Nanginesen helfen in der Not

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Aids-Waisen in Korogocho bei ihrer Zeugnisverleihung: In einem der schlimmsten Slumgebiete Nairobis nimmt sich Nangina der Kinder an, leistet Basisgesundheitsversorgung und kümmert sich um Behinderte.
 
Mitglieder von Nangina bei einem Sprechspiel.
Seit 25 Jahren an jedem Wochenende unterwegs: Das ist die Gruppe Nangina aus der St.-Pius-Gemeinde in Witten-Rüdinghausen.

Nach ihrer Firmung im Jahre 1988 nahmen sie sich den Vorsatz, etwas gegen die Not in der Einen Welt zu tun.
Sie hatten die Idee, in Kirchengemeinden zu fahren und dort in den Gottesdiensten Predigtsprechspiele vorzutragen, in denen sie auf die Situation in Afrika hinweisen. Die Gruppe fand auch bei weiteren Jugendlichen großen Anklang und wächst bis heute ständig nach. Während am Anfang die Unterstützung des Holy Family Hospitals im Vordergrund stand, kamen nach und nach weitere Projekte in Kenia, Uganda, Äthiopien, Tansania und Namibia hinzu. Seit mehreren Jahren ist die Gruppe auch in Honduras aktiv. Das Krankenhaus in Nangina trägt sich bereits selbstständig, das ist ein Riesenerfolg für afrikanische Verhältnisse.
Vor kurzer Zeit feierte der Verein sein silbernes Jubiläum. Bischof Norman King’oo Wambua aus der Diözese Bungoma im Westen Kenias ist zu dieser Feier angereist und hat mit der Gruppe und vielen Freunden und Unterstützern ein Pontifikalamt in der St.-Pius-Gemeinde in Witten-Rüdinghausen gefeiert, das mit modernem und internationalem Liedgut angereichert wurde. Danach wurde das Fest gebührend gefeiert und mit Anekdoten aus den vielen Erlebnissen der letzten 25 Jahre geschmückt. Dazu schrieb Sr. Gertrud Dederichs von den Missionsärztlichen Schwestern: „Es ist ein besonderes Geschenk für unsere Welt, dass es euch gibt – und das schon ein Vierteljahrhundert!“
Zurzeit unterstützt Nangina 15 verschiedene Entwicklungsprojekte, vor allem im Bereich der Gesundheitsförderung und Schulausbildung. Bereits mehrfach hat Nangina in Äthiopien, Kenia und Honduras Schulen gebaut, zurzeit errichten die Nanginesen auf Bitten des Bischofs Norman King’oo Wambua ein Mädcheninternat in der Diözese Bungoma. Die Mädchen sind in dieser Region besonders benachteiligt, zumal sie in dem dort lebenden Stamm auch immer noch beschnitten werden. Durch das Internat erhofft sich die dortige Diözese eine Stärkung ihrer Rechte.
Ein weiteres Projekt des Vereins Nangina ist in Korogocho, einem der schlimmsten Slumgebiete Nairobis. Mit Hilfe der Combonimissionarinnen unterstützt Nangina die Aids-Waisen, leistet Basisgesundheitsversorgung und nimmt sich der Kinder mit Behinderung an. Ihnen werden Hilfsmittel zur Verfügung gestellt, Operationen vermittelt und Schulbesuch ermöglicht.
In Äthiopien, dem Attat-Hospital, das von den Missionsärztlichen Schwestern geleitet wird, wurde von Nangina die gesamte Drainage und das Rohrsystem für einen neuen Wartesaal finanziert. Dieser wurde dringend notwendig, da täglich fast 300 Patienten in die Ambulanz kommen. Viele von ihnen leiden an ansteckenden Krankheiten und müssen von den anderen Patienten getrennt werden.
Nun beteiligt sich Nangina an der Finanzierung eines neuen Kreissaales und eines Geburtsvorbereitungsraumes.
Das Besondere und ganz Außergewöhnliche an Nangina ist, dass die gesamte Arbeit durch Kinder und Jugendliche geleistet wird. Sie kommen aus den verschiedensten Kirchengemeinden des Erzbis­tums und der benachbarten Bistümer. Ausgerüstet mit Isomatten und Schlafsäcken sind sie zwischen Sylt im Norden und Bad Reichenhall im Süden unterwegs, um in den Gottesdiensten ihre Sprechspiele und das, was sie bewegt, vorzutragen. Meistens übernachten sie in Pfarrheimen, lernen neue Freunde und Orte kennen. Da die weiter entfernt liegenden Gebiete meistens in den Sommerferien angefahren werden, verbringen sie dort bis zu zehn Tage Urlaub. So verbindet Nangina weit über die Stadtgrenze Wittens anerkannte Jugendarbeit mit der Arbeit für die Eine Welt.
Wenn die Jugendlichen volljährig sind, haben sie die Chance, die Entwicklungsprojekte vor Ort in Afrika oder Mittelamerika selber kennen zu lernen und dort mitzuarbeiten. Gerade sind zwei Mitglieder von Nangina, Katharina Stritzke und Silvia Köhler aus einem Einsatz als Missionarinnen auf Zeit zurückgekehrt. Regelmäßig fliegen auch weitere Mitglieder zum Besuch in die verschiedenen Projekte. Sie zahlen die Kosten selbst, wie auch jedes Mitglied von Nangina grundsätzlich ehrenamtlich arbeitet. Dadurch werden Freundschaften mit den Menschen vor Ort geknüpft und die Zusammenarbeit ist auf Augenhöhe. Damit leisten die Mitglieder von Nangina eine aktive Unterstützung zum Frieden.
Die Einzigartigkeit der „Nanginesen“ ist, dass sie keine potenziellen Spender anschreiben, sondern zu ihnen fahren und mit ihnen sprechen. Die Nanginesen setzen sich ein für Notleidende in der Einen Welt. Seit ihrem Anfang hat die Gruppe noch nie einen Termin abgesagt. Zuverlässigkeit ist ein Nangina-Markenzeichen.
Kontakt: info@nangina.de
Infos sind unter www.nangina.de zu finden.
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