"Leckerer Lothar" rettet leckere Lebensmittel

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Mitglieder der Wittener Foodsharing-Gruppe präsentieren den „Leckeren Lothar“, der an der Steinstraße steht.
Weltweit werden jährlich knapp 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weggeworfen, davon alleine in Deutschland mehr als elf Millionen Tonnen. Der Foodsharing-Verein, gegründet 2012, hat sich zum Ziel gesetzt, die Wertschätzung für Lebensmittel zu steigern und im Internet eine Plattform geschaffen, auf der überschüssige Lebensmittel kostenlos angeboten werden können. Auch in Witten gibt es ein Häuflein Menschen, die sich gegen die sinnlose Verschwendung von Lebensmitteln engagieren. Und die haben jetzt den „Leckeren Lothar“ an der Steinstraße aufgestellt.
Beim „Leckeren Lothar“ handelt es sich um einen Fahrradanhänger, in den überschüssige Lebensmittel gelegt und mitgenommen werden können, statt im Müll zu landen. „Die Idee lebt davon, Betriebe persönlich anzusprechen“, erklärt Sebastian Janz, Koordinator der Wittener Foodsharing-Gruppe. Es bestehen bereits Kooperationen mit Wochenmarkt-Händlern, der Uni Witten-Herdecke und einer Kneipe im Wiesenviertel. „Wir sind jetzt dabei, auch Bäcker anzusprechen, und natürlich können sich auch alle Bürger beteiligen“, so Mitglied Paula Preißler.
Der Standort des Fahrradanhängers an der Steinstraße 7 ist aus den umliegenden Geschäften gut einzusehen, und die Inhaber wurden sensibilisiert, ein Auge darauf zu haben, um möglichem Unfug oder gar Vandalismus vorzubeugen. Nachts steht der „Leckere Lothar“ sicher in einer Garage eines der Mitglieder der Wittener Gruppe.
„Lothar“, der zur Gruppe der „Fair-Teiler“ zählt – so nennt der Foodsharing-Verein alle Orte und Stellen, an denen Lebensmittel abgegeben und mitgenommen werden können – beherbergt Obst und Gemüse, das nicht mehr verkauft, aber immer noch bedenkenlos verzehrt werden kann. Mögliche Inhalte wären auch Brot, Kuchen oder andere Lebensmittel, die „über“ sind und vor dem Wegschmeißen gerettet werden können. Lediglich schnell verderbliche Lebensmittel, die gekühlt werden müssen und Alkoholika dürfen nicht in den Hänger. Alle Lebensmittel werden von den Mitgliedern der Gruppe täglich kontrolliert, und selbstverständlich wird „Lothar“ auch regelmäßig gereinigt.
Die Wittener Foodsharing-Gruppe betreibt bereits seit Mai dieses Jahres einen „Fair-Teiler“ in einem Hinterhof-Gebäude an der Annenstraße 83. Auch dort können Lebensmittel von jedermann abgegeben und mitgenommen werden – ebenfalls kostenlos. „Wer was und wieviel mitnimmt, spielt dabei keine Rolle“, sagt Sebastian Janz, „unser Ziel ist schlicht und einfach, keine Lebensmittel verderben zu lassen.“
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