Verspäteter Aprilscherz oder Realität im Internetzeitalter? -- Witten im Sommerloch...

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"So tolle Geschichten passierten zu meiner Zeit noch nicht " meint "Oskar der letzte Grüne"... Toll die "neueste Geschichte aus den "Wilden Witten"... TPD-Foto:Volker Dau
Witten: Sparkassen-Center |

Das Pokémonfieber macht erfinderisch - Aber die Polizei zieht den Stecker aus der Dose!

Und dann erreichte die Pressestelle noch eine Meldung über einen schon ungewöhnlichen Polizeieinsatz, der in der Nacht auf den 23. Juli in Witten stattgefunden hat.

Die Überschrift:"Das Pokémonfieber macht erfinderisch!


Bekanntlich leert sich der Akku eines Handys mit zunehmender
Betriebsdauer und muss zum weiteren Betrieb aufgeladen werden. Was
tun, wenn man nun aber die Jagd nach den kleinen virtuellen Monstern
in der Öffentlichkeit nicht unterbrechen will?

Hierzu kamen vier junge Wittener schnell auf eine Idee, die die
Lösung für ihr Problem schien. Wacker eine Kabeltrommel besorgt, den
Stecker in eine Steckdose im Vorraum der Sparkasse auf der Ruhrstraße
in Witten eingeführt und das Kabel bis auf den Vorplatz ausgerollt.


Es klappte prima und die endlose Jagd nach den Monstern konnte
weitergehen. Positiver Nebeneffekt war, dass man auch noch
Abspielgeräte für flippige Musik anschließen konnte.

Die heile Spielewelt schien perfekt, wären da nicht die
Spielverderber der Wittener Polizei gewesen.


Diese stellten zum Leidwesen der Beteiligten fest, dass der Entzug
elektrischer Energie eine Straftat darstellt und unterbrachen die
Stromversorgung.


Durch fällige Strafanzeige war der Spieltrieb der Beteiligten aber
in keiner Weise beeinträchtigt, schließlich hatte man ja nun durch
wieder geladene Handyakkus und Powerbanks genügend Energie, die
Pokémonjagd in Witten fortzusetzen.

Kommentar :

Den Verbrauch der Abspielgeräte für flippige Musik vermag ich nicht zu beurteilen...

Aber einmal zum reinen Ladevorgang als Stromdiebstahl:

Ein Smartphone muss bekanntlich mindestens einmal am Tag an die Steckdose, um wieder mit ausreichend Energie versorgt zu werden. Da liegt die Vermutung nahe, dass dem Nutzer am Ende durch eine hohe Stromrechnung deutliche Zusatzkosten entstehen.

Ich fragte mich wie viel wir im Durchschnitt pro Jahr an Energiekosten dafür zahlen müssen, dass unser Smartphone jeden Tag an der Steckdose hängt und wie sich der Energieverbrauch im Vergleich zu anderen elektronischen Geräten verhält.

Da fand ich dies im Netz:
Getestet wurden die beiden Verkaufsschlager Samsung Galaxy S3 und Apples iPhone 5. Bei beiden Smartphones wurde gemessen, wie viel Energie benötigt wird, um den Akku von 0 auf 100 Prozent aufzuladen. Dieser Wert wurde dann jeweils auf das ganze Jahr hochgerechnet.
Das Ergebnis weiß durchaus zu überraschen: Das SGS3 verbraucht 0,0123 Kilowattstunden pro Tag, was 4,49 KWh pro Jahr entspricht und das iPhone 5 verbraucht im Jahr sogar nur 3,47 Kilowattstunden. Wenn man nun den durchschnittlichen Strompreis eines deutschen Haushaltes von 25,74 Cent pro Kilowattstunde nimmt, kommt man pro Jahr auf Kosten von 1,16 Euro für das SGS3 und 0,89 Euro für das iPhone 5.

Da bewegten wir uns pro Gerät im einstelligen Centbereich!


Nun frage ich mich wurde tatsächlich eine Anzeige erstattet?

Während ich jetzt hier texte habe ich schon ein Mehrfaches an Strom verbraucht...

Wieviel Strom hat der Polizeisachbearbeiter dann bei der Anzeigenerfassung im PC verbraucht?

Es gibt ja wohl den Rechtsgrundsatz der Verhältnismäßigkeit der Mittel, den jeder Beamte kennen dürfte.


Dazu den "Tatbestand der Geringfügigkeit" ...


Bei einer Schadenshöhe von maximal 1-2 Cent pro Täter was denke ich da wohl drüber?

-- Hier muss ich ja noch die "Mucke" einfügen...

Wenn die Anlage 100 Watt = 0,1 kw = 25,74 Cent(für 1000 Watt/1kw) in der Stunde :10 = 2,574Cent pro Stunde Betriebsdauer... berechnet.


Dazu kommt wohl noch das der Geschädigte , die Sparkasse, die Anzeige unterschreiben und Strafantrag stellen muss...


Was kostet die Anfahrt des bevollmächtigten SPK-Menschen zur Polizei?

Naja, ich nehme an die Sparkasse wird auf eine Anzeige verzichten besonders wenn die bösen Buben" auch noch Kunden sind...

Die Polizei sollte vielleicht sich an der schönen Geschichte erfreuen und die Anzeige stornieren oder geht das nicht?

Den "bösen Buben" wurde wohl schon genug Schrecken eingejagt und eine Belehrung hätte sicher ausgereicht...?

Ich finde jede Minute Beamtenarbeit in dieser Sache ist zu wertvoll und deshalb zu viel!

Aber vielleicht wollte die Pressestelle sich ja nur einen Scherz mit uns erlauben?

P.S.: Sollte die Geschichte wirklich Realität sein so stellt sich mir noch eine Frage:


Eine funktionsfähige Steckdose im Vorraum einer Sparkasse, Tag und Nacht zugänglich?

Das schon klingt wie ein "Märchen"...

Gelegenheit macht Diebe!

Da brauchen die Automatenräuber ja endlich kein gefährliches Gas mehr!


Der Strom aus der Steckdose für den Trennschleifer ist ja vor Ort!
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5 Kommentare
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Volker Dau aus Bochum | 24.07.2016 | 19:53  
31.068
Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 24.07.2016 | 22:38  
478
Peter Krämer aus Bochum | 24.07.2016 | 22:59  
3.409
Jörg Manthey aus Witten | 25.07.2016 | 08:25  
13.698
Volker Dau aus Bochum | 25.07.2016 | 14:27  
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