Rassehunde: Haustiere oder Statusymbole?

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"Schau her, ein Chichi-Wauwau."
.

Der treue Freund
des Menschen

Mein Haus, mein Auto, mein Rassehund. Für Leute, die alles haben und deren Kinder schon mit allen megateuren Modemarken versorgt wurden, wird der Hund schnell zum Statussymbol. Was der Vierbeiner mit mehr Würde nimmt als manchmal Frauchen und Herrchen. Längst ist der treue Freund des Menschen nicht mehr nur Haustier. Viele Hunde sind mittlerweile ein vollwertiges Familienmitglied. Sie sind nicht nur der Liebling der Kinder, sondern sie sind auch oft Papas Joggingpartner.

Hunde mögen es, ins tägliche Geschehen einbezogen zu werden, Aufgaben zu erledigen, ihrem Menschen zu gefallen. Wird er zu lange alleine gelassen, leidet er. Für Menschen, die Spaziergänge in freier Natur lieben, ist ein Hund der ideale Partner. Sie, verehrte Leser, merken: Nichts ist unmöglich. Insbesondere, wenn es ums Outfit geht. Das feine Haar von Settern ist denkbar ungeeignet für den Angela-Merkel-Bob. Ein Königspudel braucht keine Gesine-Schwan-Frisur; die hat er von Natur. Sollte Ihr Hund jedoch aussehen wie Wolfgang Thierse, dann wird es allerhöchste Zeit für einen Besuch beim Hunde-Starfriseur. Denn Geld spielt bei den Reichen und Schönen eh keine Rolle.

Über 3 Milliarden Euro werden allein in Tierfachgeschäften für die etwa 5,5 Millionen Hunde, die es in Deutschland gibt, ausgegeben - mit eindeutigem Trend zu Luxusartikeln. Ob Kitzbühel, Gstaad, Marbella oder Sylt: Überall dort, wo sich die Society verdichtet, ist auch die Avangarde der Rassehunde vertreten. Und ausgestattet mit Modelabeln wie Gucci, Ralph Lauren, Tiffany, Chopard oder Hermès wird der treue und teure Hund oftmals zum Lifestyle-Objekt reduziert.

Spätestens seitdem es so Selbstdarsteller wie die 2005 vom Musiksender VH1 zum "It-Girl des Jahres" ausgezeichnete Paris Hilton gibt, wissen wir, dass die schwerreiche Hotelerbin ihren Chihuahua - in Fachkreisen auch "Chichi-Wauwau" genannt - grundsätzlich, sozusagen als Barbie-Ersatz, passend zur eigenen Kleidung ausstattet. Eigentlich ist die 25-Jährige schon ein wenig zu alt, ihr Bonsai-Hündchen zum bloßen Lifestyle-Accessoire zu drapieren. Aber eine wie Paris Hilton schreckt bekanntlich vor nichts zurück. Und wenn sie es mag, trägt sie ihren kleinen mexikanischen Freund auch mal ganz ungeniert als Mini-Handtasche.

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