Stadler einzugehen, Herzprobleme sind natürlich auch bei uns ein Thema, aber meist liegt eine Vorschädigung oder ein Infekt als Ausgangspunkt zugrunde. Das heißt wiederum, dass auch für uns eine laufende Kontrolle unseres Gesundheitszustandes wichtig ist.

Wie siehst du die Zukunft des Triathlon?
Triathlon wird sicher weiter an Popularität zunehmen da es ein sehr gesunder abwechslungsreicher Sport ist, den fast jeder machen kann.

Sollte die Ironman-Distanz olympisch werden, würdest Du gerne an den olympischen Spielen teilnehmen?
Die olympischen Spiele sind für jeden Sportler ein Traum, so auch für mich. Aber ich denke nicht, dass die Langdistanz auf absehbare Zeit olympisch wird, nachdem man aus Gründen der Medienkompatibilität bei der ITU darüber nachdenkt, die Sprintdistanz in den Vordergrund zu rücken. Also einen Bewerb, der noch kürzer als der augenblicklich olympische.

Worin siehst du den Sinn des Lebens?
Schwierige Frage, ein sinnerfülltes glückliches Leben zu führen, wie auch immer das aussehen mag.

Was macht dich glücklich?
Schwierig, da das ja stets situationsbedingt ist. Aber die Freiheit das zu tun, was ich möchte, ist sicherlich ein wichtiger Schritt zum Glück.

Was denkst du über Freundschaft?
Ist eine wichtige Sache, der Mensch ist ein soziales Tier und ich freue mich, viele Menschen zu kennen mit denen mich Freundschaft verbindet.

Was denkst du über die Zeit nach dem aktiven Sport?
Sie wird unweigerlich kommen und es wird mir nicht langweilig werden. Ich bin eigentlich froh, dass ich noch was ganz anders machen kann. Vor allem in einem Alter, wo viele schon lange im Berufsleben sind, aber auch noch einige Jahre vor sich haben.
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